Lebensmittel - Aktuelle Nachrichten – Warnung vor zu viel Fruchtzucker in Fertiglebensmitteln – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Lebensmittel

Gesundheitliche Beschwerden Warnung vor zu viel Fruchtzucker in Fertiglebensmitteln

DAPD

20.01.2010

Bei 35 untersuchten Produkten fanden die Tester vier Proben, bei denen mit einer Portion mehr als 20 Gramm Fruktose aufgenommen worden seien. Weitere 14 Produkte enthielten zwischen 10 und 20 Gramm Fruchtzucker pro Portion. Foto: Daniel Roland/AP Foto
Bei 35 untersuchten Produkten fanden die Tester vier Proben, bei denen mit einer Portion mehr als 20 Gramm Fruktose aufgenommen worden seien. Weitere 14 Produkte enthielten zwischen 10 und 20 Gramm Fruchtzucker pro Portion.

Foto: Daniel Roland/AP Foto

Hamburg (apn) Viele Fertiglebensmittel enthalten nach Recherchen der Verbraucherzentrale Hamburg zu viel Fruchtzucker und können deswegen gesundheitliche Beschwerden verursachen. Zugleich sei es für Kunden schwierig, den Fruchtzuckergehalt zu erkennen, teilten die Verbraucherschützer am Mittwoch mit. Gerade empfindliche Menschen oder Übergewichtige sollten aber darauf achten, wie viel Fruchtzucker, Fruktose, sie zu sich nehmen.

Bei 35 untersuchten Produkten fanden die Tester vier Proben, bei denen mit einer Portion mehr als 20 Gramm Fruktose aufgenommen worden seien. Weitere 14 Produkte enthielten zwischen 10 und 20 Gramm Fruchtzucker pro Portion.

Eine genaue Grenze, ab wann man von einer bedenklichen Menge sprechen könnte, gibt es nach Angaben der Konsumentenschützer nicht. „Doch zu viel Fruchtzucker kann zu Stoffwechselstörungen und Übergewicht, bei empfindlichen Personen etwa 20 Prozent der Bevölkerung, sogar zu Unverträglichkeiten führen.“ Bauchkrämpfe oder Blähungen könnten auftreten.

Die Betroffenen wüssten häufig nicht, worauf die Beschwerden zurückzuführen seien. „Auch Ärzte tun sich mit einer korrekten Diagnosestellung oft schwer“, betonten die Tester. Zugleich sei es für Kunden schwierig, den Fruchtzuckergehalt von Produkten zu erkennen. Denn auch in fruchtlosen Produkten kann Fruktose enthalten sein.

„Klingt nach Frucht, Gesundheit und Natürlichkeit“

Als Beispiele nennt die Verbraucherzentrale Softdrinks oder Fitnessriegel, in denen die Fruktose etwa in Form von Maissirup, Glukose-Fruktose-Sirup oder Haushaltszucker, besteht zu 50 Prozent aus Fruktose, vorkommt. Auch der Name spiele eine gewisse Rolle: „Fruktose klingt nach Frucht, Gesundheit und Natürlichkeit.“ Doch darauf sollte man nicht hereinfallen, warnen die Experten.

Neue Studien hätten gezeigt, dass eine zu hohe Fruktose-Aufnahme die Gewichtszunahme begünstige. „Da Fruktose als billiger Rohstoff in Süßigkeiten, Getränken, Kinderlebensmitteln, Milchshakes oder Speiseeis vorkommt, findet man ihn immer häufiger auf der Zutatenliste“, erklären die Verbraucherschützer.

So mancher Hersteller wolle auch den Zuckergehalt seines Produktes auf der Verpackung besser aussehen lassen und tausche Haushaltszucker gegen Fruktose aus. „So sieht es gesünder aus“, erläutert Karin Riemann-Lorenz von der Hamburger Verbraucherzentrale. Daher fordert sie: „Fertiglebensmittel sollten mit einer Ampel gekennzeichnet werden, damit der Zuckergehalt auf den ersten Blick erkennbar ist.“ Zudem müsse die Allergenkennzeichnung auf Lebensmitteln um eine Mengendeklaration für Fruktose ergänzt werden.

http://www.vzhh.de (AP)

 
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