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Im Tunnel evakuiert 600 Passagiere saßen dreieinhalb Stunden fest

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04.10.2010

Die Passagiere des ICE Hamburg-München stiegen im Tunnel in einen Ersatzzug um. Nach ersten Erkenntnissen war ein Mann kurz vor der Tunneleinfahrt auf die Gleise gesprungen. Er wurde vom Zug erfasst und getötet. Foto: Tim Schamberger/dapd Photo
Die Passagiere des ICE Hamburg-München stiegen im Tunnel in einen Ersatzzug um. Nach ersten Erkenntnissen war ein Mann kurz vor der Tunneleinfahrt auf die Gleise gesprungen. Er wurde vom Zug erfasst und getötet.

Foto: Tim Schamberger/dapd Photo

Leinach – Dreieinhalb Stunden mussten 600 Passagiere eines ICE am Montag in einem Tunnel bei Leinach im Kreis Würzburg ausharren. Grund war eine Notbremsung, die der Zug gegen 9.25 Uhr unmittelbar vor dem knapp zwei Kilometer langen Neubergtunnel einlegen musste, wie Polizei und Deutsche Bahn mitteilten. Die Passagiere des ICE Hamburg-München stiegen im Tunnel in einen Ersatzzug um. Nach ersten Erkenntnissen war ein Mann kurz vor der Tunneleinfahrt auf die Gleise gesprungen. Er wurde vom Zug erfasst und getötet. Der Lokführer stehe "extrem unter Schock", sagte ein Polizeisprecher. Unter den Reisenden wurde niemand verletzt, eine chronisch kranke Person musste nach Angaben des Rettungsdienstes aus dem Tunnel gebracht werden. Die Evakuierung war nach Auskunft eines Bahnsprechers um 13.00 Uhr beendet. Wegen der Ermittlungen und der Überprüfung des Zugs blieb die Strecke aber zunächst gesperrt. Sie sollte im Laufe des Nachmittags wieder komplett freigegeben werden. Bis dahin wurden die Züge über umgeleitet. Dabei kam es den Angaben nach zu Verspätungen von 15 bis 20 Minuten. (dapd)

 

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