Boeing 787 Dreamliner
Boeing 787 Dreamliner
Foto: Yasuhiko Obara, Lizenz: dts-news.de/cc-by

Größter "Dreamliner"-Kunde hält Boeing-Probleme für beherrschbar

Epoch Times, Sonntag, 27. Januar 2013 14:08

Der wichtigste Kunde des US-Flugzeugherstellers Boeing zeigt sich vom Desaster um dessen Prestigeprojekt enttäuscht. Boeing befinde sich in einer "schwierigen Situation", sagte Henri Courpron, der Chef der Flugzeugleasingfirma ILFC, dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Die Boeing 787, auch "Dreamliner" genannt, darf derzeit aufgrund von Problemen mit der Bordbatterie nicht fliegen.

ILFC ist weltweit eines der größten Flugzeug-Leasingunternehmen und der größte Kunde für die 787. Insgesamt bestellte das Unternehmen 74 Dreamliner, die erste Auslieferung soll im April stattfinden. Courpron rechnet aber immer noch mit einer rechtzeitigen Auslieferung. Die Technik der Lithium-Batterien sei "bekannt", die würden ohne Probleme seit langer Zeit in anderen Anwendungen funktionieren. "Das Ganze könnte sich durch eine einfache Sache wie einem Herstellungsfehler erklären", so Courpron. Derzeit steht der Verkauf von ILFC an eine chinesische Investorengruppe an. Der US-Versicherer AIG will seine 80 Prozent-Beteiligung für 4,23 Milliarden Dollar verkaufen. Courpron erwartet, rasch grünes Licht von der US-Regierung zu erhalten. Die lehnte Transaktionen in anderen Branchen mit chinesischen Käufern ab, da hätten aber "militärische Vorhaben" eine Rolle gespielt. "ILFC ist aber schlicht eine Finanzierungsfirma", sagte der Franzose Der Verkauf würde nicht die Strategie des Unternehmens verändern, betonte Courpron. Nach Auffassung von Analysten will sich China mit dem Kauf langfristig den Zugriff auf Flugzeuge für seinen rasch wachsenden Reiseverkehrsmarkt sichern. Auch könnten chinesische Flugzeughersteller leichter in den Markt treten. Davon wollte Courpron allerdings nichts hören. Allein die Rendite stehe bei den neuen Investoren im Vordergrund: "Sie kaufen ILFC, weil es für sie ökonomisch Sinn macht". Der Aufstieg der chinesischen Flugzeughersteller sei aber unvermeidbar: "Sie haben sehr viele, sehr intelligente Ingenieure und viel Geld", sagte Courpron. "Ich sehe keinen Grund, warum sie nicht erfolgreich sein sollten".

(dts Nachrichtenagentur)



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