Bischkek (apn) Aktivisten und Oppositionspolitiker in Kirgistan haben der Regierung vorgeworfen, den US-Sender Radio Free Europe/Radio Liberty zu sabotieren. Mehrere Dutzend Menschen protestierten am Montag in der Hauptstadt Bischkek gegen den Ausfall des Radio- und Fernsehprogramms, das seit Mitte vergangener Woche in weiten Teilen des Landes nicht zu empfangen ist. Zuvor hatten mehrere lokale Partner ihre Verträge mit dem als Radio Asattik bekannten Sender nicht verlängert.
Ein Reporter von Radio Asattik, Bektasch Schamschijew, sagte, die Lokalsender seien unter Druck gesetzt worden. Ihnen sei mit dem Entzug ihrer Lizenz gedroht worden, falls sie die Verträge verlängerten. Ein Sprecher von Präsident Kurmanbek Bakijew erklärte hingegen, die Regierung habe nichts mit den Problemen des Senders zu tun. (AP)