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Tausende Arbeitsuchende in China.
Tausende Arbeitsuchende in China.
Foto: STR/AFP/Getty Images

Überkapazitäten

China steht vor wirtschaftlichem Misserfolg

von Tianlun Jian / The Epoch Times, Montag, 17. Dezember 2012 08:45

 

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Die Wirtschaft von China ist neuerdings von einer Abkühlung betroffen. Für Wirtschaftswissenschaftler ist das keine Überraschung, wenn sie die grundlegenden Probleme der gesamtwirtschaftlichen Politik des Landes sehen. Die Wirtschaftsreform von China in den späten 1970er-Jahren hat ein System etabliert, das unausweichlich zum Scheitern führen musste. Im Zentrum des chinesischen Wirtschaftsmodells standen das übermäßige Vertrauen auf Investment und Exporte, unterstützt von einer künstlichen Niedrigzinspolitik.

Hohe Investitionen vom chinesischen Regime und von ausländischen Investoren in Infrastruktur und Fertigungskapazität waren der wichtigste Wachstumsmotor für Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Der Einsatz von Kapital als Teil des BIP stieg von 35,1 Prozent im Jahr 2000 auf 48,4 Prozent im Jahr 2011. In anderen Ländern bewegt er sich gewöhnlich zwischen 15 und 29 Prozent. Einfach gesagt, in anderen Ländern ist es meistens die Bevölkerung die kauft oder verkauft. In China ist es die Regierung, die etwas baut.

Der massive Kapitaleinsatz in China wurde von der künstlichen Niedrigzinspolitik beflügelt. Bei Einbeziehung der Inflation lagen die Zinsen bei Null oder im Minus. Mit anderen Worten, Freigeld. Dieses folgsam von staatlichen Banken zur Verfügung gestellte Geld ist in Infrastruktur, Immobilien und andere Projekte der Großindustrie geflossen. Aber es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Brücken, Autobahnen und Eintonnen-Kupferspulen für die Stromerzeugung, die produktiv genutzt werden können.

Der Stahlsektor kann 900 Millionen Tonnen Stahl im Jahr herstellen. Das sind etwa 160 Millionen Tonnen mehr, als tatsächlich nachgefragt werden. Die Kapazität ist seid 2008 um 50 Prozent oder 300 Millionen Tonnen gestiegen. Aufgrund der Überkapazität hat ein Drittel der Stahlerzeuger in den ersten sieben Monaten im Jahr 2012 Geld verloren.

Das heißt jedoch nicht, dass es zu einem Produktionsstop kommen würde. Die Stahlproduktion hält einen Anteil von acht Prozent am BIP und der Fehler, Stahl zu produzieren, dürfte die Wirtschaftszahlen schwer treffen. Die Stahlwerke laufen weiterhin auf 95 Prozent ihrer Kapazität und produzieren Güter, die keiner kauft. Chinas Solarsektor hat vermutlich die höchste Überkapazität. Aufgrund falscher Anreize werden 20 mal so viele Solarzellen produziert wie national nachgefragt werden und doppelt so viele wie laut Schätzungen weltweit nachgefragt werden.

Weitere Sektoren wie Möbelherstellung, Bergbau, Aluminium, Eisenerz und Zement haben Überkapazitäten. Ein weiteres Wachstum in diesen Bereichen würde den Wohlstand zerstören. Ressourcen werden für Investitionen verbraucht, die wenig produktiv sind und keinen nennenswerten Cashflow erzeugen.

Die extrem niedrigen Zinsen machten all dies möglich. Staatseigene Firmen, die viel Geld benötigen, können so viel sie wollen sehr billig aufnehmen. Die Sparer – Familien und Arbeiter – unterstützen diese Operationen durch ihre Bankeinlagen, weil sie kaum andere Möglichkeiten haben, ihr Geld anzulegen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Immobilienblase und fehlender Konsum

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