Hannover - Vier Wochen nach dem Transrapidunglück mit 23 Toten hat der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche eine Sonderprüfung der Aufsichtsbehörde für die Teststrecke angeordnet. Wie das Wirtschaftsministerium in Hannover am Mittwoch mitteilte, soll der Landesrechnungshof alle mit dem Transrapid zusammenhängenden Handlungen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr untersuchen.
Zu der Sonderprüfung habe ihn «die offenbar unzureichende Informationspolitik» der Behörde bewogen, erklärte der FDP-Politiker. Nach einen ersten von der Landesbehörde selbst erstellten Bericht habe es «in den vergangenen Jahren weitere kleinere Vorfälle an der Versuchsstrecke gegeben». Die Vorfälle wie der Verlust eines Dichtungsgummis, Schäden an der Außenverkleidung eines Zuges oder das Aufspringen einer Tür während der Fahrt stünden zwar zu dem Transrapid-Unglück in keinem Zusammenhang. Sie gäben aber Anlass, das Informations-, Meldungs- und Kontrollverfahren der Behörde gründlich zu überprüfen.
Nach Angaben des Ministeriums soll der Landesrechnungshof die Bearbeitung von Vorgängen zur Teststrecke, deren Dokumentation, die Kommunikation mit dem Ministerium und die von der Behörde gezogenen Konsequenzen aus meldepflichtigen Vorgängen auf der Teststrecke unter die Lupe nehmen. Die Rechnungsprüfer hätten eine zeitnahe Prüfung bereits zugesagt und wollten die Ergebnisse zeitgleich dem Wirtschaftsministerium und den vier niedersächsischen Landtagsfraktionen vorlegen, hieß es.
(AP)
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