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Aktuelle Nachrichten – Gesellschaft

Stichwort: Rosenmontag

DAPD

14.02.2010

Foto: Herbert Pelikan/www.pixelio.de

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Frankfurt/Main (apn) Am Rosenmontag ziehen in rheinisch geprägten Gegenden Umzüge durch die Straßen, während im schwäbisch-alemannischen Raum maskierte Narren die Orte unsicher machen. Der erste organisierte Rosenmontagszug fand 1824 in Köln statt. Heute ziehen in den Karnevalsgegenden mehr oder weniger große Umzüge durch die Orte, die aus reich geschmückten Motivwagen mit politischen, sportlichen und anderen Anspielungen, aus bunt kostümierten Fußgruppen und Musikkapellen bestehen. Die größten Umzüge finden in den Karnevals- oder Fastnachtshochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz statt.

Im schwäbisch-alemannischen Raum regiert am Rosenmontag der sogenannte Narrensprung. Hierbei ziehen zum Teil furchterregend aussehende Gestalten durch die Straßen, bewegen sich zum Rhythmus des Narrenmarsches und erschrecken Passanten. Dabei produzieren sie mit Rollen, Schellen, Peitschen und anderen Geräten einen Höllenlärm. Am größten und bekanntesten ist der Rottweiler Narrensprung.

Zur Entstehung des Namens Rosenmontag gibt es verschiedene Theorien: Eine besagt, dass die Bezeichnung nichts mit den Blumen zu tun habe, sondern sich vom Verb „rasen“ ableite, was so viel heißt wie „lustig sein“, „toben“, „sich toll gebärden“.

Eine andere Erklärung bezieht sich auf die Fastnachtsreform des 19. Jahrhunderts: 1823 wurde in Köln das „Festordnende Komitee“ gegründet, das als Ziel hatte, den Karneval geordnet ablaufen zu lassen. Es hielt jeweils am Montag nach dem dritten Sonntag „Laetare“ seine Generalversammlung ab. Dieser Sonntag hieß seit dem 11. Jahrhundert auch Rosensonntag, weil der Papst an diesem Tag eine goldene Rose weihte und einer verdienten Persönlichkeit überreichte.

Das Komitee, das den Fastnachtsumzug am folgenden Montag organisierte, nannte sich daher einfach „Rosenmontagsgesellschaft“, wobei sich wahrscheinlich der Name zunächst auf den Umzug und schließlich auf den gesamten Tag übertrug.

In der Rheingegend ließ man früher am Abend des Rosenmontags die Fenster offen, damit sich die Engel etwas von den Mahlzeiten holen konnten. Man war der Überzeugung, dass die Fastenzeit im Himmel besonders streng eingehalten würde und wollte somit den Engeln Gelegenheit geben, sich noch einmal richtig satt zu essen. Besonders die Kinder warteten gespannt auf das Flügelrauschen. (AP)

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