Jürgen Vogel fühlt sich „steinzeittauglich“

Jürgen Vogel spielt den Ötzi im Kino – und hält sich für „steinzeittauglich“: „Wer mit mir im Wald unterwegs ist, der überlebt. Ich glaube, ich bin erfinderisch und relativ robust“, …

Jürgen Vogel spielt den Ötzi im Kino – und hält sich für „steinzeittauglich“: „Wer mit mir im Wald unterwegs ist, der überlebt. Ich glaube, ich bin erfinderisch und relativ robust“, sagte Vogel dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). Dem harten Dasein vor mehr als 5000 Jahren kann er auch schöne Seiten abgewinnen: „Gefühle wie Liebe gab es damals auch schon, und die Menschen haben auch an irgendetwas geglaubt. Da lief ja kein Steinzeitmensch durch die Gegend und trauerte, weil er mit 40 sterben muss. Der kannte nichts anderes. Wenn ich 70 bin, und einer fragt mich, ob ich Angst vor dem Tod habe, dann habe ich hoffentlich auch keine Panik“, sagte Jürgen Vogel dem RND. Fortschritte im Zusammenleben hat die Menschheit seit der Steinzeit nach Vogels Eindruck kaum gemacht: „Fragen Sie mal einen Syrer, der seit Wochen versucht, über irgendeine Grenze zu kommen: Für den geht es auch ums Überleben. Er hat keine Nahrung, kein Wasser, schläft draußen“, so Vogel.

(dts)

Büchnerpreisträger Wagner: Lyrik ist auf dem Vormarsch

Der Büchnerpreisträger und Dichter Jan Wagner („Regentonnenvariationen“) sieht Lyrik auf dem Vormarsch. „Kollegen berichten, dass ihre Lesungen besser besucht sind, Buchhändler erzählen von einem gestiegenen Publikumsinteresse“, sagte der 46-Jährige dem …

Der Büchnerpreisträger und Dichter Jan Wagner („Regentonnenvariationen“) sieht Lyrik auf dem Vormarsch. „Kollegen berichten, dass ihre Lesungen besser besucht sind, Buchhändler erzählen von einem gestiegenen Publikumsinteresse“, sagte der 46-Jährige dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). Wagner denkt, dass Vorurteile gegen Lyrik mittlerweile abgebaut seien.

„Gedichte sind nicht weltfremd, und man muss auch nicht studiert haben, um sie zu verstehen.“ Wagner erhielt 2015 als erster Lyriker den Preis der Leipziger Buchmesse. In diesem Jahr wurde er mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. (dts)

Wohnen auf hohem Niveau: Wie Sie den das Komfortgefühl in Ihrem Haushalt erhöhen

Zuhause wohnen mit dem Standard eines Hotels: Wer hat nicht schon einmal diesen verlockenden Gedanken gehabt?

Weil das aber nicht nur hohe Hygiene und Ordnung erfordert, benötigt man hierfür wesentlich mehr als einen gut durchstrukturierten Putzplan. Vielmehr muss ein Gefühl vermittelt werden, dass auf mehreren Sinnesebenen auf den Menschen wirken muss. Wie man das erreicht und durch welche Maßnahmen und Initiativen man das Komfortgefühl stetig erhöht, dafür zweifellos notwendig.

Teppiche statt blankem Boden

Die Wahl des Bodens und des Bodenbelags macht einen großen Unterschied auf das Komfortgefühl zuhause aus. Wer in der Früh auf weichem Teppich statt auf blanken, kühlen Fliesen seine ersten Schritte macht, wird sich wesentlich wohler in den eigenen vier Wänden fühlen. Dabei ist auch die Wahl der Teppiche ausschlaggebend. Möchte man einen seriöseren, jedoch weniger heimeligen Eindruck machen, empfehlen sich Bordürenteppiche und Flachgewebeteppiche. Möchte man etwas kuscheliger haben, sind hingegen Woll-, Gabbeh-, und Berberteppiche die bessere Alternative.

Was für das Wohnzimmer gilt, sollte natürlich im Besonderen für die Nassräume gelten. Großzügige Teppiche vor dem Bad und im WC sind wichtig dafür, die eigene Immobilie modern und komfortabel rüberkommen zu lassen.

Die richtige Beleuchtung

Gerne unterschätzt wird die richtige Beleuchtung der verschiedenen Räume. Denn Winkel und Position der Lichtquellen machen einen wesentlichen Faktor dabei aus, wie wir uns und unsere eigenen vier Wände wahrnehmen. Ein Beispiel: Durch die Beleuchtung von oben alleine wirkt der eigene Körper vor dem Spiegel muskulöser, bei seitlicher Betrachtung wirkt man hingegen untrainierter und weniger ästhetisch. Ähnlich verhält es sich mit der Beleuchtung bei unterschiedlich großen Räumen.

Vor allem sollte der Fokus aber auf eine gute Ausleuchtung für die abendlichen Stunden liegen. Das inkludiert Bettlichter, starke Schreibtisch- und Deckenlampen, die den gesamten Raum ausleuchten. Es lohnt sich die Kabel so zu verlegen, dass sie optisch nicht sichtbar sind. Das mag zwar ein auf den ersten Blick marginaler Unterschied sein, macht jedoch viel aus, wenn es darum geht, seine eigene Wohnung auf einen neuen optischen und komfortablen Standard zu heben.

Der richtige Geruch: Schlüssel zur Wohlfühlumgebung

Nicht nur TV-Experimente zeigen, dass man sich bei einer unbekannten Umgebung mit angenehmen Geruch schnell wohlfühlt. Tatsächlich macht der Geruch unter anderem aus, was man träumt und wie angenehm man den Schlaf im Nachhinein empfindet. Nicht zuletzt können Gerüche positive und negative Erfahrungen aus der Vergangenheit besetzen und damit aktiv die Stimmung verändern. Grund genug, das Thema Geruch in der Wohnung nicht dem Zufall zu überlassen, sondern auf den richtigen Zimmerduft zu setzen.

Am besten platziert man eine Duftquelle an einem gut durchlüfteten Zimmer, sodass sich der Geruch in der ganzen Wohnung gleichmäßig verteilen kann. Natürlich kann man aber auch für jedes Zimmer – Bad, Küche, Wohnzimmer, etc. – eine eigene Duftquelle platzieren. Um was für eine Duftquelle handelt es sich am besten? Zum Beispiel für die sanitären Anlagen sind Diffuser sehr gut geeignet. Noch besser sind Duftgeräte, die regelmäßig Duftstoffe ausstoßen. Benötigt man nur sporadisch gute Gerüche, können sich etwa Duftkerzen für das WC eignen.

Geeignete Düfte findet man sowohl im Internet als auch in den meisten Drogerien und anderen Geschäften. Möchte man spezifisch nach einem bestimmten Duft oder einer speziellen Duftrichtung suchen, empfehlen sich Seiten wie etwa der Raumduftshop. Hier kann man durch die große Auswahl und eine gut geordnete Kategorisierung leicht fündig werden. Nicht jeder Geruch sagt schließlich dem eigenen Geschmack zu, nicht jeder Duft passt zum eigenen Haushalt.

Modernes Design

Die besten Möbel, Beleuchtung und Dekoration reicht noch nicht aus, um eine Wohnung modern zu gestalten, wenn das Design und die Farben sprichwörtlich von vorgestern sind. Man kann nicht erwarten, dass bei einem Stil aus den 70-ern der Eindruck entsteht, man empfinde sich in einem komfortablen und modernen Hotel. Wie ändert man das am schnellsten? Es empfiehlt sich, einfach Farbkombinationen im nächsten Bauhaus zu vergleichen und nach persönlichem Geschmack die passendste Kombination zu wählen.

Nicht unerheblich ist dabei auch der emotionale Ausdruck der Farben. Etwa ist die Farbe Rot dafür verantwortlich, Aggressionen und Gereiztheit leichter auszustrahlen. Grün und Blau zum Beispiel wirken harmonisch und auf das Gemüt entspannend. Die farbliche Kombination sollte deshalb sowohl auf die eigene Persönlichkeit, als auch auf den Effekt abgezielt werden, den sie auf Besucher haben sollen.

Mehr Komfort durch Automatisierung

Beim Thema Automatisierung scheiden sich die Geister. Viele Menschen empfinden zu viele Anlagen und Technik in den eigenen vier Wänden als störend. Gleichzeitig betrachten nicht Wenige Automatisierung als großen Vorteil im Haushalt. Tatsache ist: Wer durch Anlagen und Technik Prozesse im Haushalt automatisiert, spart Zeit und meistens auch Nerven. Das können nur die Rollos beim Fenster sein, aber auch Beleuchtung im ganzen Haus, Heizung und andere Funktionen. Viele moderne Systeme funktionieren mittlerweile via App über das Smartphone. So kann man zum Beispiel das Rollos automatisch zur gewünschten Zeit hoch- und runterfahren lassen, was in der Früh durchaus zum Aufstehen animieren kann.

Maximalen Stauraum schaffen

Wir sind es gewohnt, ständig Dinge auf dem Schreibtisch, Boden und auf den Schränken stehen zu haben. Das ist zwar auf den ersten Blick angenehm, raubt der Wohnung aber ein Stück weit den Komfort und Eleganz eines schönen Hotelzimmers. Deshalb sollte darauf geachtet werden, möglichst viel Stauraum zu schaffen. Das ist zwar wahrscheinlich mit der Anschaffung von neuen Schränken und Regalen verbunden, hat aber große Vorteile. Denn so wird die Wohnung weniger als Nutzraum, sondern vielmehr als Lebensraum und als gestaltbare Immobilie gesehen.

Kunst und Kultur

Je gehobener das Hotel, desto mehr Kunst findet man an den Wänden und im Design. Das muss nicht bedeuten, dass es sich unbedingt um Rembrandt, Picasso oder Ähnliches handeln muss. Zeitlose Bilder ohne auf den ersten Blick erkennbaren persönlichen Bezug machen jedoch einiges aus, wenn es darum geht, Hotelatmosphäre aufzubauen.

Fazit

Komfort und ein „Hotel-Feeling“ ist immer ein subjektives Gefühl, dass am besten durch alle Sinneseindrücke zu erreichen ist. Sinnvoller ist es also, alle vorhin erwähnten Komponenten (Design, Boden, Kunst, etc.) möglichst auf ein Level zu bringen. Der eigene Haushalt sollte immer anders als ein Hotel jedoch immer eine persönliche Note haben, die ihm Individualität und Heimgefühl verleiht. (mz)

Der Markt in Zahlen, die Skandale der Szene und ein Zukunftsausblick

eSports haben sich rasant entwickelt: Aus einer einst kleinen Szene ist ein massentaugliches Phänomen und wachsender Markt mit enormem Potential geworden. In Deutschland steigt die Zahl der Spieler und Zuschauer stetig.

Was sind eSports?

Elektronische Sportarten, kurz eSports, bezeichnet den professionellen Wettbewerb bei Computer- und Videospielen. Bei eSports Matches treten einzelne Spieler als auch Mannschaften gegeneinander an. Professionelle Berufszocker nennen sich Pro-Gamer, ein Team ist ein Clan. Weltweit gelten eSports in nur wenigen Ländern wie China, USA, Großbritannien, Schweden oder Frankreich als offizielle Sportart. Der Deutsche Olympische Sportbund verweigert diese Anerkennung.

Nichtsdestotrotz könnte sich fast jeder vierte Bundesbürger vorstellen, dass eSports zur olympischen Disziplin werden. Gerade junge Menschen beschäftigen sich intensiv in ihrer Freizeit mit eSports.

So beliebt sind eSports in Deutschland

Die Electronic Sports League, kurz ESL, ist das weltgrößte eSports Unternehmen und die älteste Wettkampf-Liga. Die ESL-Veranstaltungen im Jahr 2016 in Deutschland waren Publikumserfolge: 22.000 Zuschauer verfolgten ein Counter-Strike Turnier in Köln und ein Dota 2 Event fand in einer vollen Commerzbank-Arena in Frankfurt statt. Online schalteten sich Millionen Schaulustige zu.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass 15 Prozent der Befragten eSports für attraktiv oder sehr attraktiv halten.

Die Jahrgänge 1980 bis 2000 stehen eSports weitaus offener gegenüber. Knapp 30 Prozent der sogenannten Millennials gaben an, wöchentlich mehr als eine Stunde zu zocken.

eSports werden vor allem über das Internet auf Streaming-Plattformen konsumiert. Mehr als 100 Millionen Gamer nutzen den Anbieter Twitch monatlich und 1,7 Millionen Zocker übertragen ihre eigenen Videos. Die Gesamtdauer aller im Jahr 2015 angeschauten Videos betrug rund 460.000 Jahre. Nach Anfängen im Pay-TV sind eSports in Deutschland mit Sport1 auch im Free-TV angekommen.

Im Jahr 2016 verfolgten weltweit 323 Millionen Zuschauer eSports-Veranstaltungen, zum WM-Finale des Spiels League of Legends waren es 15 Millionen. Zum Vergleich: Das DFB Pokalfinale erreichte 14 Millionen Menschen.

Die Szene der Pro-Gamer kennt eigene Stars, die mit ihrem Können und als Spitzenverdiener von sich reden machen. Trotz hochbezahlter Spieler hierzulande sind deutsche Profis bislang noch nicht in den globalen Top 20 vertreten. Chinesen und Nordamerikaner dominieren die Weltrangliste der Preisgelder. Erst auf Platz 21 taucht Kuro Salehi Takhasomi als erster Deutscher auf.

Gleichzeitig wächst der Wettmarkt für eSports. Buchmacher melden, dass rund 40 Prozent aller europäischen eSports-Wetten in Deutschland abgeschlossen werden. Die Organisation von eSports in Deutschland folgt dem Beispiel des Profi-Fußball. Mit eSport.BIU hat der Bundesverband interaktiver Unterhaltungssoftware eine Vereinigung zur Förderung gegründet, und als Vorreiter der ersten Bundesliga engagieren sich die Clubs VfL Wolfsburg und FC Schalke 04 mit eigenen eSports Teams. eSports und Sportwetten boomen in Deutschland“, sagt Michael Voigt, Redakteur bei CasinoOnline.de. „Inzwischen hat auch die Politik die wirtschaftliche Bedeutung von eSports begriffen und beginnt, das Wachstum zu fördern. Für Wettkunden bedeutet das große Auswahl und bessere Quoten.“

Skin-Gambling und die Skandale der Szene

2016 erschütterte der Skin-Gambling Skandal die eSports-Szene. Im Spiel Counter-Strike: Global Offensive gibt es sogenannte Skins, die das Aussehen von Waffen im Spiel verändern. Diese Skins variieren in ihrer Seltenheit, lassen sich tauschen und haben einen Gegenwert von echtem Geld. Beim Skin-Gambling werden unterschiedliche Wetten abgeschlossen. Wie die untenstehende Darstellung zeigt, wird vorwiegend auf das Ergebnis von eSports-Veranstaltungen gewettet, aber es gibt auch Wetten, die ähnlich wie ein Roulette- oder Lotteriespiel abgeschlossen werden oder beispielsweise durch einen virtuellen Münzwurf bestimmt werden.

Dadurch florierte unreguliertes Glücksspiel rund die virtuellen Gegenstände. Auf Internetseiten von Drittanbietern konnten Spieler Skins als Glücksspiel-Einsätze für Wetten oder Casino-Spiele verwenden. Der Hersteller Valve profitierte von jeder Transaktion. Die Höhe der Einsätze wurde für 2016 auf rund 5 Milliarden US-Dollar geschätzt. In den Fall waren auch YouTube-Videoblogger verwickelt, die ihre eigenen Glücksspielseiten bewarben und Minderjährige zur Teilnahme animierten. Nach mehreren Klagen war der Spielehersteller Valve gezwungen, Drittanbieter zu unterbinden.

Der Fall zeigt auf: Nicht nur ist der Jugendschutz ein Problem, virtuelle Währungen und Wertgegenstände in Computerspielen erfordern außerdem der Regulierung. Inzwischen hat die britische Regulierungsbehörde für Glücksspiel ein Diskussionspapier veröffentlicht – die erste Publikation dieser Art weltweit. Nach Auffassung der Behörde erfordert das Anbieten von Glücksspiel mit virtuellen Gegenständen eine Zulassung als Glücksspielanbieter.

Bei Wetten muss unterschieden werden: Während klassische Buchmacher eSports-Wetten anbieten, die der bestehenden Regulierung für Sportwetten unterliegen, gibt es immer mehr Spiele mit Wettmöglichkeiten auf dem Markt. Auch hier schätzt die britische Regulierungsbehörde die Lage so ein, dass eine zulassungspflichtige Wettvermittlung gegeben ist, allerdings verschwimmen die Grenzen zwischen Spielteilnahme und Wettangebot.

Weitere eSports Kontroversen

Eines steht indessen fest: Die Regulierung bleibt der rasanten eSports-Marktentwicklung hinterher. Da die einzelnen Computerspiele die eSports-Disziplinen darstellen, unterliegen Details wie Regeln, Spielmodi, Zugänge, Übertragungsrechte und weitere Vermarktung ganz der Kontrolle der jeweiligen Spielehersteller, die sich letztlich von unternehmerischen Gesichtspunkten leiten lassen. Dabei sind Fairness, Betrug und Doping Themen, mit denen sich die Branche auseinandersetzen muss.

Dopin

Leistungssteigernde Mittel verheißen bei eSports direkte Vorteile durch erhöhte Konzentration sowie gesteigerte Ausdauer und Reaktionsvermögen. Die ESL arbeitet mit Doping-Agenturen zusammen und hat eine Liste verbotener Substanzen veröffentlicht, professionelle Doping-Tests im großen Stil gibt es aber bei weitem nicht. Ehemalige Pro-Gamer berichten, dass Doping durchaus stattfindet.

Cheat

Bei großen Events stellen die Veranstalter sämtliche Ausrüstung zur Verfügung, also Hardware, Software und Zubehör. Dadurch wird der Betrug durch Software-Manipulation, das Anwenden von sogenannten Cheats, unterbunden. Abseits des Hauptturnierbetriebs sind verbotene Software-Hilfen aber nicht gänzlich auszuschließen, auch wenn die Spielehersteller mit Anti-Cheating-Programmen dagegen vorgehen.

Wettbetrug

Der wachsende Wettmarkt ist anfällig für Betrug durch Spiel- oder Wettmanipulation sowie Bestechung. Eine Kontrolle gestaltet sich noch schwieriger als im klassischen Sport. Preisgelder und Wettumsätze bedingen eine gewisse Attraktivität für organisierte Kriminalität. Branchengrößen, Spielehersteller und Veranstalter haben gemeinsam die eSports Integrity Coalition (ESIC) geschaffen, um dagegen vorzugehen. Vorerst bleibt es bei einem Ehrenkodex, allerdings wollen ESIC und die britische Glücksspielbehörde zusammenarbeiten.

Spielsucht

Seit 2013 ist Computerspielsucht eine anerkannte psychische Störung. Fesselnde Spielwelten und Mehrspielermodus stellen aber längst nicht mehr die einzigen Suchtfaktoren dar. Virtuelle Währungen und neuerdings die Integration eines Wettmarktes im Spiel erschließen neue Einnahmequellen und schaffen einen regelrechten Zwang zur andauernden Beschäftigung mit diesem Nebenaspekt. Gerade die Altersgruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gilt als besonders suchtgefährdet. Der Bezug zwischen echtem Geld und virtueller Währung kann abhandenkommen, die Beschäftigungsdauer mit dem eigentlichen Spiel sinkt und die Aufmerksamkeit gilt Wetten und virtuellen Gegenständen.

Die Zukunft von eSports

Die Aufnahme von eSports ins offizielle Programm der Asienspiele 2022 und die Gründung des internationalen Dachverbands der World eSports Association (WESA) zeigen, dass Strukturierung und Professionalisierung eSports nach vorne befördern und das Wachstum beflügeln sollen.

Wachstumsausblick

Sponsoren und Werbepartner sind zu einem Großteil für das immense Wachstum des Marktes verantwortlich. SuperData Research hat den globalen Markt für eSports im Jahr 2016 auf knapp 800 Millionen US-Dollar beziffert, 590 Millionen US-Dollar entfallen auf Werbung und Sponsoren. Marken wie Red Bull, Coca-Cola oder McDonalds zählen zu den Investoren, die das junge Publikum ansprechen wollen.

Bis zum Jahr 2020 sollen sich die globalen Zuschauerzahlen auf fast 500 Millionen verdoppeln bei einer Umsatzsteigerung von bis zu 60 Prozent pro Jahr.

ESL-Vertriebschef Nik Adams sieht ein Wachstumspotenzial von 25 bis 30 Prozent für eSports in Deutschland. Eine Studie nennt den eSports-Umsatz von 50 Millionen Euro in Deutschland im Jahr 2016 erst den Anfang. Für 2020 wird ein Wert von 130 Millionen für die Bundesrepublik erwartet.

Spieleentwicklung

Die Spielehersteller richten sich zunehmend auf eSports aus und entwickeln neue Titel speziell für den Wettkampf, inklusive Tausch- und Wettbörsen. Gleichzeitig arbeiten Branchengrößen an Virtual Reality Spielen. VR-Brillen ermöglichen ein noch tieferes Eintauchen in die Spielwelt für Spieler und Zuschauer. Durch Verbesserung und Vergünstigung der Technologie könnte Virtual Reality in Kürze massentauglich werden und die Attraktivität für eSports-Konsumenten weiter steigern.

Wem gehören eSports?

An Profi-eSports haben unter anderem Turnierveranstalter, Sponsoren, Fernsehsender und Streaming-Plattformen sowie Verbände und Dienstleister ein kommerzielles Interesse. In erster Linie sind es aber die Spielehersteller, die vom eSports-Wachstum profitieren. In-Game-Währung und eSports-Umsätze sind Teil des Geschäftsmodells. Viele Hersteller haben sich die alleinigen Rechte für Turnierveranstaltungen gesichert und kontrollieren alle Aspekte der Sportereignisse. Bei aller Professionalisierung und allen Wachstumsprognosen: Die Branche tut gut daran, den Breitensport zu erhalten und die Millionen von Freizeit-Zockern, die eSports als Fans erst großgemacht haben, nicht zu vergessen.

Die Zukunft der Autobranche – Quo Vadis, Automobil?

Während manche Beobachter die Elektromobilität als einzig gangbaren Weg propagieren, äußern andere Zweifel an der baldigen Massenkompatibilität der Fahrzeuge.

Heutzutage scheint die ganze Welt sich im Umbruch zu befinden. Alte Sicherheiten bröckeln, Selbstverständlichkeiten stehen plötzlich in Frage. Dass das Thema Mobilität dabei eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich schon an der Tatsache, dass es momentan eine gewisse Ratlosigkeit bezüglich der zukünftigen Richtung gibt, die die Automobilbranche einschlagen soll. Während manche Beobachter die Elektromobilität als einzig gangbaren Weg propagieren, äußern andere Zweifel an der baldigen Massenkompatibilität der Fahrzeuge. Zunehmend spielen dabei neben den traditionellen Autobauern auch Konzerne eine Rolle, die eigentlich aus dem digitalen Bereich kommen und nach neuen Marktanteilen greifen. Quo vadis also, Automobilbranche?

Der Paukenschlag auf dem deutschen Automarkt

Dass das Thema überhaupt derart an Brisanz gewonnen hat, ist zweifelsohne dem Dieselskandal des Sommers 2017 zu verdanken. Durch die Vorwürfe, die bezüglich einer Abgasmanipulation gegenüber verschiedenen Autokonzernen wie Volkswagen laut wurden, wurde ein unmittelbarer Zusammenhang zu den noch in Verhandlung befindlichen Fahrverboten in zahlreichen deutschen Großstädten wie Stuttgart hergestellt. Sollten diese Fahrverbote aufgrund der Überschreitung von festgelegten Abgasgrenzwerten tatsächlich erlassen werden, käme dies für zahlreiche Menschen einer Katastrophe gleich, da ihr gewohnter Weg zur Arbeit nicht mehr benutzbar wäre. Gerade deswegen überlegen viele Autofahrer ihr gebrauchtes Auto zu verkaufen und auf andere Technologien abseits des Verbrennungsmotors umzusteigen.

Auch die von VW zugesagten Softwareupdates für Diesel bringen offensichtlich nicht die gewünschte und benötigte, umfangreiche Reduktion der von den Autos produzierten Emissionen.

Durch dieses Fiasko hat auch die Politik das Thema neu entdeckt. Dabei gibt es parteiübergreifend die Ansicht, dass eine Erneuerung der Automobilbranche dringlich und notwendig ist. Allein der Konsens über die Richtung fehlt. Während zum Beispiel die Grünen den Verbrennungsmotor am liebsten 2030 von der Bildfläche der Zulassungen verschwinden lassen würden, sind konservativere Stimmen freilich komplett anderer Meinung. Der Weg, das ist allerdings einhellige Meinung, soll langfristig Richtung Elektro-Auto gehen.

Die Pläne für die Zukunft

Insgesamt scheint also der Weg hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen zu gehen. Doch die Vorstellung, dass diese keine umweltschädigenden Produktionswege durchlaufen müssten, bevor sie irgendwann abgasfrei auf der Straße rollen, ist ein großer Irrtum. Tatsache ist, dass sie in ihrem Herstellungsprozess beispielsweise je nach Motor bis zu einem halben Kilo an Seltenen Erden verschlingen. Diese Erden werden übrigens auch für die Smartphone-Produktion genutzt. Viele Stimmen vermuten, dass um diesen Rohstoff sogar Kriege ausbrechen könnten, weil er so begrenzt ist.

Doch nicht nur dieser Posten lässt den Mythos vom völlig nachhaltigen und umweltfreundlichen Auto dahin schmelzen. Oftmals unberücksichtigt bleibt, dass Elektro-Autos im Zuge einer zukünftigen Salonfähigkeit und flächendeckenden Verbreitung einen horrenden Stromverbrauch verursachen. Doch nicht nur das: Schon bei ihrer Produktion fallen riesige Stromkosten an, besonders beim Bau der Batterien ist dies der Fall.

Nichtsdestotrotz planen auch die großen Konzerne und Automobilfirmen spürbar mit dem elektrischen Auto und setzen hier voll auf große Investitionen. Dabei erstaunt vor allem, dass die Automobilkonzerne gar nicht mehr in der Lage sind, ihre Pläne alleine umzusetzen. Immer häufiger gehen sie daher Kooperationen mit Software-Giganten wie dem Google-Mutterkonzern Alphabet, Nvidia oder Intel ein, um deren Know-How für die Autos von morgen zu nutzen. Mittlerweile hat sich Google bekanntlich von den Plänen für einen eigenen Wagen verabschiedet und will stattdessen voll auf die Kooperation mit großen Autobauern setzen. Das selbstfahrende Auto ist also keinesfalls vom Tisch – sondern auch bei anderen Firmen in der Konzeption und wahrscheinlich das Fortbewegungsmittel der Zukunft.

Allerdings gibt es nach wie vor eine ganze Reihe von Fragestellungen, die unter Mitarbeit der Politik geklärt werden müssen. Die Beschleunigung, die selbst kleine Elektroautos schon zu bieten haben und die den einen oder anderen Sportflitzer alt aussehen lassen können, ist ein solches Problem – denn traditionell laden Autos mit hoher Beschleunigung nicht unbedingt zum verantwortungsvollen Fahren ein. Gerade in Städten ist das eine große Gefahr, denn schnell hat man bei solchen Beschleunigungen Fußgänger schwer verletzt.

Weiterhin müssen die Konzerne dringend an Methoden forschen, die Produktion von Elektro-Autos nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Denn wenn keine echte Alternative vorliegt, lohnt es sich auch nicht, umzusteigen und sein altes Auto zu verkaufen. Das Gleiche gilt übrigens für die Preise der Modelle: Nach wie vor sind selbst Einsteigermodelle hochpreisig im Vergleich zu klassischen Verbrennungsmotoren. Insofern sind die Anforderungen an die Kreativität der Firmen sehr hoch, müssen sie doch einerseits günstigere, aber auch ökologischere Lösungen vorlegen.

Was sollten Kunden tun?

Nun stellt sich natürlich die Frage: Was soll man tun, wenn man ein neues Fahrzeug kaufen will? Wirklich preisgünstige Modelle, die gleichzeitig alle Anforderungen erfüllen, waren schon immer schwer zu finden. Nun sind aber noch zusätzliche Schwierigkeiten für den Autokauf hinzugekommen: Während früher lediglich Benziner und Dieselfahrzeuge zur Verfügung standen, treten nun auch verstärkt Hybrid- und Elektro-Fahrzeuge auf den Plan. Je nach Restwert des eigenen Fahrzeugs, der stark abhängig von den meist verkauften Automarken ist, kann man sein eigenes, gebrauchtes Auto verkaufen. Dann erscheinen die hohen Preise der hybriden und elektrischen Fahrzeuge nicht mehr ganz so hoch. Nichtsdestotrotz raten viele Experten zum Kauf eines Benziners, da die Elektroautos vermutlich in den nächsten Jahren noch diverse Weiterentwicklungen erfahren und auch erschwinglicher werden. Die Zukunft der Dieselfahrzeuge lässt sich zurzeit nicht erahnen. Darüber werden vor allem die politische Agenda und der technologische Fortschritt entscheiden. (rd)

Optimal Stromanbieter vergleichen mit dem Tarifwecker

Der Strommarkt ist in Bewegung. Es lohnt sich, die Stromanbieter regelmäßig zu beobachten, denn regelmäßig gibt es neue, günstige Angebote und neue Stromtarife.

Viele Strompreisrechner im Internet bieten praktische Preisvergleiche an. Mit Hilfe eines speziellen Tools, das automatisch passende Tarife erkennt, verpasst keiner mehr die günstige Gelegenheit zum Wechseln.

Die Wünsche der meisten deutschen Stromkunden sprechen für sich: 65 Prozent möchten gerne jedes Jahr Stromkosten sparen. Nach einem Stromanbieterwechsel können die Kunden in der Regel nur im ersten Jahr sparen, so dass im neuen Jahr erneut ein Vergleich ansteht – und vermutlich ein erneuter Wechsel. Um genau dieses Problem zu umgehen, gibt es den Tarifwecker von stromvergleich.de.

Dieser Tarifwecker funktioniert wie ein kostenloser Erinnerungs- und Wechsel-Service. Dabei sind zwei sogenannte Weck-Optionen im Angebot. Mit der ersten All-inclusive-Option kann automatisch gemäß den eigenen Vorlieben der Wechsel zum günstigeren Anbieter erfolgen. Zwei Wochen vor einem Wechsel bekommen die Kunden eine Nachricht per Mail oder Telefon, um die aktuellen persönlichen Daten zu prüfen.

Mit der zweiten „Weck-Option“ sendet das Programm rechtzeitig vor Ende der Kündigungsfrist eine Erinnerungsmail mit dem Link der aktuell durchgeführten Suchergebnisse. Hier kann jeder Kunde aktiv selbst entscheiden, ob überhaupt ein Wechsel stattfindet.

Stromanbieter wechseln leicht gemacht

Strom ist und bleibt ein teures Gut, so dass Fachleute zur Beobachtung des Marktes und zum regelmäßigen Wechsel raten. Egal, ob günstiger herkömmlicher Strom oder Ökostrom – um einen sinnvollen Wechsel zum aktuell genutzten Tarif zu vollziehen, sind diese Schritte nötig:

  1. Zuerst muss der aktuelle Jahresverbrauch klar sein. Dieser ist auf der letzten monatlichen oder jährlichen Stromabrechnung zusammengefasst. Mit Hilfe der Online-Strompreisrechner geht der Preisvergleich unkompliziert vonstatten. Die Angabe der eigenen Verbrauchswerte pro Jahr, die Anzahl der Personen im Haushalt und die genaue Postleitzahl sind die Basis zum optimalen Vergleich.

  2. Steht nach genauem Vergleich der günstigere Anbieter fest, ist der neue Stromvertrag zu unterzeichnen. Dazu muss der Wechselwillige den Namen des noch bestehenden Stromlieferanten, die Kundennummer (steht auf der Jahresabrechnung) und die derzeitige Zählernummer (Aufkleber am Stromzähler) eingeben.

  3. Die Kündigung des Stromvertrages beim alten Betreiber übernimmt – mit Hilfe einer Vollmacht – dann der neue Stromanbieter. Es folgt eine Abschlussrechnung und eine Kündigungsbestätigung.

Der Wechsel des Stromanbieters ist so in weniger als einer Stunde möglich. Für die Verbraucher, die eine Mindestvertragslaufzeit haben, kann der Startpunkt für den neuen Anbieter zeitlich etwas in die Ferne rücken.

Noch mehr Strom zu sparen, funktioniert so

Selbst wenn der günstigste Tarif für den eigenen Anspruch und Bedarf gefunden wurde, besteht die Möglichkeit noch mehr Geld zu sparen, indem im Haushalt ein wacher Blick auf den Verbrauch fällt. Jeder Stromkunde ist gut beraten, sich zum Beispiel bei Verbraucherzentralen über die Möglichkeiten des Energiesparens zu informieren (vgl. verbraucherzentrale-energieberatung.de).

Fast ein Drittel aller Energiekosten im Haushalt stammen aus dem Stromverbrauch. Die Stromkosten entwickeln sich für viele zu einer zweiten Miete. Nach neuesten Erhebungen hat sich der Strompreis seit Anfang 2000 für Privathaushalte bereits mehr als verdoppelt.

Jeder Mieter oder Wohnungsbesitzer kann seinen eigenen Stromverbrauch reduzieren. Nur mit einer regelmäßigen Kontrolle kann der Verbraucher beurteilen, ob der Konsum allein oder die Preise des Anbieters die Stromrechnung in die Höhe treiben. Wer auf ein paar Faktoren achtet, kann deutlich Kosten und Energie einsparen:

  • Energieeffiziente Geräte helfen, Stromkosten zu senken. Durch den bewussten Umgang mit Elektrogeräten kann jeder dazu beitragen. Die Kategorisierung von Energieeffizienzklassen auf Elektrogeräten mit Kennzeichnung durch das EU-Energielabel zeigt bereits beim Neukauf an, wie viel Energie das Gerät künftig braucht. Eine kleine Siegelkunde gibt es unter umweltbundesamt.de.

  • Öfter mal den Stecker ziehen … Was viele nicht wissen: Im Leerlauf oder im Stand-By-Modus verbrauchen viele Elektrogeräte weiter Strom. Dies können Verbraucher vermeiden, indem sie den Gerätestecker ziehen oder eine abschaltbare Steckerleiste verwenden.

  • Haushaltsgeräte sparsam einsetzen. Ein Küchenherd, eine Waschmaschine und ein Kühlschrank befindet sich in jedem Haushalt. Mit jedem dieser Geräte lässt sich bei bedachtem Einsatz bares Geld sparen.

Herd: Generell ist ein Keramikfeld etwa zehn Prozent sparsamer als ein Gussplattenherd, weil beim Vorwärmen weniger Energie verloren geht. Noch energiesparender ist ein Induktionsherd. TIPP: Mit dem Wasserkocher und nicht auf dem Herd Teewasser kochen!
Kühlschrank: Die Kühlschranktür möglichst kurz öffnen, Speisen erst abkühlen lassen vor dem Reinstellen und regelmäßig das Gefrierfach abtauen, denn eine dicke Eisschicht frisst zusätzlich Energie.

Waschmaschine: Hier besteht die größte Möglichkeit zu sparen in der Temperaturwahl. Normal verschmutzte Wäsche wird in der Regel bei 30 Grad Waschtemperatur sauber. In der Regel wäscht eine ausreichend gefüllte Maschine günstiger als eine halbleere. Die passende Füllmenge ist stromsparender als ein Sparprogramm.

Sparen bei Ökostrom?

Die Entwicklung auf dem deutschen Strommarkt bringt künftig finanzielle Veränderungen mit sich: So kommen beispielsweise Offshore-Windkraftanlagen bald ohne öffentlichen Subventionen aus. Das bedeutet, dass Strom günstiger werden könnte.

Die Entscheidung zu grünem Strom zu wechseln, ist natürlich nicht nur eine Frage des Geldes, sondern der Einstellung. Viele Verbraucher sind bereit, etwas mehr Geld für Ökostrom auszugeben. Ökologisch produzierter Strom muss allerdings nicht automatisch teurer sein als herkömmlich produzierter.

Und: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Unter Umständen wird Atomstrom oder aus Kohle-Kraftwerken produzierter Strom als „grüner“ Strom angeboten. Die RECS-Zertifikate („Renewable Energy Certificate System“) werden an Erzeuger weiter gegeben, die Energie aus regenerativen Quellen produzieren. Allerdings können sie diese Zertifikate an Stromversorger weiter verkaufen.

Dies kann jeder Interessent vermeiden, indem er zu einem reinem Ökostrom-Anbieter wechselt oder nur Strom mit anerkanntem Ökostromsiegel kauft. Reine Ökostrom-Anbieter bieten ausschließlich Strom von regenerativen Energiequellen an (Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, Sonnenenergie und Geothermie). Hier lohnt sich ein Stromvergleich. Mit ökologischem Gewissen und der persönlichen Bereitschaft, Energie im eigenen Haushalt zu sparen, kann jeder Stromkosten sparen – ob Ökostrom oder nicht. (mz)

Stuttgart gewinnt in Hannover ersten Auswärtspunkt

Hannover (dpa) – Der VfB Stuttgart hat den ersten Auswärtspunkt geholt – und einen möglichen Sieg verschenkt. Im Aufsteiger-Duell bei Hannover 96 kam der schwäbische Fußball-Bundesligist trotz langer Führung nur zu einem 1:1 (1:0).Hannover…

Hannover (dpa) – Der VfB Stuttgart hat den ersten Auswärtspunkt geholt – und einen möglichen Sieg verschenkt. Im Aufsteiger-Duell bei Hannover 96 kam der schwäbische Fußball-Bundesligist trotz langer Führung nur zu einem 1:1 (1:0).

Hannover bleibt dank des Ausgleichs von Niclas Füllkrug (76./Foulelfmeter) in der Tabelle zwei Punkte vor dem VfB. Zum Auftakt des 13. Spieltages der Fußball-Bundesliga hatte Takuma Asano (24.) vor 43 500 Zuschauern die VfB-Führung erzielt.

Die Stuttgarter zeigten anfangs das mutigere Spiel. Beide Teams starteten in einer 3-4-3-Aufstellung, doch der VfB setzte diese Taktik in der ersten Hälfte mit mehr Schwung, aggressiverem Stören und mehr Ballsicherheit um. Die bisher so auswärtsschwachen Gäste hatten mehr Ballbesitz und gingen verdient in Führung. Aber Hannover wurde nach der Pause stärker, während der VfB abbaute.  96 hätte fast schon durch Salif Sané (62.) den Ausgleich erzielt, doch der Ball klatschte an den Pfosten. 

Einen wechselhaften Abend erlebte Ron-Robert Zieler bei seiner Rückkehr nach Hannover. Der ehemalige Nationalkeeper im Tor der Stuttgarter, der vor seinem England-Abstecher 185 Spiele für Hannover absolviert hatte, musste in der zweiten Hälfte immer öfter eingreifen – und blieb bei Füllkrugs Treffer ohne Chance.

Zielers Gegenüber Philipp Tschauner hatte bei seiner Rückkehr ins 96-Tor mehr zu tun und ermöglichte den Stuttgartern mit einem Patzer das 1:0. Der beim 0:4 in Bremen krank fehlende Keeper lenkte einen nicht sonderlich harten Fernschuss von VfB-Kapitän Christian Genter direkt vor die Füße von Asano – und der Japaner musste nur noch einschieben.

Trotz des Fehlens von Daniel Ginczek und Chadrac Akolo war der VfB-Angriff in der ersten Halbzeit gefährlicher als die 96-Offensive. Vor allem Asano stellten die 96-Defensive zunächst vor einige Probleme, war im richtigen Moment mit seinem Abstauber zur Stelle. Später baute er allerdings ab.

Im ebenfalls wegen Verletzungen umgestellten 96-Sturm agierte Martin Harnik dagegen unglücklich. Der ehemalige Stuttgarter, der für den verletzten Brasilianer Jonathas als Mittelstürmer auflief, vergab in 7. Minute die größte Chance, als er sich den Ball nach Pass von Felix Klaus per Hackentrick selbst ans Bein schoss. Zur Halbzeit ersetzte Niclas Füllkrug den Österreicher und blieb beim Strafstoß – nach Foul von Pavard an Ostrzolek – eiskalt.

Unruhe gab es vor dem Spiel in Hannover wegen des möglichen Wechsels von Manager Horst Heldt zum 1. FC Köln. „Er hat mich über das Interesse des FC informiert und angedeutet, dass er gerne mit ihnen sprechen würde“, sagte Kind bei Eurosport. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist will den Sportdirektor allerdings nicht abgeben.

Stuttgart gewinnt in Hannover ersten Auswärtspunkt

Hannover (dpa) – Der VfB Stuttgart hat den ersten Auswärtspunkt geholt – und einen möglichen Sieg verschenkt. Im Aufsteiger-Duell bei Hannover 96 kam der schwäbische Fußball-Bundesligist trotz langer Führung nur zu einem 1:1 (1:0).Hannover…

Hannover (dpa) – Der VfB Stuttgart hat den ersten Auswärtspunkt geholt – und einen möglichen Sieg verschenkt. Im Aufsteiger-Duell bei Hannover 96 kam der schwäbische Fußball-Bundesligist trotz langer Führung nur zu einem 1:1 (1:0).

Hannover bleibt dank des Ausgleichs von Niclas Füllkrug (76./Foulelfmeter) in der Tabelle zwei Punkte vor dem VfB. Zum Auftakt des 13. Spieltages der Fußball-Bundesliga hatte Takuma Asano (24.) vor 43 500 Zuschauern die VfB-Führung erzielt.

Die Stuttgarter zeigten anfangs das mutigere Spiel. Beide Teams starteten in einer 3-4-3-Aufstellung, doch der VfB setzte diese Taktik in der ersten Hälfte mit mehr Schwung, aggressiverem Stören und mehr Ballsicherheit um. Die bisher so auswärtsschwachen Gäste hatten mehr Ballbesitz und gingen verdient in Führung. Aber Hannover wurde nach der Pause stärker, während der VfB abbaute.  96 hätte fast schon durch Salif Sané (62.) den Ausgleich erzielt, doch der Ball klatschte an den Pfosten. 

Einen wechselhaften Abend erlebte Ron-Robert Zieler bei seiner Rückkehr nach Hannover. Der ehemalige Nationalkeeper im Tor der Stuttgarter, der vor seinem England-Abstecher 185 Spiele für Hannover absolviert hatte, musste in der zweiten Hälfte immer öfter eingreifen – und blieb bei Füllkrugs Treffer ohne Chance.

Zielers Gegenüber Philipp Tschauner hatte bei seiner Rückkehr ins 96-Tor mehr zu tun und ermöglichte den Stuttgartern mit einem Patzer das 1:0. Der beim 0:4 in Bremen krank fehlende Keeper lenkte einen nicht sonderlich harten Fernschuss von VfB-Kapitän Christian Genter direkt vor die Füße von Asano – und der Japaner musste nur noch einschieben.

Trotz des Fehlens von Daniel Ginczek und Chadrac Akolo war der VfB-Angriff in der ersten Halbzeit gefährlicher als die 96-Offensive. Vor allem Asano stellten die 96-Defensive zunächst vor einige Probleme, war im richtigen Moment mit seinem Abstauber zur Stelle. Später baute er allerdings ab.

Im ebenfalls wegen Verletzungen umgestellten 96-Sturm agierte Martin Harnik dagegen unglücklich. Der ehemalige Stuttgarter, der für den verletzten Brasilianer Jonathas als Mittelstürmer auflief, vergab in 7. Minute die größte Chance, als er sich den Ball nach Pass von Felix Klaus per Hackentrick selbst ans Bein schoss. Zur Halbzeit ersetzte Niclas Füllkrug den Österreicher und blieb beim Strafstoß – nach Foul von Pavard an Ostrzolek – eiskalt.

Unruhe gab es vor dem Spiel in Hannover wegen des möglichen Wechsels von Manager Horst Heldt zum 1. FC Köln. „Er hat mich über das Interesse des FC informiert und angedeutet, dass er gerne mit ihnen sprechen würde“, sagte Kind bei Eurosport. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist will den Sportdirektor allerdings nicht abgeben.

Zum Auftakt des 13. Spieltages in der Fußball-Bundesliga haben sich Hannover und Stuttgart mit einem 1:1 unentschieden getrennt. Die Gäste aus dem Süden waren durch Takuma Asano in der 24. Minute in Führung gegangen und hatten diese lange gehalten. Erst ein Foulelfmeter durch Niclas Füllkrug brachte in der 76. Minute den Ausgleich.

Stuttgart war die meiste Zeit stärker – ließ aber zahlreiche Chancen liegen. Dafür holen die Schwaben den ersten Auswärtspunkt. (dts)

Skeletonpilotin Lölling gewinnt Weltcup in Whistler

Welt- und Europameisterin Jacqueline Lölling hat beim dritten Weltcup der Saison ihren ersten Saisonsieg eingefahren.Die Weltcup-Gesamtsiegerin von der RSG Hochsauerland fuhr auf der Hochgeschwindigkeitspiste in Whistler mit 142,81…

Welt- und Europameisterin Jacqueline Lölling hat beim dritten Weltcup der Saison ihren ersten Saisonsieg eingefahren.

Die Weltcup-Gesamtsiegerin von der RSG Hochsauerland fuhr auf der Hochgeschwindigkeitspiste in Whistler mit 142,81 Stundenkilometern in ihrer eigenen Liga und verfehlte den Bahnrekord im ersten Lauf nur um drei Hundertstel. Nach zwei Läufen gewann sie mit 0,23 Sekunden Vorsprung vor der Kanadierin Jane Channel. Die WM-Zweite Tina Hermann vom WSV Königssee kam auf der Olympia-Bahn von 2010 auf Rang drei.

Anna Fernstädt aus Berchtesgaden, die aufgrund ihrer guten Leistungen von Bundestrainer Jens Müller für Sophia Griebel nachträglich nominiert wurde, kam auf Platz sechs. „Nach dem Ergebnis des Weltcups in Whistler wird über die weiteren Starts entschieden“, meinte Müller. Lölling (585 Punkte) übernahm mit dem Sieg die Führung im Gesamt-Weltcup vor Hermann (554) und Elisabeth Vathje (546) aus Kanada.

Nicht am Start war die Russin Elena Nikitina, die zuvor den Weltcup in Park City gewann. Die Olympia-Dritte von Sotschi wurde wie Olympiasieger Alexander Tretjakow sowie die bei den Winterspielen 2014 medaillenlos gebliebenen Maria Orlowa und Olga Potylyzina vom Internationalen Olympischen Komitee wegen Dopings lebenslang gesperrt. Es wird erwartet, dass die Athleten die Sperre beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne anfechten. Diesen Vorgang hatten sie bereits in der Vorsaison erlebt, da erhielten die Russen vom CAS mangels Beweisen wieder eine Startberechtigung. (dpa)

Deutschlands Basketballer starten mit Heimsieg in WM-Quali

Das Debüt von Basketball-Bundestrainer Henrik Rödl ist geglückt. Die DBB-Auswahl besiegt zum Auftakt der WM-Qualifikation Georgien. Vor allem der Kapitän überzeugt in der Abwesenheit der Stars.

Deutschlands Basketballer haben einen optimalen Auftakt in die WM-Qualifikation gefeiert. Beim Debüt von Bundestrainer Henrik Rödl bezwang das deutsche Team in Chemnitz die Auswahl Georgiens 79:70 (40:41).

Vor 5037 Zuschauern war Kapitän Robin Benzing mit 25 Punkten Deutschlands bester Werfer. Für die Gäste traf Michael Dixon am häufigsten, der gebürtige Amerikaner erzielte 23 Punkte. Die DBB-Auswahl kann am Montag mit einem weiteren Sieg im Auswärtsspiel gegen Österreich einen perfekten Start in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2019 in China schaffen.

Mit dem Sieg blieb Deutschland auch im vierten Duell mit Georgien ungeschlagen. Zuletzt hatte das DBB-Team Anfang September während der Europameisterschaft gegen die Gäste gewonnen. Im Vergleich zu damals traten dieses Mal jedoch völlig unterschiedliche Teams an. Weil die Euroleague trotz des Länderspiels nicht pausierte und die nordamerikanische NBA eh weiterläuft, blieben auf beiden Seiten zahlreiche Stammkräfte bei ihren Clubs.

Coach Rödl, der das Team nach der EM von Chris Fleming übernommen hatte, musste etwa auf Aufbauspieler Dennis Schröder verzichten, der in den USA bei den Atlanta Hawks unter Vertrag steht. Die Aufgabe des Spielmachers übernahm hauptsächlich Bastian Doreth vom Bundesligisten medi Bayreuth, der das DBB-Team zu einer frühen 11:5-Führung lenkte.

Das Gästeteam des griechischen Coaches Ilias Zouros ließ sich davon aber nicht beeindrucken, war immer wieder mit Dreipunktewürfen erfolgreich und gestaltete so das Spiel in der Folge völlig offen. Nach drei Vierteln stand es 60:61. Im finalen Durchgang konnte sich das vom überzeugenden Benzing angeführte Heimteam dann aber entscheidend absetzen.

Nach dem Spiel am Montag in Österreich geht die Qualifikation im nächsten Jahr weiter. Dann erwarten Deutschland in seiner Vierergruppe bis Juni die Rückspiele gegen Georgien und Österreich sowie zwei Partien gegen Vize-Europameister Serbien. Wer Gruppenletzter wird, fliegt raus.

Die anderen drei Teams ziehen in eine Sechsergruppe ein, wo sich dann die drei Erstplatzierten für das Turnier in China qualifizieren. In die zweite Phase fließen die Ergebnisse aus der ersten Runde mit ein. (dpa)

Peinlicher Fehler im Wettbüro

Bei dem irischen Wettanbieter Paddy Power kann man sein Geld aufgrund eines Fehlers auf den verstorbenen Ex-Fußballprofi Ugo Ehiogu setzen. Wie kam es dazu?

Im September leistete sich der irische Wettanbieter Paddy Power einen äußerst unangenehmen Fehltritt. Für kurze Zeit war es den Kunden möglich, Wetten auf einen Trainerkandidaten abzuschließen, der bereits verstorben war.

Schlussstrich nach schwachem Start

Nach einem äußerst enttäuschenden Saisonstart zog der englische Zweitligist Birmingham Mitte September die Reißleine und trennte sich von seinem Trainer Harry Redknapp. Die magere Ausbeute von vier Punkten nach den ersten acht Spieltagen bedeutete das Aus für den englischen Coach.

Sechs Niederlagen bei nur einem Sieg und einem Remis waren den Verantwortlichen letztendlich zu wenig und so musste Redknapp seinen Hut nehmen. Trainerentlassungen sind im Profifußball aber schon lange keine Seltenheit mehr. Auch die Freistellung von Harry Redknapp stellt da keine Ausnahme dar. Allerdings wurde es im Zuge der Spekulationen um seine Nachfolge äußerst skurril.

Wette auf einen Verstorbenen

Denn dem irischen Wettbüro Paddy Power unterlief ein ziemlich peinlicher Fehler bei einer ihrer angebotenen Wetten. In der Liste der potenziellen Nachfolger auf den Trainerposten in Birmingham tauchte nämlich der Name des ehemaligen Profifußballers und Jugendtrainers Ugo Ehiogu auf.

Dieser war allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht mehr am Leben. Im April dieses Jahres ist der Brite unerwartet mit gerade einmal 44 Jahren nach einem Herzinfarkt verstorben. Ehiogu, der bis dahin die U-23 des englischen Erstligisten Tottenham Hotspur betreute, brach am 20. April auf dem Trainingsgelände des Klubs zusammen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort konnten ihm die Ärzte aber nicht mehr helfen, und er erlag am folgenden Tag den Folgen des Infarkts.

Anbieter reagiert schnell

Laut Angaben des Wettbüros waren es keine fünf Minuten, bis der Fauxpas entdeckt und die Wette aus dem Angebot entfernt wurde. Es habe sich glücklicherweise in dieser kurzen Zeit niemand für diese Wette entschieden, gab das Unternehmen bekannt.

Schnell folgte zudem eine offizielle Stellungnahme, in der man sich für den Irrtum bei den Angehörigen des viermaligen englischen Nationalspielers entschuldigte. Sie beteuerten, dass es sich lediglich um einen dummen Fehler gehandelt und keine bösartige Intention hinter dem Angebot gesteckt habe.

Grund für dieses Missgeschick sei eine veraltete Liste gewesen, die ungenügend geprüft wurde. So sei es dazu gekommen, dass Ehiogu als möglicher Nachfolger gehandelt wurde.

Ein fader Nachgeschmack bleibt

Zwar wurde der Fehler schnell erkannt und behoben, aber trotzdem wird man diese peinliche Aktion nicht so schnell vergessen. Bei einem seriösen Wettanbieter sollte ein solcher Lapsus selbstverständlich nicht vorkommen, aber trotzdem sollte man Paddy Power nicht sofort als unprofessionell arbeitendes Unternehmen abstempeln.

Dass das Vertrauen in den Wettanbieter aber keinen allzu großen Schaden erlitten hat, zeigte sich unterdessen erst kürzlich an der Börse. Der britische Bookie konnte seinen Aktienwert in kurzer Zeit um satte fünf Prozent steigern, was natürlich nicht ohne Zutrauen der Kunden und Anleger möglich gewesen wäre.

Zwar muss dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass Paddy Power der beste Wettanbieter im Vergleich mit anderen Anbietern ist, nichtsdestotrotz handelt sich beim britischen Buchmacher auf alle Fälle um ein lizenziertes und legal agierendes Unternehmen, wofür auch die folgenden Merkmale sprechen, die jeder professionelle Wettanbieter vorweisen sollte:

  • Keine unbegrenzten oder sehr hohen Limits
  • Personalisierte Einzahlungsmöglichkeiten
  • Eine EU-weit gültige Lizenz
  • Keine überhöhten Bonusaktionen
  • Angemessene Quoten
  • Professionelle Web-Präsenz
  • Guter Kundenservice
  • Hohe Reputation und langes Bestehen des Anbieters

Unvorteilhafte Publicity

Zwar kann man den 1988 gegründeten Wettanbieter Paddy Power als sicher und zuverlässig bezeichnen, die öffentliche Aufmerksamkeit im Zuge des Wettskandals für das Unternehmen haben sich die Betreiber aber sicherlich dennoch etwas anders vorgestellt. Nicht immer gilt also der Grundsatz, dass es keine schlechte Publicity gebe.

Die Reaktionen auf den peinlichen Fehltritt folgten rasch und fielen ziemlich negativ aus. Viele Menschen ließen ihrer Empörung freien Lauf und bezeichneten die Aktion mitunter als „krank“ oder „geschmacklos“.

Bereits kurz zuvor richteten sich die Augen vieler Wettfreunde auf den irischen Anbieter. Im Rahmen des Boxkampfes zwischen dem Amerikaner Floyd Mayweather und dem Iren Connor McGregor geriet kürzlich auch ein Tweet in die Schlagzeilen.

In diesem erklärte das Wettbüro, dass man immer auf schwarz setzen sollte und sie bereits die Gewinne für einen Sieg von Mayweather auszahlen, da sie festgestellt haben, dass nur einer der beiden Kämpfer Boxer sei.

Der irische Fighter Connor McGregor tritt nämlich für gewöhnlich nicht in einem Boxring in Aktion, da er seine Kämpfe normalerweise im Oktagon in der Kampfsportart Mixed Martial Arts austrägt.

Mit dieser Äußerung sorgte Paddy Power jedoch erneut bei vielen Menschen für Erregung, da sie ein rassistisches Motiv in dieser Aussage vermuteten, da Floyd Mayweather afroamerikanischer Herkunft ist.

Kuriose Wetten kein Einzelfall

Die Geschichte um den peinlichen Vorfall bei Paddy Power ist aber bei weitem kein Einzelfall in der Welt der Wetten, denn es gibt zahlreiche andere Beispiele von weiteren skurrilen Wettofferten. In der Regel sind diese zwar keine Missgeschicke, aber dennoch fragt man sich, ob die Anbieter nicht doch zu viel Langeweile haben.

Besonders bei den Briten kommt es häufig vor, dass man Geld auf die verrücktesten Dinge setzen kann. So kann man aktuell beispielsweise auf die Hutfarbe der Queen bei einem öffentlichen Auftritt wetten.

Die Begeisterung für die englische Königsfamilie spiegelt sich auch in zahlreichen anderen Wetten wider. So konnte man auch eine Wette auf die Namensgebung der Kinder von Prinz William und seiner Frau Kate platzieren. Ebenso war es möglich, mit dem richtig getippten Geschlecht des neugeborenen Kindes Geld zu gewinnen.

WM-Feier mit dem Papst

Doch auch in Deutschland kann man auf außergewöhnliche Angebote stoßen. So ist es beispielsweise bei einigen Wettanbietern möglich, darauf zu setzen, dass Deutschland wieder Fußballweltmeister wird, bevor der erste Mensch einen Fuß auf den Mars setzt.

Während der WM 2010 konnte man sogar eine Wette darauf abschließen, dass Deutschland den Weltmeistertitel gewinnt und deswegen der damalige deutsche Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz den Hit „We are the Champions“ von Queen zum Besten gibt.

Die Liste von diesen ungewöhnlichen Wetten könnte man noch ewig fortführen, da es eine Vielzahl von ihnen gibt. Und es kommen immer wieder neue dazu, die einen gelegentlich dazu verleiten, ungläubig den Kopf zu schütteln.

Lektion gelernt?

Es bleibt zu hoffen, dass der Wettanbieter Paddy Power aus dem peinlichen Auftritt gelernt hat und das Unternehmen in Zukunft nicht mehr durch unangenehme Fehltritte in den öffentlichen Fokus gerät, sondern vielleicht lieber durch ausgefallene Wetten, die eher zur Belustigung anstatt zu Empörung anregen.

 

SPD: Jusos sind gegen Neuauflage der GroKo

Die Jusos sind gegen eine Große Koalition der Bundesregierung. Sie glauben, dass es langfristig der Demokratie schade, weil es dann „keinen Richtungsstreit zwischen den großen Volksparteien“ gäbe.

Auf dem Bundeskongress der Jusos am Freitag äußerten sich die Mitglieder mehrheitlich gegen die Möglichkeit einer erneuten Großen Koalition in der Bundesregierung.

Johanna Uekermann, die bis zu einer Abstimmung auf dem Bundeskongress Juso-Vorsitzende gewesen ist, sagte hierzu: „Wir stehen als Jusos ganz klar gegen eine erneute Große Koalition. Die Große Koalition wurde abgewählt, wir glauben auch, dass es langfristig unserer Demokratie schadet, wenn es keinen Richtungsstreit zwischen den großen Volksparteien gibt.“

Ihrer Meinung nach gäbe es „keine gemeinsamen politischen Projekte zwischen Union und SPD, die man umsetzen könnte.“

Uerkermann sieht Merkel in der Pflicht, für eine Regierungsbildung zu sorgen, und hierfür andere Lösungen als eine Große Koalition zu finden. Auch andere Mitglieder äußerten die Meinung, dass eine Große Koalition der Demokratie in Deutschland nicht zuträglich sei.

„Gerade in Zeiten, in denen rechtspopulistische Parteien Stimmung machen, gegen angebliche Blockparteien, braucht es Alternativen und starke Volksparteien“, so Leon Hahn, Vorsitzender der Juso Baden-Württemberg.

Der Bundeskongress findet vom 24. – 26. November in Saarbrücken statt. SPD-Parteichef Martin Schulz wird ihm am Freitagabend einen Besuch abstatten. (Reuters)

Bayern-Präsident Hoeneß nennt Heynckes «Glückszustand»

Der FC Bayern bleibt der sportlich und wirtschaftlich erfolgreichste Fußballverein in Deutschland. Der Bundesliga-Krösus macht bei fast 650 Millionen Umsatz knapp 40 Millionen Euro Gewinn. Präsident Hoeneß benennt «die Nacht von Paris» als Weckruf für den Rekordmeister.

Als Fußball-Weltmeister Manuel Neuer in Begleitung des ebenfalls noch verletzten Franck Ribéry an Krücken in den Audi Dome humpelt, brandet Beifall auf.

Uli Hoeneß muss für die leicht verspäteten Starkicker seine Begrüßung auf der von Rekordzahlen und flotten Sprüchen geprägten Jahreshauptversammlung des FC Bayern im Münchner Audi Dome kurz unterbrechen. Aber das macht der Präsident gerne, denn er rühmt das Duo als echte Bayern: „Das sind zwei Vertreter, die im Laufe der Jahre in diese Familie hineingewachsen sind. Sie haben das Mia-san-mia verinnerlicht.“

In seiner Rede ein Jahr nach seiner Rückkehr ins Präsidentenamt preist der 65 Jahre alte Hoeneß dann aber vor allem einen Mann: Jupp Heynckes, den zurückgekehrten Triple-Trainer von 2013. Den Wechsel von Carlo Ancelotti zu Heynckes nennt Hoeneß einen Glücksfall.

„Es war die Nacht von Paris, die diesen Verein hat aufwachen lassen“, sagte Hoeneß zu den sportlichen Konsequenzen, die der Verein aus dem 0:3 in der Champions League gegen Paris St. Germain gezogen habe. „Es ist ein Glückszustand, dass es gelungen ist, Jupp Heynckes zu verpflichten.“ Seitdem eile der Rekordmeister von Sieg zu Sieg.

Die Nacht von Paris habe auch dazu geführt, dass er persönlich mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge in der Führung des Vereins wieder zusammengefunden habe. „Wir arbeiten wieder ganz eng zusammen“, sagte der 65-jährige Hoeneß. Gemeinsam mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der von den 1459 anwesenden Mitgliedern viel Applaus erhielt, werde er Rummenigge in Zukunft total unterstützen, gerade auch nach außen. „Es schießt eine Kanone, die heißt Karl-Heinz Rummenigge. Und Hasan und ich stehen dahinter und reichen ihm die Kugel“, sagte Hoeneß kämpferisch.

Hoeneß sieht harte Kämpfe im internationalen Fußball auf den deutschen Topclub zukommen. „Du spielst nicht nur gegen Vereine, sondern ganze Staaten: Katar, Abu Dhabi, ein russischer Oligarch und amerikanische Hedgefonds“, sagte er mit Blick auf die Finanzkraft von Vereinen wie Paris St. Germain oder Manchester City.

Der FC Bayern kann nach wirtschaftlichen Rekordzahlen aber auch selbst in Zukunft weiterhin viel Geld in Topfußballer investieren. Der Bundesliga-Krösus setzte im Geschäftsjahr 2016/17 nie zuvor erreichte 640,5 Millionen Euro um. Der Gewinn nach Steuern betrug 39,2 Millionen Euro, ebenfalls eine weitere Bestmarke nach 33 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015/16. „Unsere wirtschaftlichen Anstrengungen dienen vornehmlich nur einem Ziel: der Maximierung des sportlichen Erfolgs“, erklärte Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen.

Die FC Bayern München AG schüttet eine Rekorddividende von 16,5 Millionen Euro an die Aktionäre aus. Der größte Anteil geht mit 12,375 Millionen an den FC Bayern e.V. Der Verein hält 75 Prozent der AG-Anteile. Die weiteren 25 Prozent verteilen sich auf zu gleichen Teilen auf die Partner Allianz, Audi und Adidas.

Wahlen standen auf der Versammlung nicht auf dem Programm. Vor einem Jahr war Hoeneß nach seiner Haftstrafe wieder zum Präsidenten des deutschen Fußball-Rekordmeisters gewählt worden.

Der FC Bayern München bleibt der größte deutsche Sportverein. Die Mitgliederzahl nähert sich rapide der Schwelle von 300 000. Aktuell sind es 290 000. Die Zahl der Fanclubs beträgt 4327 mit mehr als 340 000 Mitgliedern. (dpa)

Argentiniens Präsident will Vorgänge an Bord von verschollenem U-Boot aufklären

Nach den Erkenntnissen zu einer Explosion an Bord des verschollenen U-Boots hat die argentinische Marine alle Hoffnungen verloren, die 44 Besatzungsmitglieder lebend zu bergen. Präsident Macri kündigte eine umfassende Untersuchung an.

Nach den jüngsten Erkenntnissen zu einer mutmaßlichen Explosion an Bord des seit über einer Woche verschollenen U-Boots „ARA San Juan“ hat die argentinische Marine alle Hoffnung verloren, die 44 Besatzungsmitglieder noch lebend bergen zu können.

Es gehe nun darum, die „ARA San Juan“ auf dem Meeresboden zu finden, sagte Marinesprecher Enrique Balbi am Freitag.

Erst am Vortag hatte die Marine mitgeteilt, dass sich wenige Stunden nach Abbruch des Funkkontakts am 15. November im Südatlantik eine „Explosion“ ereignet habe. Zuvor hatte die Besatzung des U-Boots Probleme mit seinen Batterien gemeldet.

Das U-Boot wurde erst 2014 generalüberholt

Bei den Angehörigen der Besatzungsmitglieder schlug die Hoffnung daraufhin in Wut um. Sie warfen der Marine unter anderem eine unzureichende Informationspolitik vor. Zudem glauben sie, dass das U-Boot in schlechtem Zustand gewesen sei.

Marinesprecher Balbi sagte dazu, niemand würde ein U-Boot in See stechen lassen, „das seeuntauglich ist“. Das in Deutschland gebaute U-Boot lief 1983 vom Stapel und wurde 2007 und 2014 generalüberholt.

Nicht vorschnell urteilen

Argentiniens Präsident Mauricio Macri warnte vor vorschnellen Schlüssen und Schuldzuweisungen. Es werde eine „ernsthafte Untersuchung“ geben, um herauszufinden, „wie ein komplett fahrtüchtiges U-Boot offenbar Opfer einer Explosion werden konnte“, sagte Macri in einer kurzen Rede am Sitz der argentinischen Marine.

Dabei könne sein Land mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und deren technologische Expertise rechnen. Vor jeglichen Rückschlüssen müsse Gewissheit herrschen, „was genau geschehen ist“, mahnte er.

Argentinische Zeitungen hatten zuvor berichtet, dass Macris Mitte-rechts-Regierung bereits die Entlassung von Marine-Chef Marcelo Srur plane. Die Regierung denke über einen Wechsel der Marine-Führung nach, berichtete die einflussreiche Zeitung „Clarín“ am Freitag.

Sie werfe der Marine im Fall der „ARA San Juan“ Nachlässigkeit vor und glaube, dass diese die Situation schlecht gehandhabt habe. Unter anderem dauerte es den Zeitungen zufolge fünf Tage, bis die Marine das Verteidigungsministerium über die Batterie-Probleme des U-Boots informierte. (afp)

Union weiter zu Hause ungeschlagen – 3:3 gegen Darmstadt

Berlin (dpa) – Der Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin bleibt auf eigenem Platz ungeschlagen, konnte aber beim 3:3 (1:0) gegen den Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 nicht überzeugen.In der dritten Minute der Nachspielzeit gelang Christopher…

Berlin (dpa) – Der Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin bleibt auf eigenem Platz ungeschlagen, konnte aber beim 3:3 (1:0) gegen den Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 nicht überzeugen.

In der dritten Minute der Nachspielzeit gelang Christopher Trimmel vor 21 108 Zuschauern der erlösende Ausgleich für die Berliner. Zuvor hatten Grischa Prömel (39.) und Sebastian Polter mit einem verwandelten Handelfmeter (58.) getroffen. Die Tore für die Gäste erzielten Terence Boyd (51. und 61.) sowie Tobias Kempe (66. /Foulelfer). Union bleibt Tabellen-Dritter.

Migranten als „Bevölkerungsersatz” für Europäer: Bereits seit 2000 offiziell in Planung

„Die Bevölkerung in Europa und Deutschland sinkt und vergreist“, meinte die UNO 2001. Was könnte man dagegen tun? Die UN empfahl einen „Bevölkerungsersatz“ bzw. eine „Verdrängungsmigration“ mithilfe von Zuwanderung.

Die Bevölkerung in Europa nimmt ab und altert. Das könne nur durch die „Bestandserhaltungsmigration“ aufgehalten werden, meinten die Vereinten Nationen (UNO) im Jahre 2000.

Diese Art der Migration beziehe sich „auf die Zuwanderung aus dem Ausland, die benötigt wird, um den Bevölkerungsrückgang, das Schrumpfen der [erwerbsfähigen Bevölkerung] sowie die allgemeine Überalterung der Bevölkerung auszugleichen“, heißt es in der Zusammenfassung der UN-Studie „Bestanderhaltungsmigration: Eine Lösung für abnehmende und alternde Bevölkerungen?“

UNO empfahl 2001 „Bevölkerungsersatz“ in Europa

2001 ging die UNO weiter und empfahl in ihrem Bericht zum „Bevölkerungsersatz“ (Replacement Migration/ deutsche Übersetzung auch: Nachfolger-Migration, Ersetzungs-Migration, Verdrängungsmigration) verschiedene Szenarien, um Europas und Deutschlands Problem der sinkenden und alternden Bevölkerung zu lösen.

Um die Wirtschaftskraft zu erhalten, sollten ab 2015 bis 2035 um die 2 Millionen Migranten jährlich in Deutschland aufgenommen werden, so die Empfehlung der UNO in Szenario 5.

Bis 2050 würden die Migranten und ihre Nachkommen fast die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland ausmachen, so die Schätzung der UNO damals.

Bereits jetzt ist diese Entwicklung zu sehen. Die Zahlen vom Statistischen Bundesamt zeigen, dass im Jahr 2015 von den rund 740.000 geborenen Kindern fast 148.000 von Ausländerinnen zur Welt gebracht wurden. Jedes fünfte Neugebore hatte demzufolge eine ausländische Mutter.

Siehe auch: „Historischer Babyboom“ in Deutschland – Jedes 5. Baby hat ausländische Mutter

EU-Kommissar 2015: „Brauchen mehr als 70 Millionen Migranten in den nächsten 20 Jahren“

Die „Vergreisung“ Europas beschäftigte auch den EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos. „Europa vergreist“, meinte  er Ende 2015.

In den nächsten zwei Jahrzehnten werden mehr als 70 Millionen Migranten nötig sein“, um die Vergreisung des Kontinents zu verhindern, sagte der Kommissar damals.

Außerdem beschwerte er sich, dass viele EU-Staaten nicht bereit seien, illegale Migranten aufzunehmen. „Etwas stimmt hier nicht“, so Avramopoulos. Der Migration nach Europa sollte nichts im Wege stehen.

Neue Dublin-Regeln in Vorbereitung

Das sah das Europaparlament Mitte Oktober ähnlich und verabschiedete einige Vorschriften, die für eine gerechtere Aufteilung von Asylbewerbern unter den EU-Staaten sorgen sollen.

Dazu soll ein fester und verbindlicher Verteilerschlüssel beschlossen werden, der nach der Bevölkerungszahl und dem Bruttosozialprodukt der einzelnen Länder berechnet wird.

Im November werden die Änderungen in Straßburg der EU zur Abstimmung vorgelegt. Federführend ist der Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres. Auf diese Weise soll das Dublin-Abkommen abgelöst werden.

EU-Staaten werden zur Aufnahme von Migranten gezwungen – auch gegen Willen der Bürger

Das bedeutet: Mit den neuen Regelungen könnten Mitgliedsstaaten zur Aufnahme von Migranten gezwungen werden – auch gegen den Willen ihrer Bürger. EU-Staaten, die die Aufnahme von Menschen in unbegrenzter Höhe verweigern, könnten von der Vergabe von Fördermitteln der EU ausgeschlossen werden.

„Wenn nun zudem Unicef vor einer bevorstehenden Massenflucht aus Afrika warnt, muss man nur eins und eins zusammenzählen, um sich auszumalen, wie Europa und insbesondere Deutschland in einigen Jahren aussehen werden. Oswald Spenglers Buch ‚Untergang des Abendlandes‘ aus dem Jahr 1922 wird so schneller Realität, als Pessimisten es je befürchteten“, meinte dazu der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag und europapolitische Sprecher, André Barth.

Siehe auch: Orbán erklärt Ost-Mitteleuropa zur „migrantenfreien Zone“ – EU-Abgeordneter der Grünen übt Kritik

Es können künftig Gruppenanträge mit bis zu 30 Personen gestellt werden

Was genau sieht die Regelung vor? Der Vorlage des Ausschusses zufolge sollen Menschen nach ihrer Ankunft in einem EU-Staat zunächst registriert und einer „Sicherheitsprüfung“ unterzogen werden. Dabei soll auch evaluiert werden, ob sie Aussicht auf Asyl haben.

Grundsätzlich sollen Migranten von Ländern aufgenommen werden, zu denen sie bereits „Verbindungen“ haben – entweder durch Angehörige, die dort leben, oder über frühere Aufenthalte, etwa zu Studienzwecken. Für Migranten, die zu keinem EU-Staat eine solche Verbindung haben, soll der Verteilerschlüssel gelten.

Auch sollen Asylanträge zukünftig auch für ganze Gruppen von bis zu 30 Personen in Europa gestellt werden. Das bedeutet nicht, das Recht zu haben, in einem bestimmtem Staat Asyl zu erhalten, sondern von Bekannten oder von Menschen seiner Heimatstadt umgeben zu sein, oder von jemandem, den man auf der Wanderung kennengelernt hat.

Siehe auch: Migration: Neue Dublin-Regeln in Vorbereitung – Es können künftig Gruppenanträge mit bis zu 30 Personen gestellt werden

Resettlement-Politik des BAMF

Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Seite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom August 2016. Unter dem Titel „Resettlement und humanitäre Aufnahme“ steht dort nämlich, dass Resettlement „die dauerhafte Aufnahme von Flüchtlingen aus Drittstaaten ermöglichen“ solle.

Die Betroffenen haben in dem Land ihrer ersten Zuflucht keine Perspektive auf Integration noch auf eine Rückkehr in ihr Herkunftsland. Der sogenannte Resettlementbedarf wird vom UNHCR festgestellt. Die Resettlementflüchtlinge erhalten einen Aufenthaltstitel nach §23 Abs. 4 Aufenthaltsgesetz und müssen kein Asylverfahren durchlaufen“, heißt es auf der Seite des BAMF.

Die Migranten werden nach den folgenden Kriterien ausgewählt:

  1. Wahrung der Einheit der Familie
  2. Familiäre oder sonstige integrationsförderliche Bindungen nach Deutschland
  3. Integrationsfähigkeit (wie etwa Grad der Schul-/Berufsausbildung, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse)
  4. Grad der Schutzbedürftigkeit

Von 2012 bis 2014 wurden auf diese Weise jährlich 300 Personen aufgenommen. Sie wurden grundsätzlich vom UN-Flüchtlingswerk (UNHCR) vorgeschlagen, heißt es.

Die Resettlementquote sei 2015 „in Einvernehmen zwischen Bund und Ländern auf 500 Personen angehoben“ worden. Für 2016/2017 betrug die Gesamtquote 1.600 Personen für diese zwei Jahre.

10.000 Euro für jeden Aufgenommenen

Laut dem Resettlement-Programm der EU-Kommission 2016 bekomme jeder EU-Staat 10.000 Euro für jede Person, die er aufnimmt – aber nur, wenn er dies im Rahmen des EU-Programms tut. Nationale Resettlement-Programme werden finanziell nicht unterstützt, heißt es in dem Papier.

Unter das EU-Resettlement-Programm fallen Personen unter den folgenden Kategorien:

– gefährdete Frauen und Mädchen
– gefährdete Kinder und Jugendliche, einschließlich unbegleitete Minderjährige
– Überlebende von Gewalt und/oder Folter
– Personen, die internationalen Schutz benötigen
– Personen mit Gesundheitsproblemen oder Behinderungen
– Personen in schwieriger sozioökonomischen Lage.

Siehe auch: Experte: „Afrika geht es besser, als wir glauben“ – Vielen Afrikanern kann Flüchtlingsstatus aberkannt werden

Mehr dazu:

Musiker Peter Cornelius prangert „kollektive Bewusstlosigkeit“ an, während Europa „umgevolkt“ wird

Bundesregierung rechnet mit bis zu 400.000 Mittelmeerflüchtlingen – und warnt vor Millionen

Bestandserhaltungsmigration: Neuer Bericht der Abteilung Bevölkerungsfragen der Vereinten Nationen veröffentlicht

2. Bundesliga: Union Berlin unentschieden gegen Darmstadt

Zum Auftakt des 15. Spieltags in der 2. Liga hat Union Berlin gegen Darmstadt 98 in letzter Minute ein Unentschieden gerettet und 3:3 gespielt. Für Berlin hatte Grischa Prömel in …

Zum Auftakt des 15. Spieltags in der 2. Liga hat Union Berlin gegen Darmstadt 98 in letzter Minute ein Unentschieden gerettet und 3:3 gespielt. Für Berlin hatte Grischa Prömel in der 39. Minute zuerst getroffen, Darmstadts Terrence Boyd erzielte in der 51. Minute den Ausgleich. Und dann gab es fast im Fünf-Minuten-Takt weitere Treffer: Sebastian Polter brachte in der 58. Minute per Foulelfmeter erneut die Hauptstädter in Führung, wieder war es Terrence Boyd, der in der 61. für Darmstadt ausglich.

Nach einem weiteren Foulelfmeter, diesmal durch Darmstadts Tobias Kempe in der 66. Minute, war die Partie gedreht und die erste Heimpleite für Union fast perfekt. In der letzten Minute brachte ein Eigentor von Darmstadts Jan Rosenthal doch noch den Ausgleich. Die parallel ausgetragene Partie zwischen Sandhausen und Heidenheim endete 1:2. (dts)

Kind bestätigt: Heldt will mit Köln reden – «Planen mit ihm»

Hannovers Manager Horst Heldt will mit dem 1. FC Köln über einen möglichen Wechsel reden. Das bestätigte 96-Clubchef Martin Kind beim Sender Eurosport.„Er hat mich über das Interesse des FC informiert und angedeutet, dass er gerne mit ihnen…

Hannovers Manager Horst Heldt will mit dem 1. FC Köln über einen möglichen Wechsel reden. Das bestätigte 96-Clubchef Martin Kind beim Sender Eurosport.

„Er hat mich über das Interesse des FC informiert und angedeutet, dass er gerne mit ihnen sprechen würde“, sagte Kind. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist will den Sportdirektor allerdings nicht abgeben.

„Wir sind sehr zufrieden mit Herrn Heldt. Er macht einen guten Job und ist gut anerkannt. Und wenn man einen qualifizierten Mann hat, dann kenne ich kein Argument, ihn wirklich gehen zu ‎lassen‎“, sagte Kind vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart und betonte: „Wir haben einen Vertrag. Und gemeinsam wollen wir den Vertrag erfüllen.“ Er wies darauf hin, dass Hannover 96 „bereits die Rückrunde und die neue Saison“ plane. Das stehe einer Entscheidung im Wege. (dpa)

IS-Syrer zu schlau für deutsche Behörden? – „Wir blamieren uns“ – Innenminister kritisiert Justiz nach gescheitertem Anti-Terror-Einsatz

Nach der Freilassung von sechs Syrern, die im Verlauf einer Anti-Terror-Razzia mit 500 Polizisten wegen Terrorverdachts festgenommen worden waren, übte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Caffier heftige Kritik am Vorgehen der Justiz.

Nach der Freilassung von sechs Syrern, die wegen Terrorverdachts auf Weisung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt vorläufig festgenommen und dann wieder freigelassen worden waren, hat Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) Kritik am Vorgehen der Justiz geübt.

Der Minister sagte den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (RND):

So geht das nicht. Zum wiederholten Mal in wenigen Wochen werden Hunderte Polizisten gegen angebliche Terroristen in Marsch gesetzt, die sie mangels Beweisen wieder freilassen müssen. Wir geraten in Erklärungsnot, und am Ende sind die Länder die Dummen.“

(Lorenz Caffier, CDU, Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern)

Der CDU-Politiker betonte, ihm sei bewusst, dass Terrorabwehr eine schwierige Gratwanderung sei und man „lieber einmal zu viel als zu wenig“ einschreiten müsse.

Aber am Ende des Abwägungsprozesses muss wenigstens die Chance auf einen Haftbefehl stehen. So jedenfalls blamieren wir uns auf Dauer vor der Bevölkerung. Es ist frustrierend.“

(Lorenz Caffier, CDU-Minister)

Der Sprecher der Unionsinnenminister ist seit 2006 im Amt und damit der dienstälteste Innenressortchef Deutschlands.

Zu gerissen für deutsche Behörden?

Die Ermittlungen gegen die sechs Syrer im Alter von 20 bis 28 Jahren fanden am Dienstagmorgen ihren finalen Abschluss in einer Anti-Terror-Razzia mit 500 Polizisten.

Die seit 2014/2015 in Hessen, Niedersachsen, Sachsen und NRW lebenden Männer sollen einen Anschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt geplant haben, der am Donnerstag eröffnet hat. Dies erfuhr der „Hessische Rundfunk“ aus Ermittlerkreisen.

Doch bereits am nächsten Tag waren die Verdächtigen, die der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verdächtigt worden waren, wieder frei.

Es gibt keine dringenden Hinweise auf die Vorbereitung eines Anschlags oder einer IS-Mitgliedschaft.“

(Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt/M.)

Nach der Befragung der Männer sowie der Auswertung ihrer Mobiltelefone und Laptops habe ein dringender Tatverdacht jedoch nicht begründet werden können, sagte der Behördensprecher. Daher habe die Generalstaatsanwaltschaft davon abgesehen, Haftbefehle zu beantragen.

Und dennoch: Nach Angaben des Sprechers der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt liegen trotz der Freilassung Hinweise auf Bezüge der Männer zum IS vor. Es gebe zudem Hinweise darauf, dass sich die sechs Syrer mit „Anschlagsszenarien“ befasst hätten.

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