Unternehmen – Möbelindustrie hofft nach Umsatzeinbruch auf Ende der Krise – DAPD
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Deutscher Möbelhandel Möbelindustrie hofft nach Umsatzeinbruch auf Ende der Krise

DAPD

13.01.2010

Köln (apn) Nach einem massiven Umsatzeinbruch 2009 erwartet die deutsche Möbelindustrie ein rasches Ende der Krise. „Ingesamt hoffen wir auf eine Beendigung der Krise im Jahr 2010 und sehen die Branche danach auf ihren alten Wachstumspfad zurückkehren“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Dirk-Uwe Klaas, am Mittwoch in Köln. Im vergangenen Jahr brach der Umsatz der Branche um rund 10 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro ein. Damit sei die Möbelindustrie auf das Niveau von 2006 zurückgeworfen worden, sagte Klaas.

Mit einem „blauen Auge“ davon kam dagegen nach Angaben des Bundesverbands des Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels (BVDM) der deutsche Möbelhandel. Er profitierte vom wachsenden Interesse der Kunden an billigen Möbelimporten und hielt die Umsätze fast stabil. Nach Einschätzung des Verbandes können sich die Verbraucher 2010 auf weitgehend gleichbleibende Preise einstellen. Doch lohne es sich, nach Rabatten Ausschau zu halten, sagte BVDM-Geschäftsführer Thomas Grotkopp.

Die deutschen Möbelhersteller gehen davon aus, dass nun das Schlimmste überstanden ist, wie Klaas betonte. Das laufende Jahr dürfte allerdings noch einmal nicht ganz einfach für die Branche werden. Je nachdem wie sich Arbeitsmarkt und Konsumlaune entwickelten, sei in diesem Jahr ebenso gut ein Umsatzplus von drei Prozent wie ein Umsatzminus in gleicher Höhe möglich, meinte Klaas.

Viele Neuheiten auf der „imm Cologne“

Neue Impulse erhofft sich die Branche von der Internationalen Möbelmesse „imm Cologne“ mit gut 1.000 Ausstellern aus 51 Ländern, die vom 19. bis 24. Januar in Köln stattfindet. Knapp ein Drittel der 100.000 ausgestellten Möbel seien Neuheiten.

Zu schaffen machten der Industrie im Krisenjahr laut VDM der Preisverfall bei Möbeln durch den harten Wettbewerb sowie der wachsende Anteil billiger Importmöbel. Das Wachstum der Einfuhren aus China sei mit einem Plus von zehn Prozent ungebremst. Wahrscheinlich habe das fernöstliche Land Polen im vergangenen Jahr bereits als größten Importeur verdrängt, betonte Klaas.

Der Möbelhandel trotzte denn auch im Gegensatz zu den Herstellern weitgehend der Wirtschaftskrise und musste bei einem Umsatz von 29,7 Milliarden Euro lediglich Einbußen von rund 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Die Erlöse würden sich 2010 auf ähnlichem Niveau bewegen, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels (BVDM), Thomas Grotkopp. (AP)

 
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