Aktuelle Nachrichten – Geschichte
10.02.2010
Foto: AP Photo/IAA, HO
Jerusalem (apn) Die Entdeckung einer rund 1.500 Jahre alten Straße gibt neue Aufschlüsse über die Bedeutung Jerusalems in byzantinischer Zeit. Archäologen haben inzwischen einen etwa sechs Meter langen Abschnitt freigelegt, wie die israelische Behörde für Altertümer am Mittwoch mitteilte. Demnach wurde die Straße gut vier Meter unter der heutigen Erdoberfläche lokalisiert und führt von Westen her in die Stadt.
Dies stimmt überein mit einer historischen Landkarte Palästinas aus dem sechsten Jahrhundert, die sich in Mosaikform auf dem Boden der St. Georgskirche im jordanischen Madaba befindet. Grabungsleiter Ofer Sion hält dies für bedeutend, weil es die Darstellung des damaligen Jerusalems als kommerzielles Zentrum bestätigt. An dieser Straße habe sich damals das Geschäftsleben abgespielt, sagte Sion. Umso begeisterter seien die Archäologen deshalb, die gut erhaltenen Steine der Straße nun freigelegt zu haben.
Die antike Straße verläuft den Angaben zufolge genau unter einer heutigen Verkehrsader. Vom Westen kommend führt sie bis in die heutige Altstadt von Jerusalem und endet an einer riesigen Zisterne, die die Einwohner damals mit Wasser versorgte. Im Bereich der Straße wurden bei den Ausgrabungen auch Tongefäße und -scherben sowie Münzen und Bronzegewichte aus byzantinischer Zeit gefunden. Das freigelegte Segment soll nach seiner Restaurierung überdacht werden. (AP)
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