szmtag

Ex-Skisprungstar Matti Nykänen: "Die Hölle liegt hinter mir"

Epoch Times, Sonntag, 23. Dezember 2012 04:59

Der einstige Weltklasse-Skispringer Matti Nykänen ist in das normale Leben zurückgekehrt. Für den 49-jährigen Finnen sei "das der Himmel", nachdem was er seit Beendigung seiner sportlichen Laufbahn durchgemacht hat. "Die Hölle liegt wirklich weit hinter mir - ich bin dem Himmel eigentlich recht nah", sagt der gefallene Held im ausführlichen Interview mit der "Welt am Sonntag" in seiner Heimatstadt Jyväskylä, 270 Kilometer nördlich von Helsinki.

Anzeige

Die Hölle sei nicht so schlimm "wie mein Leben jahrelang war. Die Hölle muss ein besserer Ort sein." Schon am Ende seiner Karriere hatte der viermalige Olympiasieger und viermalige Gesamt-Weltcupgewinner mit Alkoholeskapaden für Aufsehen gesorgt, danach rutschte er richtig ab, trank noch mehr, verprasste sein Geld, landete zweimal im Gefängnis, weil er einen anderen Menschen angegriffen und verletzt haben soll. "Wenn du trinkst, lebst du wie in einer Blase, siehst keinen Sinn", sagt Nykänen und erklärt seinen Absturz: "Ich stand viele Jahre im Mittelpunkt, alle haben sich um mich gerissen. Ich hatte es satt, es war zu viel. Ich war unglücklich und habe angefangen, in mir drinnen eine Mauer hochzuziehen. Ich war sehr jung, als ich erfolgreich geworden bin, die Medien waren die ganze Zeit um mich herum - ich hätte Hilfe gebraucht. Das war der Anfang. Ich habe später getrunken, weil ich nichts anderes zu tun hatte, weil ich vergessen wollte." Dass er ins normale Leben zurückfand, verdankt er seiner neuen großen Liebe Susanna. "Sie ist die erste Person, die ich kenne, die wirklich ehrlich ist, der ich meine Gefühle und Sorgen erzählen kann. Sie ist die Erste, der ich wirklich vertraue. Da ich eine Prinzessin an meiner Seite habe, will ich natürlich auch selbst gut in Form sein." Das wichtigste für Nykänen sei heute, "dass ich mein Leben im Griff habe". Sein Traum ist es, dass sein Leben so bleibt, wie es derzeit ist. Im Sommer sprang er auch wieder von seiner Hausschanze. Bei 104 Meter landete er. Er fühlt sich wieder gut in Form und "möchte nächstes Jahr den Weltmeistertitel in meiner Altersklasse holen. Ich genieße dieses Gefühl des Fliegens immer noch. Einzig sich zu verlieben ist ein schöneres". Nach drei gescheiterten Ehen würde er auch gern noch einmal heiraten. Und er möchte das nüchtern tun, "denn beider letzten Hochzeit war ich das nicht".

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH



Schlagworte

Ski, Leute
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige