Skandal: Ungarische Stadt als Kulturhauptstadt abgelehnt wegen „Propagandafilm des weißen, christlichen Europas …“

Als Kulturhauptstadt 2023 abgelehnt: Im Bewerbungsfilm von Székesfehérvár gäbe es zu viele weiße Menschen, zu viele Kirchen – und zu wenig Migranten und Arme. Dazu erklärte der Bürgermeister: „Wir fühlten uns eher wie vor dem Erschießungskommando unserer Kultur“.

Ungarn bewarb sich neben anderen Städten auch mit seiner neuntgrößte Stadt Székesfehérvár als „Kulturhauptstadt Europas 2023“. Jedoch wurde diese „angeblich in einem EU-Vorauswahlverfahren abgelehnt, da das Präsentationsvideo der Stadt zu viele lächelnde, tanzende und weiße Menschen zeigt.“ Wie der Bürgermeister der 100.000 Einwohner großen Stadt erklärt, zeige der Film der EU zufolge zu viele Kirchen und nicht genug Migranten“,  berichtete „RT Deutsch“.

Demnach habe Ungarn ein kurzes Video über die Stadt eingereicht, das „junge Paare, Mütter, Babys, Sportler, Volkstänzer und ältere Personen, die Schach spielen“ zeigt –  der EU-Kulturausschuss habe jedoch den Eindruck gehabt, es seien “ zu viele fröhliche weiße Menschen und nicht genug Zuwanderer gezeigt“ worden, wie der Bürgermeister der Stadt, András Cser-Palkovics, erklärte. (Quelle: „RT Deutsch“)

Unsere Epoch Times Ungarn-Spezialistin fragte nach, was geschehen war und was gesagt wurde. So gratulierte der Bürgermeister zuerst einmal den drei ungarischen Städten, die nach der ersten Vorstellung beim EU-Kulturausschuss weitergekommen sind:

„Ich möchte allen drei Städten [Debrecen, Győr, Veszprém] gratulieren und festhalten, dass, egal welche Stadt den Wettbewerb zur Kulturhauptstadt 2023 gewinnt, alle hätten es verdient. Ich bin mir sicher, dass jede von ihnen die Nation, die Kultur und die Werte der Nation mit Stolz repräsentieren werden“, beginnt András Cser-Palkovics, Bürgermeister von Székesfehérvár auf der Webseite der Stadt.

„Das ist der Propagandafilm des weißen, christlichen Europas …“

„Ich denke aber, dass es wichtig ist zu erwähnen, an was für einer Anhörung die Städte teilgenommen haben“, schreibt der Bürgermeister weiter. Und:

„Diese sogenannte ‚Fachausschuss‘-Sitzung war alles andere, nur nicht fachmäßig, sondern eine Sitzung, die sich mit tagespolitischen und ideologischen Fragen auseinandergesetzt hat. Heute hat es der Vorsitzende des Ausschusses so formuliert, dass er sich wie bei einer Kultur-Olympiade gefühlt hat.“ Doch:

Wir fühlten uns eher wie vor dem Erschießungskommando unserer Kultur.“

Denn: „Wir haben unseren Kurzfilm „Tele Élettel“ [Voll mit Leben] gezeigt und einer der ‚Experten‘ sagte dazu: ‚das ist der Propagandafilm des weißen, christlichen Europas, alle sind weiß, happy und sie tanzen auf der Straße‘.“

Video: Székesfehérvár – Tele Élettel!

Der Bürgermeister von Fehérvár fügte noch hinzu: „Die Experten haben die Armen und die Migranten [im Film] vermisst, sie fanden, dass zu viele Kreuze und Kirchen zu sehen waren, bzw. dass wir auf diese zu viel Wert gelegt haben. 

Ein Mitglied des Ausschusses – ein belgischer Politiker – bemängelte, dass wir die Identität der Bewerbung auf den griechischen, römischen und christlich-jüdischen Kulturkreis gründeten.

Meiner Meinung nach zeigen diese paar Sätze schon ganz gut, was gestern unter dem Deckmantel ‚Experten-Anhörung‘ passiert ist.

Bezüglich der Bewerbungen wurde fast nichts gesagt, nichts über die Nachhaltigkeit, die Finanzierung, sie haben sich nicht mit dem Programm oder Investitionen beschäftigt, sie haben uns nur mit tagespolitischen und ideologischen Punkten angeklagt.

Und das nur, weil wir unsere kulturelle Werte mit Stolz tragen. Das Kreuz ist nicht nur ein religiöser Wert, sondern auch ein kultureller; es gibt uns die Vielfältigkeit, auf die wir in Europa stolz sind.

Die Anhörung war nicht europäisch, weder in ihrem Stil noch in ihrem Inhalt und es ging dabei nicht um die Vielfältigkeit, wie es am Anfang hieß.“

Sein Fazit: „Wir lieben unsere Stadt mit unseren Kirchen und Kreuzen. Wir lieben, dass sie sicher und ruhig ist und dass die Menschen hier ihre eigene Werte demokratisch wählen können.“

Übersetzung: Szilvia Akbar

Italien vor Wahl: Große Demonstrationen in Mailand und Rom

In der heißen Phase des Wahlkampfs in Italien haben Parteien und andere Gruppierungen für heute in verschiedenen Städten zu Demonstrationen aufgerufen.

In der heißen Phase des Wahlkampfs in Italien haben Parteien und andere Gruppierungen für heute in verschiedenen Städten zu Demonstrationen aufgerufen. So beteiligten sich in Rom tausende Menschen an einer Demonstration unter dem Motto „Nie wieder Faschismus!“

Zu der Kundgebung hatte die Nationale Italienische Partisanenvereinigung (Anpi) aufgerufen. Auch der Chef der Demokratischen Partei (PD) und ehemalige Ministerpräsident Matteo Renzi, der derzeit den Wahlkampf seiner Partei anführt, unterstützte die Kundgebung.

Italiens mitgliederstärkster Gewerkschaftsverband CGIL mobilisierte in Rom zu einer weiteren Kundgebung. Sie richtete sich ebenfalls gegen Faschismus und rassistische Gewalt, aber auch gegen das 2015 unter Renzi erlassene Arbeitsgesetz nach dem Vorbild der deutschen Agenda 2010. In der italienischen Hauptstadt waren zudem drei Sit-ins angemeldet, eines davon unter Führung von Giorgia Meloni, der Chefin der rechten Partei Fratelli d’Italia.

Einige hundert Antifaschisten demonstrierten gegen die beiden Kundgebungen (siehe Video). Lega Nord, Fratelli d’Italia und die Partei Forza Italia des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi treten bei der Parlamentswahl am 4. März gemeinsam an.

Im sizilianischen Palermo wollte die rechte Gruppierung Forza Nuova auf die Straße gehen, um dagegen zu protestieren, dass eines ihrer Mitglieder von vermummten Tätern verprügelt worden war. Die linke Partei Potere al Popolo kündigt ebenfalls eine Demonstration in Palermo an. Eines ihrer Mitglieder war dort mit einem Messer angegriffen worden.

Zur zentralen Wahlkundgebung des Chefs der Lega Nord, Matteo Salvini, in Mailand versammelten sich nach Polizeiangaben 15.000 Menschen vor der Kathedrale. Die Fratelli d’Italia hielten am Morgen in Mailand ebenfalls ein Kundgebung ab.

Video: Antifa in Mailand

 

(afp/dpa/ks)

Bundesregierung bereitet neue Rechtsgrundlage für Fahrverbote vor

Die Bundesregierung hält Fahrverbote für Dieselautos in Innenstädten offenbar für unvermeidlich – eine neue Rechtsgrundlage für Verkehrsverbote soll geschaffen werden.

Die Bundesregierung hält Fahrverbote für Dieselautos in Innenstädten offenbar für unvermeidlich und bereitet schon die Umsetzung vor. In einer Antwort von Verkehrs-Staatssekretär Norbert Barthle (CDU) auf eine Anfrage des Grünen-Politikers Matthias Gastel heißt es, eine neue Rechtsgrundlage für streckenbezogene Verkehrsverbote oder -beschränkungen solle geschaffen werden. Sie könnte in die nächste Novelle der Straßenverkehrsordnung eingehen, die noch 2018 abgeschlossen werden soll.

Das Schreiben Barthles lag AFP am Samstag vor. Darin heißt es, die neue Rechtsgrundlage in der Straßenverkehrsordnung solle zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Feinstaub oder Abgasen (Stickstoffdioxid) geschaffen werden, soweit die festgelegten Grenzwerte tatsächlich überschritten werden.

Damit wären „erstmals auch streckenbezogene gefahrenabwehrrechtliche Maßnahmen zum Schutz vor Feinstaub möglich“. Diese Maßnahmen könnten damit unabhängig vom Vorliegen eines Luftreinhalteplans angeordnet werden – ein solcher Plan ist demnach bislang stets Grundlage einer Umweltzone.

Die neuen Maßnahmen in der Straßenverkehrsordnung könnten auch eine Festlegung zur Umweltzone „ergänzen“, heißt es in dem Schreiben weiter: „Für die besonders belasteten Straßen innerhalb der Zone“ könnten so schärfere oder ergänzende Maßnahmen angeordnet werden.

Grünen Politiker fordert bundesweit einheitliche blaue Plakette

Der Grünen-Politiker Gastel erklärte, mit der geplanten Rechtsverordnung gestehe die Bundesregierung „ihr eigenes Versagen in Sachen Luftreinhaltung ein“. Die Verantwortung, streckenbezogene Fahrverbote umzusetzen, läge Gastels Angaben zufolge allerdings bei den Kommunen. Daher „droht ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen“.

Der Grünen-Politiker forderte stattdessen eine bundesweit einheitliche Regelung: die Blaue Plakette. Nur Fahrzeuge, die gesetzliche Grenzwerte einhalten, bekämen diese Plakette und dürften in gekennzeichnete Bereiche der Innenstädte fahren.

Gastel verlangte zudem erneut, die technische Nachrüstung schmutziger Dieselautos voranzutreiben – dies wäre „ein Teil der Lösung“ für die abgasgeplagten Innenstädte. Es liege „klar in der Hand der Automobilindustrie“, in wie vielen Städten die eigenen Kunden mit Fahrverboten belegt werden.

Regierung will Fahrverbote vermeiden, aber …

Das Bundesverkehrsministerium erklärte offiziell, die Regierung wolle Fahrverbote vermeiden. Eine Sprecherin verwies auf das „Sofortprogramm Saubere Luft“ in Milliardenhöhe, das auf den Weg gebracht worden sei.

Bei der EU-Kommission habe die Regierung zudem zusätzliche Maßnahmen angekündigt – so wolle sie, „falls nötig“, die Städte dabei unterstützen, wirkungsvolle Verkehrsvorschriften auf bestimmten Straßen einzuführen. Hier setze sie sich aber für „intelligente, digitale Lösungen“ ein – Fahrverbote sollten so vermieden werden.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, bis vor kurzem Verkehrsminister, sagte der „Passauer Neuen Presse“, generelle Fahrverbote seien „der falsche politische Weg.“ Eine Blaue Plakette würde zu flächendeckenden Fahrverboten für die Besitzer von Diesel-Autos führen.

Das käme einer Enteignung von Diesel-Fahrern gleich und ist nicht zu rechtfertigen.“

Mit der Rechtmäßigkeit von Fahrverboten in Städten als mögliche Maßnahme zur Senkung der zu hohen Stickstoffdioxidwerte beschäftigt sich derzeit das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Eine Entscheidung ist für Dienstag angekündigt. (afp)

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Umfrage: Viele Eltern finden Schulalltag ihrer Kinder stressig

Zu viel Stress: 70 Prozent der Eltern erklären, ihr Kind habe viel Stress durch die Schule. Und sie sind selbst dadurch gestresst, wenn sie es im Lernalltag unterstützen sollen.

Viele Eltern finden den Schulalltag ihrer Kinder stressig. In einer vom „Spiegel“ veröffentlichten YouGov-Umfrage im Auftrag von „Duden Learnattack“ sagten 70 Prozent der Eltern, ihr Kind empfinde im Schulalltag „ein gewisses Maß an Stress“.

Schuld daran seien der Leistungsdruck in der Schule, die Leistungskontrollen und die Hausarbeiten. Rund die Hälfte aller Eltern (54 Prozent) glaubt demnach, dass ihr Kind weniger Freizeit hat, als sie während ihrer eigenen Schulzeit hatten.

39 Prozent der Eltern finden, ihrem Kind bleibe nach der Schule nicht genug Zeit für Freunde, Familie und Hobbys. Fast genauso viele gaben an, ihr Sohn oder ihre Tochter habe schon einmal wegen Schulstress auf ein Hobby verzichten müssen.

Der Stress der Kinder wirkt sich auch auf die Erwachsenen aus: 46 Prozent fühlen sich bei der Unterstützung ihres Kindes im Lernalltag selbst gestresst.

YouGov befragte online 1000 Eltern von Schulkindern im Alter von fünf bis 19 Jahren zur sogenannten School-Life-Balance. (afp)

Estland feiert mit Militärparade 100. Jahrestag seiner Unabhängigkeit

Estland hat am Samstag den 100. Jahrestag seiner Unabhängigkeit begangen. An einer großen Militärparade in der Hauptstadt Tallinn mit etwa 11.000 Soldaten nahmen rund hundert Armeefahrzeuge aus Estland und aus anderen Nato-Staaten teil.

Mit einer Militärparade hat Estland am Samstag den 100. Jahrestag seiner Unabhängigkeit begangen. An der Parade in der Hauptstadt Tallinn nahmen etwa 11.000 Soldaten teil, rund hundert Armeefahrzeuge aus Estland und anderen Nato-Staaten rollten durch die Straßen. Parlamentspräsident Eiki Nestor wertete den Aufmarsch als Zeichen der Selbstbehauptung:

Estlands Unabhängigkeit wird besser geschützt denn je, weil wir Freunde und Verbündete haben.“

Die estnische Unabhängigkeitserklärung stammt vom 24. Februar 1918. Nach dem Sturz der russischen Monarchie und der Oktoberrevolution sagte sich das Land von Russland los und rief die Republik Estland aus.

Diese währte bis 1940, als Estland in der Folge des Hitler-Stalin-Pakts von Sowjettruppen besetzt und der UdSSR einverleibt wurde.

Das baltische Land löste sich 1991 wieder von der Sowjetunion, seit 2004 ist es Mitglied der Europäischen Union und der Nato-Militärallianz. In Estland, den beiden anderen Baltenstaaten Lettland und Litauen sowie in Polen sind derzeit vier Nato-Bataillone stationiert.

Estlands Regierung betrachtet die Nato-Mitgliedschaft als wichtigen Beitrag zum Schutz vor dem großen Nachbarn Russland.

Generalstabschef Riho Teras thematisierte in seiner Ansprache bei der Militärparade das schwierige Verhältnis zu Russland.

Die Unabhängigkeit und Freiheit unseres Volks war niemals garantiert und sollte nicht für selbstverständlich genommen werden.“

Bereits im Unabhängigkeitskrieg gegen Russland von 1918 bis 1920 habe Estland „ein klares Signal gegeben: Alles ist möglich, wenn eine Nation es wirklich will.“

Die Hundertjahrfeiern in Estland begannen bereits im vergangene Jahr und werden bis zum Februar 2020 unter anderem mit Konzerten und Ausstellungen fortgeführt. Am 3. April empfängt US-Präsident Donald Trump die drei baltischen Staatschefs zu Gesprächen über militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit in Washington. (afp)

Stuttgart siegt unter Korkut weiter – 1:0 gegen Frankfurt

Der VfB Stuttgart hat einen weiteren Schritt zum Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga gemacht.Der Aufsteiger gewann in einem schwachen Spiel gegen den Europapokal-Anwärter Eintracht Frankfurt verdient mit 1:0 (1:0) und bleibt mit seinem…

Der VfB Stuttgart hat einen weiteren Schritt zum Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga gemacht.

Der Aufsteiger gewann in einem schwachen Spiel gegen den Europapokal-Anwärter Eintracht Frankfurt verdient mit 1:0 (1:0) und bleibt mit seinem neuen Trainer Tayfun Korkut ungeschlagen. Aus vier Spielen unter dem 43-Jährigen holten die Schwaben zehn Punkte und können im Abstiegskampf etwas durchatmen.

Erik Thommy (13. Minute) schoss die Gastgeber vor 55.418 Zuschauern zum dritten Sieg in Serie und verpasste der Eintracht im Rennen um die Champions-League-Plätze einen Dämpfer. Der pomadige Tabellendritte konnte bei weitem nicht an die Leistung vom 2:1 gegen Vize-Meister RB Leipzig anknüpfen. Stuttgart, das spielerisch ebenfalls enttäuschte, hatte zumindest ein Chancenplus.

Während der VfB in Bestbesetzung antrat und wieder mit Holger Badstuber vor der Abwehr und dem Sturmduo Mario Gomez und Daniel Ginczek spielte, musste die Eintracht auf den gelbgesperrten Kevin-Prince Boateng verzichten. Zudem fehlte sein Mittelfeld-Kollege Omar Mascarell erneut wegen einer Fußverletzung. Besonders Boatengs Ausfall war dem zu verhalten auftretenden Team anzumerken.

Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac übernahm zwar zunächst die Regie auf dem Platz und Danny da Costa traf an die Latte (9.). Doch der VfB nutzte den ersten Fehler der Gäste. David Abraham verlor den Ball an Ginczek, dessen Schuss Marco Russ an den Pfosten lenkte. Den Abpraller nutzte Winter-Neuzugang Thommy zu seinem ersten Tor für Stuttgart.

Frankfurt zeigte zwar die etwas reifere Spielanlage, häufig fehlte jedoch der letzte Pass in die Spitze. Der VfB setzte auf Konter, Ginczek und Gomez liefen sich aber meistens fest.

Nach der Pause hätte der VfB beinahe erhöht. Gomez bediente seinen Sturmpartner Ginczek, der frei auf das Tor zulief, jedoch im letzten Moment von Danny da Costa gestoppt wurde (46.). Zwei Minuten später war es erneut der glücklose Ginczek, der mit einem Kopfball an Eintracht-Torwart Lukas Hradecky scheiterte (48.).

Danach verflachte die Partie wieder, obwohl Frankfurts Trainer Kovac zur zweiten Halbzeit in Marco Fabián anstelle von Russ einen weiteren Offensivspieler brachte. Stuttgart zog sich noch weiter zurück, Frankfurt fehlten die fußballerischen Mittel, um die Korkut-Elf ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.  (dpa)

Mönchengladbach beendet Krise mit Sieg in Hannover

Borussia Mönchengladbach hat seine Krise in Hannover beendet. Nach vier Niederlagen am Stück gewannen die Gladbacher am Samstag beim niedersächsischen Fußball-Bundesligisten mit 1:0 (0:0) durch den erlösenden Treffer von Christoph Kramer in…

Borussia Mönchengladbach hat seine Krise in Hannover beendet. Nach vier Niederlagen am Stück gewannen die Gladbacher am Samstag beim niedersächsischen Fußball-Bundesligisten mit 1:0 (0:0) durch den erlösenden Treffer von Christoph Kramer in der 72. Minute.

Die Borussen zogen in der Tabelle an den Gastgebern vorbei in die obere Hälfte und liegen dank des Sieges zwei Punkte vor dem Aufsteiger.

Der früher in Hannover tätige Gladbach-Coach Dieter Hecking erlebte einen dominanten Auftritt seiner Mannschaft. Trotz zuvor vier Spielen ohne Punkt und ohne Tor agierte Gladbach mutig nach vorne. Die Borussen erspielten sich einige Torchancen, die sie unkonzentriert und leichtfertig vergaben, ehe Kramer mit links ins Netz traf. Der Gastgeber hielt mit Laufbereitschaft dagegen und kam erst nach der Pause zu spielerisch besseren Aktionen.   

Unter besonderer Beobachtung des heimischen Publikums stand Gladbachs Lars Stindl, der fünf Jahre in Hannover gespielt hat und am Samstag engagiert, aber bis zur Vorbereitung des 1:0 glücklos auftrat. Der frühere Publikumsliebling und jetzige Gladbach-Kapitän macht derzeit eine schwierige Phase durch, litt auch in Hannover unter dem Fehlen von Angriffspartner Raffael und tat sich gegen den neuen Fan-Liebling Waldemar Anton schwer.

Der Nationalspieler ist nach dem Rückkehr zu seinem ehemaligen Verein bereits 1255 Minuten ohne Tor. Dabei hätte Stindl schon in der sechsten Spielminute bei einer guten Möglichkeit treffen können, doch Anton blockte den Schuss.

Die beste Chance vergab Jonas Hofmann (63.), als er bei freier Schussbahn den Ball an die Latte setzte. Besser machte es Kramer, der nach Stindl-Pass aus rund 18 Metern mit einem Volleyschuss traf und für den ersten Gladbach-Treffer nach 431 torlosen Minuten sorgte.

Hannover tat sich gegen den technisch besseren Gegner schwer und musste zudem schon in der 23. Minute den angeschlagenen Felix Klaus durch Sebastian Maier ersetzen. Der Gastgeber hatte in der Defensive Mühe und musste einige brenzlige Situationen überstehen. Vor allem Thorgan Hazard war vom Ex-Gladbacher Julian Korb in der ersten Halbzeit kaum zu stoppen.

Im Spiel nach vorne gelang den Hannoveranern lange wenig. Mittelstürmer Niclas Füllkrug erhielt nur selten vernünftige Anspiele. Borussen-Torhüter Yann Sommer hatte in Hannover eine ruhige erste Halbzeit. Nach dem Wechsel hatte der Keeper dann Glück, dass Ihlas Bebou (50.) die beste 96-Chance per Kopf vergab.

Nach den wieder aufgeflackerten Auseinandersetzungen zwischen der 96-Clubführung um den Vorsitzenden Martin Kind und dem harten Kern der Fans gab es eine merkwürdige Stimmung. Zwei Tage nach der Absage einer Podiumsdiskussion durch den Verein schrie ein Teil der Anhängerschaft in der Nordkurve – anders als in den Monaten zuvor – immer wieder lauthals „Kind muss weg!“ Andere 96-Anhänger reagierten darauf mit Pfiffen oder konterten mit „Ultras raus!“   (dpa)

Kleines Heynckes-Jubiläum: Bayern nur mit 0:0 gegen Hertha

Jupp Heynckes hatte beim kleinen Jubiläum nichts zu feiern. Im 25. Pflichtspiel seit seiner Rückkehr auf die Münchner Trainerbank im Oktober letzten Jahres musste sich der FC Bayern mit einem 0:0 gegen Hertha BSC begnügen.Damit endete eine…

Jupp Heynckes hatte beim kleinen Jubiläum nichts zu feiern. Im 25. Pflichtspiel seit seiner Rückkehr auf die Münchner Trainerbank im Oktober letzten Jahres musste sich der FC Bayern mit einem 0:0 gegen Hertha BSC begnügen.

Damit endete eine starke Heynckes-Serie, denn zuletzt hatte der 72-Jährige 14 Plichtspielsiege nacheinander bejubelt. Glücklos agierte Robert Lewandowski in seinem 250. Spiel in der Fußball-Bundesliga. Egal, ob es der Pole mit links, rechts oder dem Kopf versuchte – ein Treffer wollte nicht glücken.

Heynckes, der beim 2:2 im Hinspiel in Berlin noch nicht dabei war, ließ vor 75.000 Zuschauern die gegen Besiktas Istanbul lediglich eingewechselten Altstars Franck Ribéry und Arjen Robben von Beginn an los. Die beiden 34-Jährigen forderten oft den Ball, Robben prägte das Bayern-Spiel mehr als Ribéry. Durch das fast blinde Zusammenspiel zwischen Robben und Thomas Müller ging vom rechten Flügel viel Gefahr aus.

Ribéry verpasste es, aus der besten Bayern-Chance vor der Pause die Führung zu erzielen (36.). Der Franzose hatte die Möglichkeit selbst eingeleitet, über Lewandowski und Robben kam der Ball zu ihm zurück. Doch Ribéry schoss aus aussichtsreicher Position weit drüber.

Lewandowski und Thiago hätten sich bei mehreren Möglichkeiten ebenfalls über den Führungstreffer freuen können. Doch die letzte Präzision fehlte den Gastgebern gegen einen sicheren Hertha-Rückhalt Rune Jarstein.

Die Berliner demonstrierten einmal mehr, warum sie in diesem Jahr sogar noch eine bessere Defensive als die Bayern haben. Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai zog sich bei Münchner Ballbesitz weit zurück, blieb aber punktuell gefährlich. Einen Distanzschuss von Vladimir Darida lenkte Bayer-Keeper Sven Ulreich in seinem 200. Bundesligaspiel gerade noch zur Ecke (18.).

Vier Tage nach dem 5:0 gegen Istanbul kam das Münchner Angriffsspiel bei Minusgraden nie richtig auf Touren. Jarstein rettete bei einem Freistoß von David Alaba (50.), ein weiterer Kopfball von Lewandowski segelte am Tor vorbei (52.). Vier Minuten später hatte der 29-jährige Pole seine beste Chance, doch aus kurzer Distanz fand er seinen Meister einmal mehr in Jarstein.

Von Hertha kam kaum noch Entlastung, die Überzeugung fehlte bei den Offensivaktionen. Lewandowski scheiterte zwei weitere Male an Jarstein. Aber nicht nur dem Bundesliga-Torschützenkönig fehlte an diesem Tag die Präzision. Mit Kingsley Coman für Ribéry (68.) und Sandro Wagner für Müller (71.) versuchte Heynckes offensive Akzente zu setzen. Wenig später musste Coman angeschlagen länger pausieren, kehrte dann aber wieder zurück aufs Spielfeld. Robben versuchte es in der Nachspielzeit nochmal mit einem Freistoß, aber der beste Mann auf dem Platz parierte – Rune Jarstein. (dpa)

Bayern nur 0:0 gegen Hertha – Gladbach beendet Negativserie

Der FC Bayern München hat den elften Sieg in Serie verpasst, Borussia Mönchengladbach nach 431 Minuten wieder getroffen. Freiburg sammelt weiterhin Punkte für den Klassenverbleib.

Der FC Bayern München konnte seine Siegesserie nicht fortsetzen, Eintracht Frankfurt hat den Sprung auf Rang zwei verpasst und Borussia Mönchengladbach seine Negativlauf beendet. Der deutsche Rekordmeister kam gegen Hertha BSC nicht über ein 0:0 hinaus.

Frankfurt hat durch das 0:1 (0:1) beim VfB Stuttgart die Chance vertan, zumindest vorläufig an Borussia Dortmund vorbeizuziehen. Gladbach schaffte nach zuvor vier Niederlagen am Stück einen 1:0 (0:0)-Erfolg bei Hannover 96. Hoffenheim und Freiburg trennten sich 1:1 (0:0).

Nach zehn Siegen am Stück musste sich der deutsche Rekordmeister wieder mal mit einer Punkteteilung begnügen und verpasste mit dem 0:0 gegen die Berliner den 15. Pflichtspielsieg in Serie – das wäre Vereinsrekord gewesen. Auch mit dem wieder für die Startelf nominierten Duo Franck Ribery und Arjen Robben schafften die Bayern es nicht, den Abwehrriegel der Herthaner zu knacken. Die Berliner haben damit in den letzten neun Auswärtsspielen der Saison nur einmal verloren. In München gelang ihnen aber zuletzt vor mehr als 40 Jahren ein Sieg.

Den vorläufigen Sprung auf Rang zwei hat Eintracht Frankfurt verpasst. Im 103. Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart unterlagen die sonst auswärts sehr starken Hessen mit 0:1. Den Siegtreffer erzielte Erik Thommy in der 13. Minute nach sehenswerter Vorarbeit von Mario Gomez. Damit sind die Schwaben nach dem FC Bayern die derzeit beste Heimmannschaft der Liga.

Borussia Mönchengladbach hat nach 431 Minuten seine Torflaute beendet und nach vier Niederlagen am Stück wieder einen Punkte-Dreier eingefahren. Den 1:0-Erfolg in Hannover sicherte Christoph Kramer mit seinem Treffer in der 71. Minute. Zuvor hatte der Gladbacher Jonas Hofman noch Pech mit einem Schuss an die Querlatte. Damit hat sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking wieder auf Rang sieben vorgeschoben.

Der SC Freiburg sammelt weiterhin Punkt um Punkt für den Klassenverbleib. Die Breisgauer, die in den vergangenen zwölf Spielen nur eine Niederlage hinnehmen mussten, erreichten bei 1899 Hoffenheim ein 1:1. Nach dem 0:1-Rückstand durch den schönen Freistoßtreffer von Andrej Kramaric (57.) sicherte Nils Petersen den Freiburgern mit einem verwandelten Foulelfmeter den Punktgewinn. Für den Mittelstürmer war es bereits der zwölfte Saisontreffer. (dpa)

1. Bundesliga: Bayern torlos gegen Hertha

Am 24. Spieltag in der Fußball-Bundesliga haben die Bayern im eigenen Stadion gegen die Hertha 0:0 gespielt. Die Hertha gab sich zwar engagiert, aber die Bayern waren haushoch überlegen – …

Am 24. Spieltag in der Fußball-Bundesliga haben die Bayern im eigenen Stadion gegen die Hertha 0:0 gespielt. Die Hertha gab sich zwar engagiert, aber die Bayern waren haushoch überlegen – nur die Tore fehlten. Gerade in der zweiten Halbzeit zeigten die Berliner dann aber derart viel Einsatz, dass das Unentschieden schließlich gerecht war.

Die Bayern haben an der Tabellenspitze satte 20 Punkte Abstand auf die Dortmunder – die an diesem Wochenende aber noch eine Partie vor sich haben. Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: 1899 Hoffenheim – SC Freiburg 1:1, Hannover 96 – Borussia Mönchengladbach 0:1, VfB Stuttgart – Eintracht Frankfurt 1:0. (dts)

Petersen beschert Freiburg wichtigen Punkt in Hoffenheim

Nils Petersen hat dem SC Freiburg mit seinem zwölften Saisontor einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gesichert.Der Kapitän traf am Samstag im Baden-Derby bei 1899 Hoffenheim per Foulelfmeter in der 66…

Nils Petersen hat dem SC Freiburg mit seinem zwölften Saisontor einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gesichert.

Der Kapitän traf am Samstag im Baden-Derby bei 1899 Hoffenheim per Foulelfmeter in der 66. Minute zum 1:1 (0:0), nachdem Andrej Kramaric (57.) die Hausherren mit einem direkten Freistoß in Führung gebracht hatte. Für die TSG war das Remis vor 30 150 Zuschauern ein weiterer Rückschlag im Rennen um die internationalen Startplätze.

Hoffenheim schaltete von Beginn an den Vorwärtsgang ein, lief sich bei seinen Angriffsbemühungen zunächst aber immer wieder an der kompakten Freiburger Abwehr fest. Die lauf- und kampfstarken Gäste verengten geschickt die Räume und ließen kaum etwas zu. Lediglich wenn Bayern-Leihgabe Serge Gnabry auf dem linken Flügel Tempo aufnahm, geriet die SC-Defensive in Bedrängnis.

Mit zunehmender Spielzeit entwickelten dann auch die Breisgauer nach vorne etwas Tatendrang, waren dabei aber ebenfalls kaum torgefährlich. So spielte sich die Partie weitgehend zwischen den Strafräumen ab.

Für den ersten Aufreger sorgte TSG-Mittelfeldspieler Robert Zulj, der mit seinem Kopfball nach einer halben Stunde jedoch das Freiburger Tor verfehlte. Kurz vor der Pause tankte sich Gnabry bis zur Grundlinie durch und bediente Dennis Geiger, doch der Youngster scheiterte an Freiburg-Keeper Alexander Schwolow. Mehr gab’s im ersten Durchgang nicht.

Nach dem Wechsel war es wieder Gnabry, der das erste Zeichen setzte. Zunächst scheiterte die Bayern-Leihgabe nach einer schönen Kombination an Schwolow, dann zielte der U21-Europameister aus 17 Metern etwas zu hoch.

Hoffenheim agierte jetzt druckvoller und kam wenig später zur verdienten Führung, als Kramaric einen direkten Freistoß aus knapp 20 Metern verwandelte. Die TSG hatte das Geschehen fortan im Griff, brachte sich aber durch eine Unaufmerksamkeit selbst wieder aus dem Rhythmus. Bei einem der wenigen Vorstöße der Gäste schubste Kevin Vogt SC-Kapitän Petersen im Strafraum um, der Gefoulte verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt zu seinem zwölften Saisontor.

Der Ausgleich lähmte die Hausherren. Auch die Hereinnahme der frischen Offensivkräfte Lukas Rupp und Mark Uth bewirkte nichts. Lediglich bei einem satten 20-Meter-Schuss von Florian Grillitsch drohte Freiburg noch einmal Gefahr, doch Schwolow rettete mit einer Klasseparade den wichtigen Punkt. (dpa)

AfD verklagt Frauke Petry

Die AfD verklagt offenbar ihre ehemalige Parteivorsitzende Frauke Petry.

Die AfD verklagt laut eines Zeitungsberichts ihre ehemalige Parteivorsitzende Frauke Petry. Hintergrund sei ein Streit um Namens- und Markenrechte, berichtet die „Bild“.

„In München verklagt mich die AfD auf Löschung der von mir angemeldeten Marke `Die blaue Partei`“, sagte Petry der Zeitung.

Frauke Petry hatte die Marke am 14. Oktober angemeldet, seit dem 19. Januar ist diese beim Patent- und Markenamt in München eingetragen.

Die AfD wiederum hatte bereits am 27. September letzten Jahres die Wortmarke „Die Blauen“ beim Patentamt in München angemeldet. „Die AfD verklagt Frau Petry auf Löschung der Wort-/Bildmarke `Die Blaue Partei`, darüber hinaus macht die Klägerin vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten geltend“, bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts München der „Bild“.

Auch Christian Lüth, Pressesprecher der AfD, bestätigte den juristischen Streit: „Unser Logo und ähnliche Bezeichnungen oder Farben sind mittlerweile geschützt. Wir wollen damit verhindern, dass Nachahmer oder politische Trittbrettfahrer sich über uns profilieren und die Öffentlichkeit täuschen.“

Lüth weiter zu „Bild“: „Daher auch die Klage gegen den Versuch von Frauke Petry, sich über uns zu profilieren.“ (dts)

Willy Wimmer: Merkwürdige Einheitsfront des „schlechten Gewissens“ im Bundestag – gegen die AfD

Die ehemals Schlafenden treten jetzt gemeinsam gegen eine neue Partei im Bundestag auf – eine merkwürdige Einheitsfront des manifesten „schlechten Gewissens“. Willy Wimmer (CDU), der selbst 33 Jahre im Bundestag saß, zu den neuesten Entwicklungen in Berlin.

Die Wogen gehen hoch im Deutschen Bundestag. Das konnte man in der letzten Woche bei den massiven Auseinandersetzungen im Plenum sehr gut feststellen. Den Betrachter beschleicht dabei ein mulmiges Gefühl. Hier treten sie jetzt gemeinsam gegen eine neue Partei im Bundestag auf. Es sind diejenigen, die in den letzten Jahren den Deutschen Bundestag eingeschläfert und zum willenlosen Instrument der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, gemacht haben.

Es ist eine merkwürdige Einheitsfront des manifesten „schlechten Gewissens“.

Da werfen sich mehr oder weniger prominente Vertreter der Berliner Kriegsparteien zu Herolden des Rechtsstaates und des politischen Anstandes auf, die in Zusammenhang mit der einsamen Entscheidung der deutschen Bundeskanzlerin über die brandgefährliche Öffnung der deutschen und europäischen Grenzen den Zustand in Deutschland herbeigeführt haben, den der designierte Bundesheimatminister und demnächst ehemalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer als „Unrechtsstaat“ bezeichnen konnte.

Diesen von ihm so bezeichneten deutschen Staat kann das Multitalent Horst Seehofer demnächst an zentraler Stelle verwalten. Wenn da mal keine Freude aufkommt?

Frau Kramp-Karrenbauer will die CDU nicht nach „rechts“ rücken …

… als ob das die Frage sein könnte. Die CDU ist in den letzten Jahren unter der Parteivorsitzenden, Frau Dr. Merkel, so konturenlos geworden, daß eine Verortung im überkommenen politischen System unseres Landes niemandem gelingen dürfte.

Man kann jetzt den Katalog der nach den Kadergesichtspunkten einer nach staatssozialistischen Partei geführten CDU in den Jahren der Parteivorsitzenden Merkel aufmachen. Zwei Elemente stechen allerdings in übelster Weise hervor. Das scheint bei dieser Parteivorsitzenden kein Zufall, sondern bewußte Absicht gewesen zu sein.

Zum Leipziger Parteitag des Jahres 2002 fiel der Parteivorsitzenden Merkel die verräterische Formulierung von der Entwicklung Deutschlands zu einer „marktgerechten Demokratie“ ein.

Im Nachhinein war das der Merkel´ Sache Flankenschutz für Gerhard Schröders „Agenda 2010“ zwecks Beseitigung der „Sozialen Marktwirtschaft“.

War noch 1989 und 1990 die Aufnahme der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik Deutschland unter anderem mit den Vorzügen des „Rechtsstaates“ begründet worden, hat die aus dem Osten Deutschlands stammende Bundeskanzlerin diesem „Rechtsstaat“ eine Art von Todesstoß versetzt, als sie an dem Grundgesetz und den Gesetzen unseres Landes sowie der Europäischen Union vorbei die Grenzen öffnete.

Diejenigen, die die AfD anblafften, haben die Probleme mitverursacht

Diejenigen, die in der letzten Woche im Plenum des Deutschen Bundestages in einer konzertierten Aktion die Abgeordneten der AfD angeblafft haben, waren zum großen Teil bei dem damaligen Tun mit von der Partie. Auch die mögliche neue Generalsekretärin der CDU mit Namen Kramp-Karrenbauer.

Was soll die Dame denn richten mit ihrem neuen Job?

Die vernichtenden Schläge, die von der derzeitigen Parteivorsitzenden dem Land zugefügt worden sind? Es kommt derzeit nicht darauf an, nach den Grundsätzen der politischen Geographie die Dinge in das Schema von“links“ oder „rechts“ einzuordnen. Es kommt darauf an, die Probleme, vor die unser Land gestellt ist, zu lösen.

Merkel fragmentiert die EU

Das ist mit einer im Amt verbleibenden Bundeskanzlerin Merkel völlig unmöglich. Mit ihren Vorstellungen zur künftigen Finanzierung EU-Europas geht sie sogar hin und stößt unsere östlichen Nachbarn in einer Weise vor den Kopf, daß von der Europäischen Union nur noch Fragmente übrig bleiben werden.

Selbst Jean-Claude Juncker muß den Abschied von den Gründungsprinzipien des westeuropäischen Zusammenschlusses in Rechnung stellen. Seine Klagen und Warnungen sind nicht zu überhören. Auch das Elend in Syrien wird am Rednerpult im Plenum des Deutschen Bundestages verhöhnt und instrumentalisiert.

Wer erobert Syrien?

Diese Woche im Deutschen Bundestag hatte es wirklich „in sich“. Da durfte Syrien natürlich nicht fehlen. Wo waren denn die Worte der Bundeskanzlerin, als unsere merkwürdigen Verbündeten vor mehr als sechs Jahren das Elend und den Mord in Syrien losgetreten haben? Man kann es nicht mehr hören, in welcher Weise jedes Opfer dazu  benutzt wird, dem eigentlichen Gegner etwas in die Schuhe zu schieben.

Der bekannte deutsche Schriftsteller und Publizist Dr. Wolfgang Bittner hat in seiner brandaktuellen Auseinandersetzung mit der Entwicklung auf unserem Kontinent „die Eroberung Europas durch die USA“ auf das Grundthema der heutigen Politik aufmerksam gemacht.

Das bezieht in den imperialen Anspruch der USA natürlich Syrien mit ein. Diese Politik wird durch die Aussagen und das aktuelle Briefeschreiben durch die Bundeskanzlerin mit einem deutschen Flankenschutz versehen. Damit verhöhnt man nicht nur die Opfer in einem Land, das nicht mehr wiederzuerkennen ist.

Es wirft ganz andere Fragen auf.

Kanzler der Alliierten? Kanzlerin für Deutschland? Für was und für wen?

In einer der ersten Sitzungen des Deutschen Bundestages in Bonn 1949 schleuderte der sozialdemokratische Parteivorsitzende Kurt Schumacher dem damaligen Bundeskanzler das Wort vom „Kanzler der Alliierten“ entgegen.

Bei heutigen Stellungnahmen der Bundeskanzlerin zu Syrien, der Ukraine, Nordkorea und vor allem Rußland muß man sich fragen, welche Agenda die Bundeskanzlerin eigentlich vertritt.

Wenn man mit den Menschen im Lande spricht, sind es jedenfalls nicht die Vorstellungen, die man draußen hört. „Kanzlerin für was und für wen?“

Willy Wimmer ist deutscher Politiker der CDU, der 33 Jahre dem Bundestag angehörte. Zwischen 1985 und 1992 war er erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Von 1994 bis 2000 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung der Epoch Times oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

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Telekom-Vorstand Nemat: Smartphone künftig in vielen Bereichen überflüssig

„In zehn Jahren geht es vielleicht schon wieder ganz ohne Handy“, erklärt Telekom-Vorstand Claudia Nemat. Andere Geräte würden hingegen wichtiger …

Das Smartphone wird nach Ansicht von Telekom-Vorstand Claudia Nemat in wenigen Jahren drastisch an Bedeutung verlieren. „Wir werden unser Leben definitiv nicht mehr so an den Bedingungen des Smartphones ausrichten wie wir es jetzt tun“, sagte die Managerin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. In vielen Bereichen werde das Handy ersetzt – „in zehn Jahren geht es vielleicht schon wieder ganz ohne Handy“.

So würden in naher Zukunft andere Geräte wie smarte Brillen, simultan-übersetzende Ohrstöpsel und intelligente Kleidung immer wichtiger.

Die Deutsche Telekom arbeite etwa mit mehreren Industriepartnern an neuen Geräten, etwa mit dem Optik-Spezialisten Zeiss an einer „Datenbrille, die so leicht ist, dass sie den Träger nicht stört“, wie Nemat sagte. Sie ist im Vorstand für den Bereich Technologie zuständig.

Gedacht ist die Datenbrille zunächst für Berufsgruppen, die mit beiden Händen arbeiten, aber ständig neue Informationen brauchen. Erste Pilotprojekte betreffen Ärzte, Stewardessen, Feuerwehrleute und Postboten.

So erhalten Chirurgen dann auf Wunsch während der Operation eine Checkliste mit der Blutgruppe des Patienten, mit Röntgen- oder MRT-Bildern eingeblendet. (afp)

Berlin: Beliebter katholischer Priester (54) ermordet – Polizei verhaftet Verdächtigen (26) auf Dachboden versteckt

Ein Mord an ihrem Geistlichen erschüttert eine französischsprachige katholische Gemeinde in Berlin-Charlottenburg. Pfarrer Dr. Alain-Florent Gandoulou galt als sehr beliebt. Am Donnerstag wurde er nach einem Streit mit einem 26-jährigen Mann tot im Pfarrbüro aufgefunden.

Berlin-Charlottenburg am Donnerstagabend, 22. Februar 2018: Nach einer Chorprobe hören Zeugen in einem Haus in der Schillerstraße 101 einen lautstarken Streit, zwei Männer, französische Worte, heftige Schmerzensschreie, danach: beklemmende Stille. Sie alarmieren die Polizei.

Als diese kurz nach Mitternacht zu dem Gebäude kommt, in dem sich das Büro der französischsprachigen katholischen Gemeinde „Paroisse Catholique Francophone“ befindet, macht sie eine grauenvolle Entdeckung. Dr. Alain-Florent Gandoulou, der Gemeinde-Pfarrer, liegt tot in einer Blutlache, sein Schädel ist eingeschlagen, die Leiche weist zudem wohl Messerstiche auf.

Wie die „B.Z.“ schreibt, schlug der Täter offenbar mit Gegenständen aus dem Pfarrbüro auf Dr. Gandoulou ein und stach auch mit einem Messer auf den Pfarrer ein.

Tatverdächtiger festgenommen

Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde am Freitagmittag gegen 12 Uhr ein tatverdächtiger Mann festgenommen. Einem Zeugenhinweis folgend entdeckten die Ermittler den Verdächtigen versteckt auf dem Dachboden eines Wohnhauses im Bezirk Reinickendorf. In dem Haus wohnen soll er aber nicht. Laut „B.Z.“ sagte ein Polizeisprecher über den Täter, der wohl den Pfarrer kannte:

Es handelt sich um einen 26-jährigen Kameruner.“

(Polizeisprecher)

Der Mann soll noch am heutigen Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden, so die Polizei.

Warum es zu dem Streit und der offenbar daraus resultierenden Tötung kam, ist Gegenstand weiterer gemeinsamer Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Berlin.“

(Polizeibericht)

Seelsorger und Flüchtlingshelfer

Am Freitag bestätigte die Organisation Frankophone Katholische Gemeinden in der Welt (CCFM) auf Facebook den Tod des Geistlichen in der Kirche im Bezirk Charlottenburg.

CCFM zufolge stammt der 54-jährige Gandoulou aus der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika. Die „B.Z.“ schreibt, dass Dr. Gandoulou seinen Doktor in Bonn machte und seit einigen Jahren schon in Berlin lebt. Er habe freitags und samstags Gottesdienste in der Kirche St. Thomas von Aquin abgehalten, gleich neben dem Pfarrbüro.

Zudem arbeitete er als Seelsorger und engagierte sich für Flüchtlinge.

Ob es sich bei dem Tatverdächtigen 26-Jährigen um einen seiner Schützlinge handelte, ist derzeit nicht bekannt.

Sonntag: Gedenkgottesdienst für ermordeten Pfarrer

Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtete, versammelten sich zahlreiche Menschen afrikanischer Herkunft vor der Kirche und trauerten um den in seiner Gemeinde sehr beliebten Preister.

„Unser Pfarrer war immer für andere da“, sagte der 41-jährige Joachim Moche unter Tränen, wie „B.Z.“ berichtet. Er habe die Kraft zu glauben mitgebracht und diese auf die Gemeinde übertragen. „Er habe auch meinen Sohn getauft. Ich bin so traurig.“

Das Erzbistum Berlin veranstaltet am Sonntag, 11 Uhr, in der Sankt-Thomas-Kirche einen Gedenkgottesdienst.

Die Gemeinde Paroisse Catholique Francophone de Berlin wurde nach eigenen Angaben 1945 gegründet, als Teile Westberlins von französischen Truppen besetzt wurden. Bis 1994 handelte es sich um eine Gemeinde für Armeeangehörige. Seitdem steht die Kirche allen französischsprachigen Katholiken offen: Belgier, Kanadier, Franzosen, Schweizer, Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern und allen anderen.

 

Top-Positionen in Firmen mit Bundesbeteiligung bleiben Männerdomäne

2017 waren von den 150 Geschäftsführerpositionen in allen unmittelbaren Bundesbeteiligungen nur 26 mit Frauen besetzt – was einem Anteil von 17,3 Prozent entspricht.

Frauen bleiben bei der Besetzung von Führungspositionen in Unternehmen mit Bundesbeteiligung trotz politischen Drucks weiterhin unterrepräsentiert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Danach waren im Jahr 2017 von den 150 Geschäftsführerpositionen in allen unmittelbaren Bundesbeteiligungen nur 26 mit Frauen besetzt, was einem Anteil von 17,3 Prozent entspricht.

Im Jahr 2015 lag der Frauenanteil bei 132 Personen in der Geschäftsführung noch bei 18,2 Prozent.

Ernüchternd ist auch: Ende 2017 war in 41 der 65 von der Bundesregierung gelisteten Unternehmen keine Geschäftsführerposition mit einer Frau besetzt.

In acht Unternehmen betrug der Frauenanteil 50 und in weiteren fünf 100 Prozent. Ein Unternehmen war ohne Geschäftsführung.

Grüne: „Echtes Trauerspiel“

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae sprach von einem „echten Trauerspiel“. „Wenn solche Entwicklungen nicht konsequent für die Einsetzung von Frauen genutzt werden, dann ist es kein Wunder, wenn es mit der gleichberechtigten Besetzung von Top-Positionen in Unternehmen nicht vorangeht“, sagte Andreae dem „Handelsblatt“.

Bislang gibt es keine gesetzliche Frauenquote für Führungsposten in Unternehmen mit Bundesbeteiligung. Das sogenannte Bundesgremienbeteiligungsgesetz sieht in Anlehnung an die Vorgaben für die Privatwirtschaft eine 30-Prozent-Frauenquote lediglich für Aufsichtsräte von Unternehmen vor, in denen dem Bund mindestens drei Gremiensitze zustehen.

Ab diesem Jahr soll dieser Anteil auf 50 Prozent erhöht werden. Ein ambitioniertes Ziel, wie selbst die Bundesregierung einräumt. „Angesichts des geringeren Anteils von Frauen an Leitungsfunktionen in den obersten Bundesbehörden wird das Erreichen dieses Ziels erhöhte Anstrengungen erforderlich machen“, heißt es in der Antwort auf die Grünen-Anfrage.

Die für einzelne Gremien federführenden Bundesministerien müssten „noch stärker als bisher vorausschauend planen“, um rechtzeitig vor anstehenden Neubesetzungen einen ausreichend großen Kreis an geeigneten Personen zur Verfügung zu haben. Laut der aktuellen Statistik ist die Bundesregierung von ihrem 50-Prozent-Ziel noch weit entfernt.

So lag der Anteil der vom Bund für Aufsichts- und Verwaltungsräte benannten Frauen Ende 2017 bei 37,1 Prozent und damit ungefähr beim Wert von 2015 (37,3 Prozent). Berücksichtigt man zusätzlich die Posten, die ohne direkte Mitwirkung des Bundes besetzt werden, ergibt sich ein schlechteres Bild. Danach stieg der Frauenanteil von 27,3 (Ende 2015) auf 30,2 (Ende 2017).

Die Grünen-Politikerin Andreae forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. In diesem Jahr besetze der Bund etwa 300 Sitze in Aufsichtsräten und wichtigen Gremien neu.

„Würde es die Bundesregierung ernst meinen mit ihren politischen Ansagen, dann müsste sie die 50-Prozent-Vorgabe ausnahmslos durchsetzen -– oder auf die Besetzung verzichten, wenn nicht genug Frauen benannt werden können“, sagte Andreae. Gleiches verlange sie von Unternehmen der Privatwirtschaft auch. „Es ist nur fair, gleiches Maß an sich selbst anzulegen.“ (dts)

INSA-Umfrage: SPD in Thüringen bei gerade noch 10 Prozent

In Thüringen kommt die SPD gerade noch auf 10 Prozent – hinter CDU, Linke und AfD.

Ein Jahr vor der Landtagswahl in Thüringen kämpft die dortige SPD mit der Zweistelligkeit. In einer Umfrage des Erfurter INSA-Instituts für „Bild“ (Samstag) kommt die SPD gerade noch auf zehn Prozent. Die CDU erreicht 32 Prozent, die Linke 24 Prozent, die Grünen sieben Prozent, die AfD kommt auf 18 Prozent, die FDP schafft mit 5 Prozent gerade noch den Sprung über die 5-Prozent-Hürde.

Weder Rot-Rot-Grün, die zusammen auf 41 Prozent kommen, noch Schwarz-Rot aus CDU und SPD, die zusammen 42 Prozent erreichen, haben nach der aktuellen Umfrage eine parlamentarische Mehrheit.

Eine Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen käme zusammen auf 49 Prozent und damit auf eine regierungsfähige Mehrheit. Das Bündnis gibt es bereits seit dem Herbst 2016 in Sachsen-Anhalt. Rechnerisch hätten – rein theoretisch – zwei Zweierbündnisse unter Führung der Union eine parlamentarische Mehrheit: CDU und Linke sowie CDU und AfD.

Die Linke profitiert offensichtlich von ihrem Ministerpräsidenten. Auf die Frage, wen die Thüringer bei einer Direktwahl zum Ministerpräsidenten wählen würden, stimmten 50 Prozent für Bodo Ramelow, 23 Prozent für Mike Mohring, 18 Prozent für Wolfgang Tiefensee und 9 Prozent für Björn Höcke.

INSA-Chef Hermann Binkert: „Mit Bodo Ramelow als Ministerpräsident stabilisiert sich die Linke im Land als zweitstärkste Kraft hinter der Union. Aber ohne und gegen die Union kann nicht regiert werden.“

Für den Thüringen-Trend im Auftrag von „Bild“ wurden vom 9. bis zum 19. Februar 2018 insgesamt 1.267 Bürger in Thüringen befragt. (dts)

Umfrage: 62 Prozent der FDP- und 70 Prozent der AfD-Anhänger ist die CDU zu links

„Ist Ihnen die CDU unter Angela Merkel politisch … zu weit rechts, zu weit links, genau richtig ausgerichtet?“

Die Deutschen sind unentschieden, was die derzeitige politische Positionierung der CDU angeht. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid für das Nachrichtenmagazin Focus sind 46 Prozent der Deutschen der Auffassung, die Partei sei genau richtig ausgerichtet, 21 Prozent ist sie zu links, zwölf Prozent ist sie zu rechts.

Den Wählern der AfD ist die CDU zu 70 Prozent zu links, den Wählern der FDP immerhin zu 62 Prozent.

Die Anhänger der Grünen wiederum sind mehrheitlich (53 Prozent) der Auffassung, die CDU sei politisch genau richtig positioniert.

Die Befragung wurde unter 1.009 Personen am 20. und 21. Februar 2018 durchgeführt. Die Frage lautete: „Ist Ihnen die CDU unter Angela Merkel politisch … zu weit rechts, zu weit links, genau richtig ausgerichtet?“ (dts)

Vorne kurz, hinten lang: Vokuhila-Fans in Australien feiern ihre Haarpracht

In der westlichen Welt ist der Vokuhila-Schnitt weithin als grobe stilistische Entgleisung der Achtzigerjahre verpönt. Im australischen Hinterland hat sich die Frisur aber gehalten – und die Australier feiern sie nun als Teil des kulturellen Erbes.

In der westlichen Welt ist der Vokuhila-Schnitt weithin als grobe stilistische Entgleisung der Achtzigerjahre verpönt. Im australischen Hinterland hat sich die Frisur aber gehalten – und die Australier feiern sie nun als Teil ihres kulturellen Erbes. Mehr als 150 Vokuhila-Träger kamen am Samstag in der Kleinstadt Kurri Kurri zum ersten Vokuhila-Festival zusammen und ließen sich von Schaulustigen für ihre charakteristische Haartracht bejubeln.

Nirgendwo sonst habe sich der Vokuhila so lange gehalten wie in Kurri Kurri, sagte Festivalorganisatorin Laura Johnson zu AFP. „Wir haben hier Leute, die ihren Vokuhila seit 60 Jahren tragen.“

Der deutsche Name Vokuhila steht für „Vorne kurz, hinten lang“ – und beschreibt damit ziemlich genau, um was es bei dieser als etwas prollig geltenden Haartracht geht. Die Australier bezeichnen den Schnitt mit dem englischen Ausdruck „Mullet“.

Vokuhila-Träger Lloyd Martin kam eigens nach Kurri Kurri, um am Wettbewerb um den schönsten Schnitt teilzunehmen. „Das ist eine der ur-australischsten Frisuren, die man haben kann“, sagte Martin. „Mindestens einmal im Leben muss man sich einen Vokuhila wachsen lassen. Es ist kein Haarschnitt, sondern ein Lebensstil.“

Laurie Manurele berichtete am Rande des Wettbewerbs, dass er seinen Vokuhila seit 46 Jahren trägt. „Die Qualität der Vokuhilas hier ist wirklich unglaublich“, staunte er. „Australien ist die Welthauptstadt der Vokuhilas.“

Sieger des Wettbewerbs wurde der gerade mal zwölf Jahre alte Alex Keavy. „Es ist ein bisschen altmodisch, aber ich mag es trotzdem so“, sagte er. „Meine Freunde sagen, dass sie auch so einen Schnitt wollen. Aber ich glaube nicht, dass viele Leute ihn richtig tragen können.“ (afp)