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Schon früher Unfälle auf Transrapid-Strecke im Emsland

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13.10.2006

Hannover - Auf der Transrapid-Teststrecke im Emsland hat es bereits vor dem Unglück mit 23 Toten zwei Unfälle gegeben. Bei Nebel prallten im Dezember 2004 auf der Versuchsanlage in Lathen zwei Wartungsfahrzeuge aufeinander, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag in Hannover mitteilte und damit einen Zeitungsbericht bestätigte. Es habe sich um einen leichten Zwischenfall gehandelt, der Sachschaden habe bei etwa 100.000 Euro gelegen. Im Januar 2005 habe sich erneut ein Vorfall mit geringem Sachschaden ereignet. Personen seien bei beiden Vorkommnissen nicht zu Schaden gekommen.

Ein Sprecher von Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) wies Vorwürfe zurück, die ihm unterstellte Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr habe die Vorkommnisse unterschätzt und nicht die entsprechenden Konsequenzen gezogen: «Weil es sich um einen relativ kleinen Unfall gehandelt hat, haben wir das nicht bekannt gemacht», betonte der Sprecher.

Die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» hatte berichte, schon damals seien bei Mitarbeitern Fragen aufgekommen, ob die Vorfälle nicht mit technischen Sicherungen hätte vermieden werden können. Auch beim Unglück auf der Teststrecke am 22. September waren die Wartungsfahrzeuge verwickelt. Ein mit Personen besetzter Transrapid war mit etwa 170 Stundenkilometern auf ein auf der Strecke abgestelltes Fahrzeug geprallt. Die Staatsanwaltschaft geht nach bisherigen Ermittlungen von menschlichem Versagen aus.

Nach Darstellung des Wirtschaftsministeriums war in den frühen Morgenstunden des 10. Dezember 2004 ein radgetriebenes Wartungsfahrzeug auf Grund von Glatteis nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen. Es sei deshalb mit 20 Stundenkilometern auf ein anderes Fahrzeug geprallt. Wenige Wochen später sei bei einem anderen Wartungsfahrzeug fehlerhafterweise eine Vorrichtung heruntergeklappt und dann gegen eine der Stelzen der Transrapid-Bahn gestoßen. Die Vorfälle seien ordnungsgemäß an die zuständige Landesbehörde gemeldet worden, betonte das Wirtschaftsministerium. Danach sei das Sicherheitskonzept des Transrapids weiterentwickelt worden.

(AP)

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