Aktuelle Nachrichten – Deutschland
26.01.2012
Foto: Michael Gottschalk/dapd
Nach der Pleite von Schlecker muss nun auch das Tochterunernehmen IhrPlatz Insolvenz anmelden. Die Zahl der gefährdeten steigt somit auf insgesamt rund 36.000. Der vorläufige Insolvenzverwalter von Schlecker, Arndt Geiwitz, kündigte an, beide Unternehmen sollten jetzt gemeinsam saniert werden.
Doch gab es auch erste Fortschritte bei den Rettungsbemühungen für die Schlecker. Der vorläufige Insolvenzverwalter einigte sich am Mittwochabend mit Markant, dem wichtigsten Warenlieferanten, über eine Fortsetzung der Belieferung der Schlecker-Läden in Deutschland. Damit könne der "Regelbetrieb" bei Schlecker wieder anlaufen, teilte das Unternehmen mit. Warenbestellungen, Lieferungen und Abrechnungen für die Schlecker-Märkte in Deutschland seien wieder sichergestellt.
Für die Schlecker-Tochter IhrPlatz ist es bereits die zweite Firmenpleite. Das Unternehmen, das derzeit mit 5.800 Mitarbeitern rund 670 Filialen betreibt, hatte schon 2005 den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen. Waren die Probleme damals hausgemacht, so wurde dem Osnabrücker Unternehmen nun offenbar seine enge Verflechtung mit dem Mutterkonzern zum Verhängnis. IhrPlatz befinde sich "in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu Schlecker", begründete Geiwitz den Insolvenzantrag.
(dapd)
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