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Nazis-Raus Friedlicher Protest gegen „Pro Deutschland“

DAPD

17.07.2010

Vor dem Rathaus Schöneberg in Berlin kamen am Samstag nach Angaben der Veranstalter bis zu 2.000 Menschen zusammen. Sie hielten die „Pro Deutschland“-Vertreter zeitweise davon ab, das Gebäude zu betreten. Foto: Berthold Stadtler/AP Photo
Vor dem Rathaus Schöneberg in Berlin kamen am Samstag nach Angaben der Veranstalter bis zu 2.000 Menschen zusammen. Sie hielten die „Pro Deutschland“-Vertreter zeitweise davon ab, das Gebäude zu betreten.

Foto: Berthold Stadtler/AP Photo

Berlin (apn) Weitgehend friedlich hat ein breites Bündnis gegen einen Parteitag der als rechtspopulistisch und islamkritisch geltenden Gruppierung „Pro Deutschland“ demonstriert. Vor dem Rathaus Schöneberg in Berlin kamen am Samstag nach Angaben der Veranstalter bis zu 2.000 Menschen zusammen. Sie hielten die „Pro Deutschland“-Vertreter zeitweise davon ab, das Gebäude zu betreten. Vorübergehend kam es zu Sitzblockaden einiger Demonstranten. Sie protestierten zudem mit Pfiffen, Rasseln, Trommeln und „Nazis-Raus“-Rufen.

Bündnis-Sprecher Dirk Stegemann von der linken „Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschisten“, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf. Dennoch kritisierte er den Polizeieinsatz von etwa 400 Beamten als überzogen. Einige Demonstranten seien mit Pfefferspray besprüht worden. „Von unser Seite geht keine Gewalt aus“, erklärte er. Beim Blockieren der Rathauseingänge kam es jedoch durchaus zu etwas Gerangel.

Das Bündnis, darunter Jusos, Linke, Grüne sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), ging davon aus, dass unter den „Pro-Deutschland“-Mitgliedern auch „angeblich geläuterte Nazis“ sind.

„Pro-Deutschland“ hatte mit 150 bis 200 Teilnehmer bei dem Parteitag gerechnet. Die Organisation wurde 2005 von den Mitgliedern des Vereins „Pro Köln“ gegründet, der bundesweit durch rechtspopulistische und Anti-Islam-Kampagnen, unter anderem gegen einen Moscheebau, bekannt wurde.

Wie eine Polizeisprecherin erklärte, wurden zwei Demonstranten wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot vorübergehend in Gewahrsam genommen. Zwei Polizisten seien leicht verletzt worden, hätten aber weiter ihren Dienst versehen können. (AP)

 
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