Unternehmen – Toom-Baumärkte haben ehrgeizige Wachstumspläne – DAPD
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Sechstgrößte Baumarktkette Toom-Baumärkte haben ehrgeizige Wachstumspläne

DAPD

16.03.2010

Köln (apn) Deutschlands sechstgrößte Baumarktkette, die Rewe-Tochter Toom, hat ehrgeizige Wachstumspläne. „Perspektivisch wollen wir die Nummer drei oder die Nummer zwei werden“, sagte Geschäftsführer Stefan Magel am Dienstag der Nachrichtenagentur DAPD. Der Manager rechnet in den nächsten Jahren mit einer spürbaren Marktbereinigung.

Im vergangenen Jahr steigerte Toom die Umsätze in seinen 380 Märkten um rund 1,9 Prozent und entwickelte sich damit Magel zufolge deutlich besser als die Branche. Auch im laufenden Jahr rechnet die Kette mit einem Umsatzplus von zwei Prozent. Doch kämpft das Unternehmen nach wie vor mit roten Zahlen. Denn die noch immer nicht abgeschlossene Integration der 2007 übernommenen 133 Marktkauf-Baumärkte verursacht hohe Kosten.

Weitere Zukäufe plant der Konzern zurzeit nicht. „Wir wollen organisch wachsen“, sagte Magel. So gebe es einen Investitionsstau bei den bisherigen Marktkauf-Standorten. Mit einer Modernisierung der Flächen ließen sich hier deutliche Umsatzzuwächse erzielen. Außerdem will Toom auch in diesem Jahr neue Märkte eröffnen.

Zurück zum „klassischen Baumarkt“

Die Baumarktkette kämpft allerdings noch mit Altlasten der Vergangenheit. Vor einigen Jahren hatte das Unternehmen versucht, mit dem sogenannten Wow-Konzept insbesondere Frauen als Kunden zu gewinnen. Dabei präsentierte das Unternehmen auf den Verkaufsflächen verstärkt Accessoires, Geschenkartikel und Schöner-Wohnen-Artikel.

Doch auch wenn es gelang, bei den Frauen zu punkten, vergrätzte das Unternehmen mit der Neuausrichtung gleichzeitig die für Baumärkte wichtigste Kundengruppe, die passionierten Heimwerker. „Die Nische funktioniert, aber sie ist zu klein, um mit 380 Märkten in Deutschland bestehen zu können“, sagte Magel im Rückblick.

Durch die Rückwendung zum „klassischen Baumarkt“ hofft das Unternehmen, auch einen seiner größten Schwachpunkte ausmerzen zu können: die geringe Flächenproduktivität. Hier rangiert Toom bislang nur im unteren Drittel der Wettbewerber, wie Magel einräumt. Das Wow-Konzept habe sehr stark mit großzügigen Präsentationsflächen gearbeitet. „Genau diese Dinge sind wir am Zurückdrehen. Wir werden unsere Flächen wieder produktiver machen, wieder mehr Masse zeigen und auf dem Weg auch den klassischen Heimwerker wieder mehr ansprechen“, meinte der Manager.

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns stieg im vergangenen Jahr nach Angaben Magels leicht auf rund 14.500. Tendenziell werde der Konzern wegen der geplanten neuen Märkte auch in Zukunft eher mehr Mitarbeiter benötigen, sagte der Manager. (AP)

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