China: Billionen-Rettung und Staatsanleihenverkäufe soll totalen Börsencrash verhindern

Titelbild
Was wird die Zukunft bringen? Der Shanghaier SSE soll notfalls mit tausenden Rettungs-Milliarden stabiliert werden.Foto: ChinaFotoPress /
Epoch Times16. Juli 2015

Um den totalen Börsen-Crash zu verhindern, ist China bereit, Milliardensummen in seine Aktienmärkte zu pumpen. So unvorstellbar viel Geld – damit könnte man Griechenland zehnmal retten!

Die Regierung von Staatschef Xi Jinping hat die massiven Rettungsmaßnahmen angekündigt, für den Fall, dass die Börse weiter in einen „Gefahrenbereich“ abstürzen sollte. Die Entwicklung der chinesischen Börsen bleibt eine Zitterpartie.

So könnte der "Endkampf" aussehen

Wie das Magazin Dongxiang in seiner Juli-Ausgabe berichtete, hat die Regierung von Xi Jinping zwei „Endmaßnahmen“ in Petto, sollte Chinas wichtigster Aktienindex, der Shanghai Composite (SSE), seine "kritische Linie“ unterschreiten. Diese Untergrenze wurde von der Regierung nun neu definiert, sie liegt für die Shanghaier Börse zwischen 3200 und 2800 Punkten. Sollte der SSE bis dorthin fallen, würden zwei letzte Mittel greifen:

Erstens würden die vier staatlichen Handelsbanken (Bank of China, China Construction Bank, Agricultural Bank of China und Commercial and Industrial Bank of China) auf Befehl der Regierung Geld für die Börse zur Verfügung stellen. Zwischen 6 und 12 Billionen Yuan sollten je nach Marktbedürfnissen fließen, um die Märkte zu stabilisieren (das wären rund 885,5 Milliarden bis 1,77 Billionen Euro!).

Zweitens wolle die Regierung ihren Bestand an Staatsanleihen aus den USA und Europa verringern, sollte die Börse in Gefahr geraten. Teile der Staatsanleihen sollten verkauft werden, um Kapital für deren Rettung frei zu setzten.

Die angekündigten Maßnahmen zeigen, wie ernst es das Regime meint – es geht ums Überleben. Für Chinas Kommunistische Partei ist wirtschaftlicher Erfolg der Faktor Nr. 1 um sich an der Macht halten zu können.

Der Shanghai Composite (SSE) hatte in den vergangenen Wochen eine steile Talfahrt erlitten, die sogar Premier Li Keqiang als das Werk „schwarzer Hände“, sprich Manipulation, bezeichnete.

Durch Geldspritzen und direkte Kontrolle der Börsenaufsicht durch Ermittler war der SSE in den vergangenen Tagen wieder ins Plus gegangen, aber das ganze ist und bleibt eine Zitterpartie. Gestern verlor der SSE wieder rund 3 Prozent, obwohl während des Handels „9 positive Nachrichten“ verschiedener Finanzinstitutionen gestreut wurden. Heute bewegte er sich nach heftigem Auf und Ab 0,46 Prozent nach oben und schloss bei einem Punktestand von 3.823,18, rund 600 Punkte über dem gefürchteten „roten Bereich“. (jw / rf)

Mehr Hintergründe:

Finanzkrieg tobt: Kann Chinas Regierung den Börsen-Crash noch stoppen?

Mächtige Manipulatoren: Chinas Börse ist jetzt politisches Schlachtfeld

Börsenmanipulation in China: So melkt das Regime die Anleger



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion