Rainer Bruederle (FDP)
Rainer Bruederle (FDP)
Foto: dapd/Daniel Kopatsch

Brüderle möchte Griechenland nicht beliebig viel Zeit geben

Epoch Times, Sonntag, 25. November 2012 07:27

Berlin – Kurz vor dem Treffen der EU-Finanzminister hat der FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzende Rainer Brüderle davor gewarnt, Griechenland zu weit entgegenzukommen. "Ich bin immer noch der Auffassung, dass man die Zeitachse nicht beliebig dehnen darf", sagte Brüderle der Zeitung "Welt am Sonntag". "Ohne echte Fortschritte bei den Reformen darf es keine weiteren Hilfen für Athen geben."

Brüderle sagte, für ein drittes Hilfspaket gebe es im Bundestag keine Mehrheit. "Vorstellbar sind allenfalls Maßnahmen im Rahmen der beschlossenen Pakete. Damit könnten wir die Schuldentragfähigkeit Griechenlands verbessern." Wie teuer die Rettung Griechenlands für Deutschland werde, könne derzeit niemand seriös sagen. Allerdings sollten sich die Deutschen nichts vormachen. Mittelfristig werde dies "finanzielle Konsequenzen für Deutschland haben".

Brüderle warf der französischen Regierung vor, mit ihrer Politik die Weichen falsch zu stellen. "Steuererhöhungen und die Rücknahme von Sozialreformen sind keine Beiträge zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit", sagte er. Es sei ein Alarmsignal, dass zwei Ratingagenturen das Land herabgestuft hätten.

dapd





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