Aktuelle Nachrichten – Sport
19.02.2010
Vancouver (apn) Die von Dopingvorwürfen belastete deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein darf definitiv nicht bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver starten. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) wies am Donnerstag einen entsprechenden Antrag Pechsteins ab. Ende November hatte das Gericht in Lausanne eine zweijährige Sperre wegen Blutdopings gegen die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin bestätigt. Sie ist deswegen bis Februar 2011 wegen Dopings gesperrt.
Der CAS sei für eine Beschwerde Pechsteins gegen das Nationale Olympische Komitee in Deutschland und gegen das Internationale Olympische Komitee nicht zuständig, hieß es am Donnerstag zur Begründung. Die Eisschnellläuferin wollte in der zweiten Woche der Olympischen Spiele an den Start gehen.
Bei Blutproben während der Mehrkampf-Weltmeisterschaft im Februar vergangenen Jahres in Norwegen wurden bei Pechstein zwar keine verbotenen Doping-Substanzen, aber ungewöhnliche Retikulozyt-Werte festgestellt – das sind junge rote Blutkörperchen aus dem Knochenmark. Die Internationale Eislaufunion (ISU) verhängte daraufhin eine zweijährige Sperre gegen Pechstein. In dem Beschluss zur Beschwerde Pechsteins erklärte der CAS, als Ursache für die Retikulozyt-Befunde der Athletin komme nur die „illegale Manipulation ihres eigenen Blutes“ in Betracht.
Mit insgesamt neun olympischen Medaillen – davon fünf goldene – und sechs Siegen bei Weltmeisterschaften ist Pechstein die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin. Ihr erster großer Erfolg war 1994 die Goldmedaille im 5.000-Meter-Lauf in Lillehammer. (AP)
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