Unterstützer des Oppositionsführers Alexander Milinkevich nehmen mit verbotenen Weissrussland-Flaggen an der Deonstration am Mittwoch 22. März 2006 auf dem Zentralplatz in Minsk teil. (AP Photo/Sergei Grits)
Unterstützer des Oppositionsführers Alexander Milinkevich nehmen mit verbotenen Weissrussland-Flaggen an der Deonstration am Mittwoch 22. März 2006 auf dem Zentralplatz in Minsk teil. (AP Photo/Sergei Grits)

Demonstranten in Minsk erhalten Zulauf

Epoch Times, Mittwoch, 22. März 2006 12:30

Minsk - In der Nacht zum Mittwoch haben wieder hunderte Menschen auf dem Oktoberplatz der weißrussischen Hauptstadt Minsk gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl vom Sonntag demonstriert. Ihre Zahl wuchs gegenüber der Vornacht deutlich auf etwa 700. Trotz bitterer Kälte verharrten sie um ein kleines Zeltlager und forderten eine Wiederholung der Wahl, in der Alexander Lukaschenko nach offiziellen Ergebnissen mit fast 83 Prozent für eine dritte Amtszeit bestätigt worden war.

Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch forderte seine Anhänger am Mittwochmorgen eindringlich zur Fortsetzung der Proteste auf. Für Samstag kündigte er eine Massenkundgebung gegen die Regierung an. «Wir werden hier bis zum 25. bleiben und am 25. werden wir uns versammeln, um für unsere Zukunft zu kämpfen», sagte Milinkewitsch den ausharrrenden Demonstranten. Er fordert eine Neuwahl, von der der autoritäre Lukaschenko ausgeschlossen werden soll.

Die Polizei hielt sich auch in der Nacht zum Dienstag und am Mittwoch weitgehend zurück, es gab jedoch Hinweise auf einzelne Übergriffe. Der Demonstrant Michail Awdejew berichtete, er sei am Morgen beim Verlassen des Zeltlagers von drei Bereitschaftspolizisten zusammengeschlagen worden. In seinem Gesicht waren Kratzer und Beulen zu sehen. «Sie haben mich verprügelt, aber ich stehe hier weiter für Weißrussland», erklärte er.

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