Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
01.01.2010
Werne (APD) Schwangere sollten ab dem vierten Monat auf Folsäure zur Nahrungsergänzung verzichten, um nicht das Asthma-Risiko ihres Kindes zu erhöhen. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hin. Die Empfehlung, zur Verhinderung eines Neuralrohrdefektes beim Ungeborenen täglich 400 Mikrogramm Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, gelte nur für den Zeitraum vor der Schwangerschaft sowie deren Frühstadium.
„Manche Frauen nehmen Folsäure aber durchgehend bis zum Ende der Schwangerschaft in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder Multivitaminpräparaten ein. Davon ist dringend abzuraten, denn ab dem vierten Schwangerschaftsmonat kann die Zufuhr von Folsäure in hohen Dosen das Risiko des ungeborenen Kindes um 30 Prozent erhöhen, später in einem Alter zwischen drei und fünf Jahren an Asthma zu erkranken.“
Zu diesem Ergebnis seien australische Forscher in einer Studie mit 557 Frauen gekommen, die in der Fachzeitschrift „American Journal of Epidemiology“ veröffentlicht sei.
Da der menschliche Organismus Folsäure nicht selbst herstellen kann, sollte sie mit der Nahrung aufgenommen werden. „Der Konsum von Nahrungsmitteln, die Folsäure enthalten, ist auch in der späteren Schwangerschaft ungefährlich“, sagt Köhler. Zu den natürlichen Folsäurelieferanten zählen insbesondere Weizenkeime und -kleie sowie Kalbs- und Geflügelleber. In geringen Mengen ist Folsäure auch in Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, roter Bete, Brokkoli, Karotten, Spargel, Rosenkohl, Tomaten, Eigelb, Nüssen sowie Obst und Fisch enthalten. (AP)
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