Harmonie und Balance im Alltag – Testosteron beugt Kopfschmerzen vor – DAPD
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Testosteron beugt Kopfschmerzen vor

DAPD

30.01.2007

Manche Kopfschmerzen fühlen sich an, als wenn ein Falke auf dem Kopf landet: Krallen, Druck, ein mulmiges, ungutes Gefühl und Anspannung bis zum Äußersten.   Foto: AP Photo/ Winfried Rothermel
Manche Kopfschmerzen fühlen sich an, als wenn ein Falke auf dem Kopf landet: Krallen, Druck, ein mulmiges, ungutes Gefühl und Anspannung bis zum Äußersten.

Foto: AP Photo/ Winfried Rothermel

Hamburg – Das Sexualhormon Testosteron kann Männer offenbar vor Kopfschmerzen schützen. Frauen leiden drei Mal häufiger unter Migräne und auch öfter unter Spannungskopfschmerzen, wie der Kieler Professor Hartmut Göbel der Zeitschrift „Vital“ sagte. „Das männliche Sexualhormon Testosteron scheint die Schmerzempfindlichkeit zu verringern“, sagte Göbel. „Dagegen blockieren Östrogene offenbar die Mechanismen, die den Schmerz hemmen und lassen ihn so ansteigen.“

Göbel nennt laut der Zeitschrift fünf Gegenmaßnahmen gegen Kopfschmerzen: So hilft regelmäßige Bewegung bei der Vorbeugung, besonders Sportarten, die die Muskelverspannung lindern, wie Chi Gong, Yoga oder Stretching. Wichtig ist auch ein Stundenplan gegen Stress: „Ein selbst bestimmter Tagesablauf mit ausreichend Pausen ist gerade für Frauen eine entscheidende Maßnahme, um Kopfschmerzen vorzubeugen“, wird Göbel zitiert. Ein weiterer Teil des Programms ist die Muskelentspannung. Besonders leicht erlernbar und effektiv ist das Muskelrelaxationstraining nach Jacobson.

Auch die richtige Ernährung ist wichtig. Verzichten sollte man auf Süßstoffe, Geschmacksverstärker und nitrithaltige Nahrungsmittel wie Wurst, da sie Auslöser für Kopfschmerzen sein können. Wichtig ist daher eine kohlenhydrathaltige Küche mit viel Obst und Gemüse und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von mindestens zwei bis drei Litern Wasser täglich. Im Notfall sollte man zudem nicht auf Kopfschmerztabletten verzichten. „Schmerzmittel schützen das Nervensystem im Akutfall vor einer übermäßigen Schmerzstimulation und Stress“, erklärte Göbel. (AP)

 

 
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