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Die Sehnsucht in Monaco nach der Rückkehr von Romantik und Prominenz ist groß. Seit Albert nach dem Tod seines charismatischen Vaters Prinz Rainier II. vor drei Jahren die Herrschaft übernahm, regiert Nüchternheit.
Die Sehnsucht in Monaco nach der Rückkehr von Romantik und Prominenz ist groß. Seit Albert nach dem Tod seines charismatischen Vaters Prinz Rainier II. vor drei Jahren die Herrschaft übernahm, regiert Nüchternheit.
Foto: Amedeo M Turello/ Monaco Palace/AP Photo

Nach jahrelanger Beziehung

Der ewige Junggeselle Albert heiratet Charlene Wittstock

von Nina Gödeker, Mittwoch, 23. Juni 2010 13:19

Paris – In Europa steht schon bald die nächste royale Hochzeit an: Fürst Albert von Monaco hat sich nach jahrelanger Beziehung mit der Südafrikanerin Charlene Wittstock verlobt. Der Palast verkündete zwar noch kein Datum für die Feierlichkeiten, aber die Spekulationen über eine bevorstehende Hochzeit des mittlerweile 52 Jahre alten Fürsten haben damit ein Ende gefunden.

Die gut 7.000 Einwohner des Ministaats dürften besonders erleichtert sein, dass der Fürst nun doch noch heiratet. Sie hoffen, dass Charlene wieder Glanz und Gloria nach Monaco bringt – und dem Fürsten einen Thronfolger schenkt. Das Parlament hatte offenbar Zweifel, dass das geschieht, und änderte schon im Jahr 2002 die Verfassung, so dass auch ein Sohn seiner Schwestern den Thron besteigen könnte.

Die Verfassungsänderung wurde eingeleitet, weil Monaco an Frankreich zurückfällt, sollte ein Thronfolger fehlen. Und das hätte passieren können, obwohl Albert bereits zwei Kinder hat. 2006 erkannte er die Vaterschaft für die 14-jährige Amerikanerin Jazmin Grace Rotolo an. Ein Jahr zuvor hatte er sich zu seinem Sohn Alexandre bekannt, den er mit der Togoerin Nicole Coste hat. Die Erbfolge der Grimaldi-Dynastie ändert sich dadurch nicht, gemäß monegassischer Verfassung haben nur eheliche Kinder ein Anrecht auf das erzkatholische Fürstentum.

Die Sehnsucht in Monaco nach der Rückkehr von Romantik und Prominenz ist groß. Seit Albert nach dem Tod seines charismatischen Vaters Prinz Rainier II. vor drei Jahren die Herrschaft übernahm, regiert Nüchternheit. Der freundliche, schüchtern wirkende Albert verabscheut schrille Töne. Und er will den einstigen Operettenstaat zum Vorbild im Umweltschutz machen und vom Makel der raffgierigen Steueroase befreien.

Bisher eher wenig Stoff für die bunten Blätter

Der passionierte Bobfahrer, der an drei Olympischen Winterspielen teilnahm, reiste 2006 mit dem Schlitten zum Nordpol, um die Öffentlichkeit auf die Eisschmelze aufmerksam zu machen. Zu seinen ersten Amtshandlungen gehörte die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls. Die Regierung von Monaco stieg unter seiner Regentschaft auf Elektro- und Hybridfahrzeuge um. Am Formel-1-Rennen durch Monte Carlo hielt man jedoch fest.

Den bunten Blättern liefert der Sohn von Grace Kelly, die 1982 bei einem Autounfall ums Leben kam, wenig Stoff. Er sei, anders als seine Schwestern Caroline und Stéphanie, „schon immer ein ernster Junge gewesen“, sagte Gracia Patricia einst. Die blonde Charlene traf Albert 2000, seitdem gab es immer wieder vermeintlich heiße Gerüchte über eine bevorstehende Verlobung. Der Palast dementierte in schöner Regelmäßigkeit. Ein Hinweis auf eine Verlobung war jedoch die Teilnahme Charlenes an den Hochzeitsfeierlichkeiten der schwedischen Thronfolgerin Victoria am vergangenen Wochenende in Stockholm. Sie trat an der Seite Alberts auf, was ungewöhnlich war, da die beiden eben noch nicht verlobt waren. (AP)



Schlagworte

Verlobung, Albert, Monaco
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