Umwelt – Tierquälerei auf Hühnerfarm aufgedeckt – DAPD
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Wiesenhof Tierquälerei auf Hühnerfarm aufgedeckt

DAPD

11.01.2010

Foto: Marion Heidemann-Grimm/www.pixelio.de

Foto: Marion Heidemann-Grimm/Pixelio

Mainz (apn) Auf einer niedersächsischen Hühnerfarm hat es nach einem Bericht des ARD-Magazins „Report“ Tierquälerei mit roher Gewalt gegeben. Dies dokumentierten Filmaufnahmen aus dem Betrieb, berichtete die SWR-Redaktion am Montag. Sie hat das betroffene Unternehmen, die PHW-Gruppe (Wiesenhof), mit den Vorwürfen konfrontiert. Die Geschäftsleitung bezeichnete demnach die Verstöße gegen Tierschutznormen als „absolut inakzeptabel“. Man habe personelle Konsequenzen bei den Hauptverantwortlichen gezogen.

Die Aufnahmen wurden dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr in dem Mastbetrieb in Twistringen gemacht. Dort lebten rund 25.000 Hühner und Hähne dicht gedrängt, ohne Tageslicht auf ihrem eigenen Kot, hieß es. Täglich verendeten etliche Tiere.

Zu sehen ist laut SWR, wie Angestellte Hühner treten, schlagen und mit brutaler Gewalt in Transportkisten schleudern. Es handele sich um Mitarbeiter des „Impftrupps“, die auf vielen der rund 70 Mastelterntierfarmen des Konzerns arbeiteten und Tiere impfen, aber auch selektieren sollen. Sie würden dem Geflügel ohne vorherige Betäubung unter anderem durch Herumschleudern das Genick brechen. Außerdem würden Tiere im Oktober 2009 brutal für den Abtransport zum Schlachthof verladen: „Hühner wurden am Hals gepackt und mehrere Meter weit gegen Wände geworfen. Transportkisten, gefüllt mit Hühnern, wurden aus großer Höhe auf einen Lkw geworfen“, berichtete „Report“.

Tierarzt Rupert Ebner sagte dem Magazin: „Da wird den Tieren massiv Schaden zugefügt. Sie brechen sich die Knochen, werden dann in diesen Käfigen mit gebrochenen Knochen transportiert. Das ist absolut illegal und ganz eindeutig ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.“

Diese Einschätzung bestätigte dem Magazin die Amtsveterinärin Anja Eisenack: „Wir haben auf jeden Fall verschiedene Ordnungswidrigkeitentatbestände, vielleicht sogar Straftatbestände, so dass wir das nach intensiver Prüfung vielleicht sogar an die Staatsanwaltschaft abgeben. Es wird auf jeden Fall verfolgt“, sagte sie.

Das Unternehmen teilte dem Sender mit, sie werde neben eigenen Kontrollen der Elterntierfarmen und Kontrollen durch unabhängige Zertifizierungsfirmen umgehend zusätzliche unangemeldete Kontrollen durch den Tierschutzbeauftragten der PHW-Gruppe veranlassen.“ (AP)

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