München - Der TÜV hält einen Unfall wie in Lathen auf der Transrapid-Neubaustrecke in München für «praktisch ausgeschlossen». Das Sicherheitskonzept entspreche den anerkannten Regeln der Technik, sagte Klaus Bosch, Geschäftsführer der TÜV-SÜD-Rail GmbH, am Dienstag in München. Die Bahn-Experten prüften das Sicherheitskonzept für die Magnetschwebebahn, die ab 2011 den Münchner Flughafen mit dem Hauptbahnhof verbinden soll.
«Für den Betrieb in München ist ein viel höherer Automatisierungsgrad als in Lathen vorgesehen», sagte Bosch. Das bedeutet insbesondere, dass Unfälle auf Grund menschlichen Versagens weitgehend ausgeschlossen seien. So könne der Betrieb des Zuges auch nicht versehentlich freigegeben werden, wenn sich auf der Strecke ein Werkstattwagen befinde. Die Leittechnik würde in diesem Falle den Start blockieren. Das mehrstufige Sicherheitskonzept sehe bei einem Brand vor, dass die Fahrt immer bis zur Endstation oder einem Evakuierungsplatz fortgesetzt werden könne.
Der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Joachim Herrmann, sagte, der tragische Unfall biete keinen Anlass, die Magnetbahn-Technik als solche in Frage zu stellen. Auto oder Eisenbahn-Technik sei gefährlicher. Eigentlicher Sinn der Münchner Strecke sei es, einer Spitzentechnologie aus Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen. Zur strittigen Finanzierung der Münchner Strecke sagte Herrmann, Bayern könne doch nicht seine eigene Verhandlungsposition über die Medien mitteilen. «Pokern sieht anders aus», sagte er.
(AP)
Schlagworte