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17.02.2011
Foto: AP Photo/Ariel Schalit
Seismische Geräte, Apparate zur Reinigung des Umfeldes und eine Technik, die in der Lage ist, die molekulare Struktur von Organismen umzuwandeln: Betritt man die Welt des Pier Luigi Ighina, begegnet man einer Wissenschaft, die kaum Verbreitung fand und in der Mystik und Wirklichkeit auf eine Art und Weise miteinander verwoben sind, die sowohl bezaubernd als auch zermürbend ist.
Es ist unmöglich, über diesen ungewöhnlichen Erfinder zu sprechen, ohne seinen Lehrer und Kollegen, den gefeierten Guglielmo Marconi, zu nennen, bekannt geworden durch die Entwicklung des Radios, aber auch durch viele andere kuriose Innovationen. Ighina arbeitete mit Marconi bis zu dessen Tod im Jahr 1937 zusammen und trat später als „Eingeweihter" das wissenschaftliche Erbe seines Lehrers an und setzte dessen Studien fort.
Obwohl Ighina niemals etwas erfand, das so bekannt wurde wie das Radio, brachte sein Talent Maschinen mit weitaus erstaunlicheren Fähigkeiten hervor, die sich kaum jemand vorstellen konnte und noch weniger glauben, dass derartige Dinge überhaupt möglich sind.
Magnetische Magie
Seine Studien der magnetischen Felder brachten Ighina im Laufe seines Lebens eine Vielzahl von Erfindungen ein, die auf Schwingungen von Atomen basierten (genauer auf der Variation der Frequenzen der nuklearen magnetischen Schwingung von spezifischer organischer Materie und ihrer typischen Frequenz). Außerdem arbeitete er mit der Interaktion von Magnetfeldern zwischen der Sonne und der Erde und verwendete deren Energie mit Hilfe von Resonatoren nutzbringend zur Regeneration kranker Zellen. Mit dieser Energie ist es laut Ighina möglich, alle Krankheiten zu heilen, Metalle in bestimmter Entfernung zu schmelzen, Elektrizität zu produzieren, Strahlungen zu neutralisieren, unterirdisches Öl und Wasser zu finden, landwirtschaftliche Erträge zu steigern usw.
Zu Ighinas zahlreichen Erfindungen, die diese Energieform nutzten, zählt ein auch Bett mit passivem Resonator, ein Erdbeben-Neutralisierer und ein seltsames Gerät mit dem Namen „Elios", das Nahrung auf atomarer Ebene innerhalb seines Wirkungsbereiches (sogar bei radioaktiver Belastung) reinigen kann.
Aber vielleicht hat keine dieser faszinierenden Entwicklungen ihm so viel Freude bereitet, wie sein magnetischer Wolkenbrecher. Er war entzückt von dessen Fähigkeit, an wolkigen Tagen neugierige Zuschauer zum Staunen zu bringen.
1998 besuchte der international bekannte Journalist Maurizio Costanzo Ighina wegen eines Interviews und sah einen seltsamen Propeller, der sich in der Nähe seines Hauses in Imola, Italien, drehte. Costanzo beschreibt, wie sich in den Wolken langsam ein Loch bildete und innerhalb von Minuten sich die Wolkendecke über dem Propeller der Länge nach spaltete. Bei einem anderen Interview gestand Ighina ein, dass das „Klatschen und die Bravorufe" von Kindern, die der magischen Öffnung der Wolkendecke zusahen, die größte Genugtuung in seinem ganzen Leben war.
Jener Wolkenbrecher - der mit Wilhelm Reichs Cloudbuster verglichen werden kann - war sicher eine großartige Leistung. Dennoch scheint die Krone von Ighinas Entdeckungen etwas zu sein, das die Wissenschaft niemals zuvor in Betracht gezogen hatte - ein unscheinbarer aber fundamentaler Partikel, den er „das magnetische Atom" nannte.
Von Aprikosen zu Äpfeln
Über vier Jahre seiner Forschungstätigkeit investierte Ighina alle seine Kräfte in die Klassifizierung der nuklearen magnetischen Schwingungen von Atomen verschiedener Materie, die er in der Natur vorfand. Während er das Ausmaß, mit dem diese kleinen Partikel Licht absorbieren, beobachtete, kam Ighina zu der Überzeugung, dass den Wissenschaftlern ein großer Fehler bei der Konzeption der fundamentalen Struktur von Atomen unterlaufen war. Er beteuerte, dass es unmöglich sei, einen Partikel, der sich fortwährend in Bewegung befindet, zu studieren, ohne ein falsches Ergebnis zu erhalten.
Daher erfand Ighina einen Mechanismus, mit dessen Hilfe er jedes gewünschte Atom isolieren konnte. Die Atomfalle bestand aus mehreren Schichten von Materialien mit abnehmender Absorptionsrate. Während dieser Untersuchungen (für die er ein Mikroskop nach eigenen Plänen mit 1,6 ,milliardenfacher Vergrößerung entwickelte), entdeckte Ighina das magnetische Atom - einen extrem energiereichen Partikel - der überall in der organischen Materie vorkommt.
Nach Jahren anstrengender Arbeit im Labor erkundete Ighina die grundlegendste Eigenschaft der Materie - Atome oszillieren nicht, sondern pulsieren. Diese Offenbarung führte zu einer seiner eher kuriosen, brillianten Erfindungen - dem magnetischen Feldoszillator. Der Wissenschaftler fand heraus, dass eine Änderung der Schwingung einer Gruppe von Partikeln zur Umwandlung des Materials selbst führt.
Was darauf folgte, war eine Reihe phantastischer Experimente, bei denen der Feld-Oszillator eine wesentliche Rolle spielte. Bei einer Gelegenheit baute Ighina seinen Apparat vor einem Aprikosenbaum auf. Er änderte die atomare Schwingung so, dass sie langsam den Wert eines Apfelbaums annahm. (Beide Werte hatte er vorher bei Experimenten bestimmen können). Nach 16 Tagen stellte er fest, dass der Aprikosenbaum vollständig zu einem Apfelbaum mutiert war.
Nach diesem Experiment riskierte Ighina, seine Erfindung auf Tiere auszuweiten. Er änderte den Schwingungszustand eines Rattenschwanzes und wandelte ihn innerhalb von vier Tagen in den Schwanz einer Katze um. Obwohl die Ratte nach dieser Behandlung starb, war dies die Grundlage für ein weiteres noch aufschlussreicheres Experiment: Nachdem er durch Untersuchungen die Schwingungen des gesunden Knochens eines Hasen bestimmt hatte, behandelte er die Atome der gebrochenen Läufe eines anderen Hasen und heilte diese in Rekordzeit.
So stellte Ighina fest, dass die Heilung kranker Zellen jeglicher Art (einschließlich Krebszellen) einfach durch eine Änderung ihres Schwingungsindexes, sofern dieser korrekt berechnet wird, möglich ist.
Kurz gesagt, hatte Ighina eine Maschine entwickelt, die Wunder bewirken konnte. Er wurde jedoch trotz seiner langen Liste von Erfindungen und der mystischen Anekdoten in den akademischen Kreisen nie als wirklicher Wissenschaftler anerkannt. Vielmehr wurde er für seine kühne Arbeit ignoriert oder belächelt.
Aber einige seiner Kollegen erkannten sein Genie. „Der Umstand, dass an etwas nicht geglaubt wird, entsteht durch die Tatsache, dass es nicht die nötigen Hilfsmittel gibt, um es zu verstehen", bemerkte einmal Guiliano Preparata und verteidigte dadurch Ighinas Arbeit.
Obwohl Ighinas Erfindungen keine Anerkennung in der wissenschaftlichen Welt fanden, würdigten ihn befreundete Wissenschaftler als großen Pionier und bezeichneten sein Werk als Beitrag zum italienischen Erbe. Heute gibt es nicht nur Stiftungen, Straßen und Konferenzen, die seinen Namen ehren, auch das Interesse an seinem Gesamtwerk ist größer geworden.
Ighina verließ diese Welt am 8. Januar 2004 und nahm sein bedeutendes, aber leider missverstandenes Vermächtnis mit sich, ein Vermächtnis, in dem Wissenschaft und Magie miteinander zu verschmelzen scheinen. Er hinterließ eine Fülle mysteriöser Ideen und unverständlicher Artefakte, die sicher die Grundlage für weitere Forschungen in der Zukunft bilden werden.
Artikel auf Englisch: The Strange Inventions of Pier L. Ighina
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