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Deutsche Kinemathek beleuchtet im Jubiläumsjahr eigene Geschichte
Deutsche Kinemathek beleuchtet im Jubiläumsjahr eigene Geschichte
Foto: dapd/Mathias Schumacher

Deutsche Kinemathek beleuchtet im Jubiläumsjahr eigene Geschichte

Epoch Times, Dienstag, 11. Dezember 2012 16:13

Berlin – Der Gründungsvater der Deutschen Kinemathek in Berlin, Gerhard Lamprecht (1897-1974), erhält anlässlich des 50. Geburtstages des Archivs und Museums 2013 eine besondere Würdigung. Neben der Vorführung zahlreicher Filme des Regisseurs und Schauspielers werde es zudem ab Januar drei neue Publikationen über den Berliner geben, sagte der Künstlerische Direktor der Kinemathek, Rainer Rother, am Dienstag. "Lamprecht wird für uns im Jubiläumsjahr ganz zentral sein", fügte Rother hinzu.

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Generell werde der 50. Geburtstag, der am 24. Januar mit einem großen Fest gefeiert werde, zum Anlass genommen, um vor allem die Geschichte des Hauses samt seiner großen Archivbestände zu beleuchten, erklärte Rother. Die Retrospektive der Berlinale 2013 im Februar widme sich etwa dem Einfluss des Weimarer Kinos auf internationale Filme nach 1933. Die gemeinsam mit dem Museum of Modern Art in New York kuratierte Ausstellung mit dem Titel "The Weimar Touch" zeigt Werke deutschsprachiger Filmschaffender, die nach der Machtergreifung Adolf Hitlers Deutschland verließen.

Bernd Eichinger und Wissen für Kinder

Eine weitere Sonderausstellung setze die Tradition des Hauses fort, sich mit dem Werk von Produzenten zu beschäftigen, sagte Rother. Im kommenden Jahr sei für Juni eine Ausstellung der Arbeit des Produzenten, Drehbuchautors und Regisseurs Bernd Eichinger (1949-2011) geplant. "Wir haben uns sehr früh der Würdigung von Produzenten verschrieben", sagte Rother. Umso erfreuter sei er darüber, dass die Töchter von Bernd Eichinger der Deutschen Kinemathek den Nachlass der deutschen Filmgröße überlassen hätten.

Auch für Kinder werde es im Jubiläumsjahr wieder eine Sonderausstellung geben. Ab September solle die Schau "... und action!" Kinder und Jugendlichen erklären, wie ein Film entsteht. Alle Projekte für 2013 seien in Planungen, auch wenn die Finanzierung teils noch auf wackeligen Beinen stünde. Die Kinemathek, die jährlich acht Millionen Bundesmittel erhalte, sei alljährlich auf weitere Förderquellen angewiesen. Noch seien die Ausstellungen nicht alle finanziert, fügte Rother hinzu.

Die Deutsche Kinemathek sammelt und archiviert seit 1963 Material zur deutschen Film- und Fernsehgeschichte und macht es der Öffentlichkeit zugänglich. Insgesamt finden sich in den Archiven mehr als 13.000 Filme verschiedener Formate sowie 16.000 Plakate und unzählige Skizzen. Jährlich besuchen laut einer repräsentativen Befragung des Museums etwa 120.000 vor allem junge Besucher und viele Gäste aus dem Ausland die Ausstellungen der Deutschen Kinemathek in Berlin.

http://www.deutsche-kinemathek.de/de

dapd



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