Um sich auf das Wüstenrennen vorzubereiten, absolviert die 33-jährige Anne-Marie Flammersfeld derzeit ein Pensum von 140 Kilometern in der Woche.
Um sich auf das Wüstenrennen vorzubereiten, absolviert die 33-jährige Anne-Marie Flammersfeld derzeit ein Pensum von 140 Kilometern in der Woche.
Foto: Pressestelle DSHS Köln

1.000 Kilometer durch vier Wüsten

Anne-Marie Flammersfeld will alle vier Wüstenrennen in einem Jahr absolvieren

Epoch Times, Freitag, 30. Dezember 2011 20:53

In sieben Tagen 250 Kilometer durch die Wüste zu laufen, ist an für sich schon Anstrengung genug. Doch beim „4 Deserts" Race, deutsch „4 Wüsten"-Rennen, laufen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viermal 250 Kilometer in jeweils sieben Tagen - durch die trockenste, windigste, heißeste und kälteste Wüste.

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Eine von ihnen ist Anne-Marie Flammersfeld. Die 33-jährige Absolventin der Deutschen Sporthochschule Köln will als erste deutsche Frau alle vier Wüstenrennen in einem Jahr bestreiten. Betreut wird sie dabei von Professor Hans-Georg Predel vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Sporthochschule: „Ein solches Wüstenrennen stellt eine enorme physische und mentale Herausforderung dar. Wir freuen uns, eine Absolventin unserer Hochschule bei diesem ambitionierten Vorhaben unterstützen zu können."

Vier Wüsten, vier Kontinente

Startpunkt ist am 4. März 2012 die Atacama-Wüste in Chile. Im Juni geht es dann durch die Wüste Gobi in China, im Oktober durch die Sahara in Ägypten und als letzte Etappe im November durch die Antarktis. Das Gepäck mit Nahrung und Kleidung müssen die Wüstenläufer selbst tragen. Geschlafen wird in Gemeinschaftszelten, die von den Organisatoren aufgebaut werden. „Für meine Fitness kann ich trainieren, aber vor allem mental wird es eine große Herausforderung für mich", sagt Flammersfeld.

Seit Anfang des Jahres bereitet sich die Sportwissenschaftlerin auf die Wüstenrennen vor und absolviert derzeit ein Pensum von 140 Kilometern in der Woche. Um sich den Bedingungen der Wüste anzupassen, läuft die Wahl-Schweizerin im Tiefschnee mit Brennholz im Rucksack. „Landschaftlich werden die Strecken in der Wüste leider nicht so abwechslungsreich sein", bemerkt Flammersfeld.

80 Prozent der „4 Wüsten"-Teilnehmer sind männlich. Der schnellste Teilnehmer bislang brauchte 24 Stunden für ein Rennen, der langsamste 80 Stunden. Nur elf Teilnehmer haben alle vier Wüstenrennen in einem Jahr geschafft - bisher noch keine Frau aus Deutschland. „Eine solche Extrembelastung über viele Stunden hinweg bedarf einer minutiösen Vorbereitung. Auch die Planung der benötigten Nahrung und Flüssigkeit muss punktgenau auf die individuellen Gegebenheiten abgestimmt sein", erläutert Professor Predel. „Körperlich ist Frau Flammersfeld in einer sehr guten Verfassung und wir sehen aus medizinischer Sicht keinen Grund, warum ihr Vorhaben nicht gelingen sollte", so die Einschätzung des Sportmediziners. (idw / mcd)

 



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