Nürnberg (apn) Immer mehr Hersteller von Babynahrung und Schulmilch verzichten laut einer Greenpeace-Umfrage auf Milch von Kühen, die mit Gen-Pflanzen gefüttert werden. Wie die Umweltorganisation am Donnerstag in Nürnberg berichtete, tun sich unter den großen Produzenten vor allem Hipp und Humana hervor. Milchkühe fressen demnach neben Gras und Heu auch Kraftfutter, das oft Sojaschrot enthält. Etwa 70 Prozent des weltweiten Sojaernte seien gentechnisch verändert.
„Verbraucher lehnen Gentechnik auf dem Acker und im Essen ab“, sagte Alexander Hissting, Gentechnik-Experte bei Greenpeace. „Das gilt auch für Eltern, die für ihre Kinder Milchprodukte kaufen. Danach sollten sich die Hersteller richten.“ Die Forschung sehe derzeit zwar keine Risiken für Verbraucher, die Milch von Kühen trinken, die Gen-Pflanzen gefressen haben. Die Freisetzung von Gentechnik gefährdet nach Ansicht der Organisation aber die Umwelt und die langfristige Sicherung der Ernährung.
Das Ergebnis der Umfrage unter Herstellern von Babymilchnahrung und Schulmilch findet sich laut Greenpeace in dem neuen Einkaufsratgeber „Milch für Kinder“. Die Broschüre kann telefonisch unter 040-30618-120 oder im Internet bestellt werden.
(AP)
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