Gesellschaft - Aktuelle Nachrichten – Tipps für Spenden in Katastrophenfällen – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Gesellschaft

Haiti Hilfe Tipps für Spenden in Katastrophenfällen

DAPD

14.01.2010

Berlin (apn) Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat der „Spenden-TÜV“ Tipps für Bürger veröffentlicht, die den Opfern der Katastrophe helfen wollen. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) riet am Donnerstag in Berlin zum Misstrauen gegenüber Spendenaufrufen, „die sehr emotional geprägt sind, aber kaum sachliche Informationen über die konkrete Arbeit beinhalten“. Das Geld solle vielmehr an Organisationen mit ausgewiesener Kompetenz fließen.

Deshalb empfiehlt das DZI:

- Spender sollten sich vor ihrer Überweisung vergewissern, dass die Hilfsorganisation die nötige Kompetenz besitzt, um in den betroffenen Regionen wirksam und effizient Hilfe zu leisten. Die Organisation muss sich vor Ort auskennen, dort über gut funktionierende Kontakte verfügen und sich mit den Behörden und anderen Hilfsorganisationen gut abstimmen.

- Misstrauen ist angebracht bei Spendenaufrufen, die viele Emotionen wecken, aber wenig Informationen über die konkret geplanten Hilfsmaßnahmen bieten.

- Geldspenden können von den Hilfsorganisationen zumeist flexibler und effizienter eingesetzt werden als Sachspenden. Sachgüter sollten nur dann gespendet werden, wenn seriöse Organisationen gezielt um sie bitten.

- Soll eine Spende für einen ganz bestimmten Zweck bestimmt sein, so muss bei der Überweisung neben der richtigen Kontoverbindung unbedingt das vom jeweiligen Hilfswerk vorgegebene Stichwort als Verwendungszweck angegeben werden.

- Gerade bei so großen Katastrophen treten leider auch „Trittbrettfahrer“ mit Spendenaufrufen an die Öffentlichkeit. Sie verfügen nicht über die nötige Kompetenz, um wirksam und effizient helfen zu können. Oder ein Großteil der Spenden versickert in der Verwaltung oder dient der privaten Bereicherung.

Deshalb rät das Institut, auf jeden Fall die in Frage kommende Organisation zunächst auf Seriosität zu überprüfen – etwa durch Anfrage beim DZI. Dies gelte besonders für Spendenaufrufe im Internet. „Sogenannte Ketten-E-Mails haben in aller Regel einen unseriösen Hintergrund“, heißt es. (AP)

http://www.dzi.de/

 

Schlagworte

 
Anzeige
Anzeige
Anzeige