Kooperation von Autobauern

BMW und Daimler wollen Zusammenarbeit beim Einkauf ausbauen

Epoch Times, Samstag, 7. März 2009 19:37

Frankfurt/Main – Die Autobauer BMW und Daimler wollen nach einem „Spiegel“-Bericht in der Wirtschaftskrise weiter zusammenrücken. Ein BMW-Sprecher bestätigte am Samstag der Nachrichtenagentur AP, dass eine bereits bestehende Kooperation beim Einkauf nicht markenprägender Teile wie Gurtstraffer, Klimaaggregate oder elektronischer Komponenten nach und nach ausgeweitet werde.

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„Der Spiegel“ schrieb, bei einem Einkaufsvolumen von zusammen gut 50 Milliarden Euro wollten die süddeutschen Rivalen so kurzfristig mehrere hundert Millionen Euro jährlich sparen, mittelfristig sogar Milliarden. Der BMW-Sprecher bestätigte weder diese Zahlen noch die „Spiegel“-Information, wonach die beiden Unternehmen in Kürze eine weitgehende Zusammenarbeit beim Einkauf bekanntgeben wollten. BMW und Daimler wollten demnach Einzelteile wie Batterien, Scheinwerfer oder Tachometer gemeinsam einkaufen.

Das Hamburger Nachrichtenmagazin zitierte einen BMW-Manager: „Durch diese Zusammenarbeit werden wir uns näherkommen, und mal sehen: Vielleicht wächst mehr daraus.“

Kapitalverflechtung soll an Quandt-Familie gescheitert sein

Daimler und BMW hätten sogar eine wechselseitige Kapitalbeteiligung vorbereitet, die aber am Widerstand des BMW-Großaktionärs, der Quandt-Familie, gescheitert sei, schrieb „Der Spiegel“ weiter. Daimler wollte demnach sieben Prozent der BMW-Aktien, die Münchner den gleichen Anteil an Daimler übernehmen. Bei Kanzleramtsminister Thomas de Maizière sei schon sondiert worden, wie die Bundesregierung dazu stehe.

Doch hätten Johanna Quandt, ihr Sohn Stefan und seine Schwester Susanne Klatten, die über 46 Prozent der BMW-Aktien verfügten, die Kapitalverflechtung abgelehnt. Sie befürchteten laut „Spiegel“, dass das Projekt nur Daimler helfen würde. Zudem habe die Familie geargwöhnt, dass Daimler nach einem Einstieg in München seinen Einfluss ausweiten könnte – wie das auch bei Chrysler passiert sei.

Der BMW-Sprecher wollte sich zur Frage einer Kapitalverflechtung am Samstag nicht äußern. (AP)

 



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BMW, Daimler
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