Umwelt – Wesentlich mehr Atommüll durch längere AKW-Laufzeiten – DAPD
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Bundesamt für Strahlenschutz Wesentlich mehr Atommüll durch längere AKW-Laufzeiten

DAPD

06.09.2010

 Bislang werden die abgebrannten Brennstäbe aus Kernkraftwerken in Lagerhallen an den AKW-Standorten oder in den zentralen Zwischenlagern Gorleben, Ahaus und Lubmin aufbewahrt. Foto: Bertold Stadtler/AP Photo
Bislang werden die abgebrannten Brennstäbe aus Kernkraftwerken in Lagerhallen an den AKW-Standorten oder in den zentralen Zwischenlagern Gorleben, Ahaus und Lubmin aufbewahrt.

Foto: Bertold Stadtler/AP Photo

Salzgitter (dapd). Die von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung der AKW-Laufzeiten vergrößert die Menge hochradioaktiver Abfälle erheblich. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz am Montag mitteilte, fallen bei der angekündigten Laufzeitverlängerung von durchschnittlich zwölf Jahren bis zum Ende der Atomkraftnutzung rund 21 600 Tonnen an Wärme entwickelndem Müll an. Unter den bisherigen Vorgaben hatte die Behörde bis 2040 etwa 17 200 Tonnen hochradioaktive Abfälle prognostiziert.

Für diese Art von Atommüll, der hunderttausende Jahre sicher verwahrt werden muss, gibt es bislang kein Endlager. Die Bundesregierung will aber den Salzstock Gorleben weiter erkunden und bei einer Eignung zum Endlager für hochradioaktive Abfälle ausbauen. Bislang werden die abgebrannten Brennstäbe aus Kernkraftwerken in Lagerhallen an den AKW-Standorten oder in den zentralen Zwischenlagern Gorleben, Ahaus und Lubmin aufbewahrt.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen bekräftigte am Montag seine Haltung zur Erkundung des möglichen Endlagers Gorleben. Er habe das Moratorium aufgehoben, weil er der Auffassung sei, dass es Aufgabe der Politik sei, "ein Problem zu lösen, und nicht ein Problem zu erhalten." Er fügte hinzu: "Ich finde, wir stehen ind er Pflicht, fair, offen, wissenschaftlich überprüfbar zu ermitteln, ob Gorleben geeignet ist oder nicht." Moratorium sei für ihn ein "freundlicher Begriff" für "Verantwortungsverweigerung" gewesen. Er stellte jedoch klar, dass mit der weiteren Erkundung keine Vorentscheidung getroffen worden sei. Die Erkundung des Salzstocks Gorleben soll zum 1. Oktober wieder aufgenommen werden. (AP)

 
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