Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
05.01.2010
Foto: Kellermeister/Pixelio
Frankfurt/Main (APD) Wie alle extremen Wetterlagen kann sich auch der derzeitige Dauerfrost auf die Gesundheit auswirken. Genau wie bei starker Hitze sollte man auch jetzt darauf achten, genug zu trinken. Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) Bayern hin. Denn bei trockener Kälte und in beheizten Räumen verliert der Körper viel Wasser – ohne ausreichenden Nachschub wird er anfälliger für Erkältungen und Herz-Kreislauf-Störungen. „Wichtige Körperfunktionen, vor allem die der Nieren, sind bei Flüssigkeitsmangel beeinträchtigt“, erklärt TK-Expertin Sabine Wagner-Rauh.
Die Ernährungswissenschaftlerin empfiehlt stille Mineralwässer, Tee und Mixgetränke aus reinen Fruchtsäften und Mineralwässern, um den täglichen Flüssigkeitsbedarf von 1,5 bis 2 Litern zu decken. Säfte mit viel Vitamin C wie Orangen-, Grapefruit- und Zitronensaft können zum Schutz vor Erkältungskrankheiten und Grippe beitragen. Heißer Kakao und heiße Milch liefern reichlich Energie, Calcium und Eiweiß. Auf Alkohol sollte man dagegen als Flüssigkeits- und Wärmespender verzichten.
Trotz der klirrenden Kälte ist es zudem wichtig, mit kleinen Kinder an die frische Luft zu gehen, wie die TK in Hessen mitteilt. Denn die Temperaturreize stärken das Immunsystem und beugen Erkältungen vor. Doch gerade Babys müssen bei niedrigen Temperaturen besonders geschützt werden. „Säuglinge haben im Verhältnis zu ihrem Körpervolumen eine viel größere Oberfläche als Erwachsene. Das führt dazu, dass mehr Wärme nach Außen abgegeben wird“, erklärt TK-Sprecherin Nadine Müller. Außerdem können die Kleinen ihre Körpertemperatur nicht so gut regulieren: „Babys können weder Gänsehaut bilden noch vor Kälte zittern und kühlen deshalb schneller aus.“
Somit müssen vor dem Spaziergang alle Körperteile des Babys warm eingepackt werden, am Besten nach dem Zwiebelschalenprinzip. „Die Luftschichten zwischen den einzelnen Kleidungsstücken sorgen dafür, dass die warme Temperatur besonders gut gespeichert wird“, erklärt Müller. Zusätzliche Wärme spendet ein Schaffell im Kinderwagen.
Darüber hinaus empfiehlt die TK, Gesicht und Lippen vor jedem Gang nach Draußen mit fetthaltigen Cremes zu schützen. Denn wasserhaltige Cremes können auf der Haut festfrieren und Erfrierungen nach sich ziehen. (AP)
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