Geschichte - Erkenntnisse und Fakten – Stichwort: Bombardierung Dresdens – DAPD
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Zweiter Weltkrieg Stichwort: Bombardierung Dresdens

DAPD

14.02.2010

Die Dresdner Frauenkirche fiel den Bomben zum Opfer, nach der Wende wurde die Kirche wieder aufgebaut und ist heute in ihrer vollen barocken Schönheit zu sehen. Foto: Daniel Voigt/www.pixelio.de
Die Dresdner Frauenkirche fiel den Bomben zum Opfer, nach der Wende wurde die Kirche wieder aufgebaut und ist heute in ihrer vollen barocken Schönheit zu sehen.

Foto: Daniel Voigt/Pixelio

Dresden (apn) Im Zweiten Weltkrieg blieb die als Elbflorenz gepriesene Stadt Dresden lange Zeit von Bombenangriffen verschont. Am 13. und 14. Februar 1945 – keine 100 Tage vor Ende des Krieges – wurde Dresden dann aber doch von britischen und amerikanischen Verbänden angegriffen und schwer zerstört.

Weite Teile der historischen Innenstadt, rund 15 Quadratkilometer, lagen in Schutt und Asche, auch die berühmte Frauenkirche fiel in sich zusammen. Sie wurde nach dem Mauerfall mit Hilfe von Spenden auch aus Großbritannien und den USA wieder aufgebaut und gilt heute als weltweites Zeichen der Versöhnung.

Bei den Angriffen kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben, darunter viele Flüchtlinge aus dem Osten, die sich zu dem Zeitpunkt in der Stadt aufhielten. Die Zahl ermittelte eine Historiker-Kommission. Die Experten waren 2004 von der Stadt mit der Untersuchung beauftragt worden – als Reaktion auf Spekulationen über die Opferzahlen und eine Instrumentalisierung durch Neonazis.

Die Historiker stützten sich auf Archivmaterial und Angaben von Zeitzeugen. Im Ergebnis ihrer Recherchen schlossen sie aus, dass unzählige Menschen rückstandlos im Feuersturm verbrannten oder angeblich Zehntausende tote Flüchtlinge gar nicht erfasst worden sein könnten. Die Bergung und Bestattung sei gemessen an der Situation in der schwer zerstörten Stadt „bemerkenswert geordnet“ verlaufen, hieß es.

Die Nationalsozialisten hatten kurz nach dem Bombardement zu Propagandazwecken im neutralen Ausland Opferzahlen von bis zu 200.000 verbreiten lassen. Auch 65 Jahre nach dem Bombardement versuchen Neonazis, die Trauer um die Toten für ihre Zwecke zu missbrauchen und sprechen von bis zu einer halben Million Toten. NPD-Anhänger sprachen mit Hinweis auf Dresden als erste von einem „Bomben-Holocaust“ und versuchten damit, die Zerstörung deutscher Städte gegen Ende des von Deutschland begonnenen Krieges mit der systematischen Vernichtung von Millionen Juden gleichzusetzen. (AP)

 

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