szmtag

DOSB: Athleten können sich in China frei äußern

Epoch Times, Sonntag, 13. April 2008 23:53

Berlin – Der Deutsche Olympische Sportbund will seinen Wettkampf-Teilnehmern in China Meinungsfreiheit gewährleisten. DOSB-Generalsekretär Michael Vesper sagte am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“: „Was wir auf jeden Fall sicherstellen, ist und das ist eben ein Punkt, der auch vom DOSB jetzt auch in diese Beratungen in Peking gekommen ist – , dass unsere Athleten sich frei äußern können, und zwar nicht nur in der Pressekonferenz unmittelbar nach dem Wettkampf, sondern auch darüber hinaus, in weiteren Pressekonferenzen, auch an Begegnungsstätten.“ Vesper fügte hinzu: „Es kann aber auch keinen Zwang geben, dass jeder Athlet sich äußern muss.“

Anzeige

André Niklaus, deutscher Zehnkämpfer, sagte hierzu in derselben Talkrunde: „Mit fehlt ein Statement vom IOC, vom NOK, was dürfen Sportler tun. Es würde jedem Sportler im deutschen Sport helfen zu wissen, was darf er tun, was darf er nicht tun.“

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte zu den Handlungsmöglichkeiten des Internationalen Olympischen Komitees: „Das IOC ist viel mächtiger, als es tut.“ Koch kritisierte: „Es ist in erstaunlicher Weise immer wieder bestrebt, der chinesischen Führung zu bestätigen, dass man eigentlich nicht auf einander zugehen muss. Dazu gehört die Rede von IOC-Präsident Jacques Rogge vor einem Jahr auf dem Platz des Himmlischen Friedens, wo von Menschenrechten nicht die Rede war. Dazu gehört aber auch die Streichung des Wortes Tibet aus der Erklärung der Vereinigung der nationalen Olympischen Komitees.“

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast, verglich Roland Koch mit einem „Wolf, der Kreide gefressen hat“: „Sie selber reden hier viel über Menschenrechte, aber in Ihrem Landtag ist gerade beschlossen worden, keine Abschiebung nach Afghanistan zu machen, da sagt Ihr Innenminister 'Da halte ich mich nicht dran'.“ (AP)



Folgen Sie unseren aktuellen Nachrichten

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige