Chinas Immobilienmarkt ächzt unter immer mehr Lagerbestand

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Chinas Immobilienblase wird immer bedrohlicher für die Immobilienentwickler, die ihre Lagerbestände nicht mehr verkauft bekommen.Foto: Peter Parks / AFP / Getty Images
Epoch Times4. November 2014

Chinas Immobilienentwickler haben immer größere Schwierigkeiten, neugebaute Wohnungen zu verkaufen. Durch das künstlich erzeugte Überangebot leiden die Immobilienkonzerne unter wachsenden, unverkäuflichen Lagerbeständen.

Laut der neuesten Statistik besitzen Chinas 142 börsennotierte Immobilien-Unternehmen bis Ende September 2014 einen Lagerbestand im Gesamtwert von 2,3 Billionen Yuan (287,5 Milliarden Euro). Der Lagerbestand ist damit rund ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr angeschwollen (21,05 Prozent).

Davon besitzt Chinas größter Immobilien-Entwickler Vanke den meisten Lagerbestand – bis Ende September war dies ein Wert von 351,235 Milliarden Yuan (rund 43 Milliarden Euro).

Auch Peking hat zuviel Überangebot

In Chinas Großstädten steigt derweil die Anzahl der leerstehenden Wohnungen unaufhörlich. In Peking gab es zum Beispiel zu Jahresanfang 57.625 neue Wohnungen auf Lager, bis Ende Oktober waren es bereits 89.370. Die Zahl der leerstehenden Neubauwohnungen hatte sich damit um 55 Prozent erhöht. Auch in Städten, wo der Immobilien-Preis weniger hoch als in Peking ist, stieg die Zahl der unverkäuflichen Wohnungen. In der ostchinesischen Provinzhauptstadt Hangzhou gab es zu Jahresanfang 76.584 neue Wohnungen auf Lager, bis Ende Oktober waren es schon 96.138 – die Menge stieg um 25,5 Prozent.

Im Oktober betrug der Durchschnittspreis für eine Neubauwohnung in Chinas 100 wichtigsten Immobilienstädten rund 10.629 Yuan pro Quadratmeter, das sind 0,4 Prozent weniger als vor einem Monat. Das ist der 6. Monat in Folge, in dem der Immobilienpreis sank. Experten fürchten, dass durch den hohen Lagerbestand bei Chinas Immobilienentwicklern die Kapitalketten brechen. (yz / rf)



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