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Frankfurt/Main – Die Zeit im Weltraum hat dem Astronauten Thomas Reiter die Probleme der globalen Erwärmung bewusst gemacht: „Aus dem Raumschiff sieht man die Atmosphäre als ganz dünne, zwar wunderschöne, aber doch zerbrechlich anmutende Schicht“, erklärte er in einem am Freitag vorab veröffentlichten Interview im Magazin der „Frankfurter Rundschau“. Aus der Luft könne man auch die Schneisen im Regenwald, die Rauchwolken der Brandrodungen und die schmelzenden Gletscher sehen, erklärte der Astronaut, der sechs Monate auf der Raumstation ISS gearbeitet hat. „Man kann dann nur hoffen, dass die Menschheit sich doch noch rechtzeitig besinnt, um diese Entwicklung zu stoppen“, sagte er. Er selbst kaufe zum Beispiel nur noch heimische Produkte.
Der Astronaut hofft auch, dass er die erste Landung eines Menschen auf dem Mars noch im Fernsehsessel erleben kann. „Rein technisch gesehen gibt es nichts mehr, was man für so eine Mission erfinden müsste“, sagte Reiter in dem Interview. Es sei durchaus vorstellbar, auf dem Mond eine bemannte Raumstation zu errichten und von dort aus zum Mars fliegen. Astronauten könnten die drei Jahre, die die Reise zum Planeten nach heutigen Berechnungen dauern würde, gut überleben. Er selbst habe im Weltraum nur Salat, frische Luft und eine Dusche vermisst. (AP)
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