Aktuelle Nachrichten – Europa
06.11.2007
Zürich – Seit dem In-Kraft-Treten der Mitführbeschränkung von Flüssigkeiten im Handgepäck vor einem Jahr sind an Schweizer Flughäfen rund 640 Tonnen Flüssigkeiten konfisziert und vernichtet worden. Die Umsetzung der neuen EU-Regelung verursachte Kosten von etwa 15 Millionen Franken, wie die Swiss International Airports Association (SIAA) am Dienstag mitteilte. Grosse Flughäfen wie Zürich oder Genf konfiszierten täglich rund eine Tonne beziehungsweise 520 Kilogramm Flüssigkeiten. Der Flughafen Bern-Belp mit seinen rund 117.000 Passagieren im Jahr müsse ungefähr zweieinhalb Kilogramm Flüssigkeiten pro Tag abnehmen. Die Weitergabe dieser Güter an karitative Organisationen ist laut SIAA aus zoll- und haftungsrechtlichen Gründen nicht möglich. Seit dem 6. November 2006 sind im Handgepäck nur noch Flüssigkeiten in Behältern von maximal 100 Millilitern erlaubt, die in einem durchsichtigen und verschliessbaren 1-Liter-Plastikbeutel Platz finden. Bei den Sicherheitskontrollen werden diese Behälter dann separat durchleuchtet. Der Nutzen dieser Sicherheitsregelung der Europäischen Union (EU) ist umstritten, der organisatorische Aufwand und die damit verbundenen Kosten sind hoch. Die SIAA hält fest, dass sie nach wie vor an einer kritischen Prüfung des Nutzens der bestehenden Regelung durch die Europäische Kommission interessiert sei. (AP)
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