Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
31.12.2009
Berlin (APD) Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat vorsorglich vor dem Verzehr des japanischen Sojadrinks der Marke „Bonsoy“ gewarnt. Das Ersatzprodukt für Kuhmilch soll hohe Mengen an Jod enthalten, die in Australien bereits zu Schilddrüsenerkrankungen geführt haben, wie das Bundesamt am Donnerstag in Berlin mitteilte. Derzeit werde geprüft, ob das Produkt in Deutschland überhaupt verkauft worden sei.
Das Bundesamt berief sich in seiner Warnung auf entsprechende Informationen aus dem internationalen Netzwerk der Lebensmittelsicherheitsbehörden (INFOSAN). Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte schon der Verzehr einer Tasse dieses Sojadrinks zu einer Jodzufuhr führen, die mehrfach über der tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge liegt. Verantwortlich dafür sei offenbar eine Beimischung von essbarem Seetang (“Kombu“).
Der Sojadrink wurde in Japan von der Firma Marusan-AI Co. Ltd. hergestellt und möglicherweise auch nach Deutschland eingeführt. Betroffen ist laut Bundesamt der Sojadrink der Marke „Bonsoy“ in Ein-Liter-Tetrapacks mit der EAN-Nummer 9312336049037 und Mindesthaltbarkeitsdatum bis einschließlich 03.11.2011.
In Australien wurden zehn Fälle von Erkrankungen der Schilddrüse – neun Erwachsene, ein Kind – im Bundesstaat New South Wales im Zusammenhang mit dem Verzehr des betroffenen Sojadrinks registriert. Der australische Importeur habe deshalb eine Verbraucherwarnung herausgegeben, berichtete das Bundesamt. (AP)
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