Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
11.02.2010
Frankfurt/Main (apn) Die Telefonkunden können in den nächsten Jahren wegen des harten Wettbewerbs mit weiter sinkenden Preisen rechnen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Managementberatung A.T.Kearney hervor. Für die Konzerne bedeutet das allerdings sinkende Umsätze im klassischen Telefon- und Handygeschäft. „Die rosigen Zeiten für die Telekombranche sind jetzt vorbei – es wird härter. Unternehmen müssen reagieren, wollen sie nicht ab 2012 in der Verlustzone sein“, erklärte Studienautor Hagen Götz Hastenteufel.
Die Umsätze beispielsweise im Mobilfunk dürften der Studie zufolge durch den massiven Preisdruck so schnell sinken, dass sie bis 2013 nurmehr die Kosten decken könnten. Weitere Kostensenkungen seien für die europäischen Telekom-Anbieter wegen der Einsparungen der vergangenen Jahre deutlich schwieriger. Deshalb seien nun strukturelle Veränderungen der Geschäftsmodelle notwendig.
Chancen für die Anbieter sieht A.T.Kearney vor allem im Breitbandgeschäft, also schnellem Internet per Festnetz und Mobilfunk, sowie in Konvergenzprodukten, zum Beispiel Fernsehen über DSL-Anschlüsse. Bei breitbandigen Anwendungen und Onlinediensten erwarten die Autoren der Studie eine Steigerung von derzeit 5 Prozent auf 22 Prozent Umsatzanteil bis 2013. Gerade in diesem Bereich wachse jedoch die Konkurrenz: Prominente Beispiele seien die „Quereinsteiger“ Google und Apple. (AP)
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