Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Jemen soll durch effektive Entwicklungsstrategie stabilisiert werden – David Stringer und Matt Lee
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Effiziente Terrorbekämpfung Jemen soll durch effektive Entwicklungsstrategie stabilisiert werden

David Stringer und Matt Lee

27.01.2010

US-Außenministerin Hillary Clinton, rechts, neben dem russischen Außenminister Sergey Lavrov, links, bei einer Pressekonferenz beim der internationalen Jemen-Konferenz in London. Foto: AP Photo/Lefteris Pitarakis, Pool
US-Außenministerin Hillary Clinton, rechts, neben dem russischen Außenminister Sergey Lavrov, links, bei einer Pressekonferenz beim der internationalen Jemen-Konferenz in London.

Foto: AP Photo/Lefteris Pitarakis, Pool

London (apn) Mit einer effektiven Entwicklungsstrategie will die Staatengemeinschaft die Terrorgefahr im und aus dem Jemen eindämmen. US-Außenministerin Hillary Clinton traf am Mittwoch zu einer internationalen Jemen-Konferenz in London ein, die nach dem verhinderten Terroranschlag von Weihnachten einberufen worden war. Auf dem Programm der zweistündigen Beratungen: Die Gründung der Organisation „Freunde des Jemens“, die dem geschwächten Staat bei wirtschaftlichen und politischen Reformen dauerhaft helfen soll.

Noch sei das Land zwischen Saudi-Arabien und dem Golf von Aden kein gefallener Staat, erklärte der britische Botschafter im Jemen, Tim Torlot, am Mittwoch. Aber der Jemen stehe auf der Kippe, deswegen sei die Stabilisierung jetzt so dringend. Die Befürchtung: Zunehmende Armut durch sinkende Öleinkommen dränge die Bevölkerung in die Arme radikaler Islamisten. Der vereitelte nigerianische Attentäter, der ein US-Passagierflugzeug vor Detroit in die Luft sprengen wollte, hatte Kontakt zu Al Kaida im Jemen.

Keine weitere Finanzspritze geplant

Neues Geld soll dennoch zunächst nicht in das Land fließen. Statt dessen sollen die „Freunde des Jemens“ der Regierung in Sanaa helfen, die 2006 auf einer Geberkonferenz bereitgestellten Mittel von fünf Milliarden Dollar so zu investieren, dass die Menschen Verbesserungen spüren. Der Großteil des Geldes ist noch nicht ausgegeben.

Clinton wollte nach Angaben von Gewährsleuten im US-Außenministerium auf Reformen der Regierung im Jemen dringen, um die richtige Verwendung der gespendeten Finanzmittel sicherzustellen. Außerdem müsse Sanaa einen Waffenstillstand mit einer schiitischen Rebellengruppe schließen. Washington befürchtet, dass der Kampf gegen die Hauthis Ressourcen vom Vorgehen gegen Al Kaida bindet.

Sanaa braucht Hubschrauber und logistische Unterstützung

Das jemenitische Außenministerium erklärte am Mittwoch, die Regierung brauche Hubschrauber und logistische Unterstützung. Die Einrichtung dauerhafter US-Stützpunkte im Land lehne der Jemen aber ab. Bei gemeinsamen Einsätzen jemenitischer und amerikanischer Truppen wurden in den vergangenen Wochen Dutzende Menschen getötet, darunter bis zu 15 Anführer von mit Al Kaida in Verbindung stehenden Terrorgruppen, wie Gewährsleute der Nachrichtenagentur AP sagten.

An der Londoner Konferenz nehmen Vertreter von Weltbank und Internationalem Währungsfonds, UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und neben Clinton weitere Außenminister teil. Deutschland wird vom Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer, vertreten.

Saudische Truppen haben Regierungsangaben zufolge unterdessen nach wochenlangen Kämpfen jemenitische Hauthi-Rebellen aus dem gemeinsamen Grenzgebiet vertrieben. Die heftigen Gefechte hätten 133 saudische Soldaten das Leben gekostet, und 1.500 Jemeniten seien festgenommen worden, teilte das Außenministerium in Riad am Mittwoch mit. Am Vortag hatten die Rebellen eine einseitige Waffenruhe verkündet. (AP)

 

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