Protestanhänger des Neujahrsprotestes in Hongkong.
Protestanhänger des Neujahrsprotestes in Hongkong.
Foto: NTD Television

NTD Television

Hongkong: Neujahrsprotest gegen Pro-Peking-Chief

Epoch Times, Samstag, 5. Januar 2013 06:38

 

Mehr als 100.000 Menschen begingen das neue Jahr in Hongkong mit einem Protest. Sie fordern Demokratie und eine neue Führung.

[Agnes Chan, Studentin]:
„Heute marschieren wir, um den Rücktritt von Chief Executive Leung Chun-ying zu fordern. Durch allgemeine Direktwahl ist er nicht an die Macht gekommen. Das Volk hat ihn nicht autorisiert, also hört er auch nicht auf die Stimme des Volkes.“

Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone und getrennt vom Festland China. Seit der Rückgabe der britischen Kolonie 1997 hat Chinas Regime die allgemeinen Wahlen um Hongkongs Führung immer hinausgeschoben. Der gegenwärtige Führungskreis wird durch eine kleine Gruppe Abgeordneter bestimmt und dann von der Kommunistischen Partei Chinas genehmigt.


[Jackie Hung, Protest-Veranstalter]:
„Das allgemeine Wahlrecht und die demokratische Entwicklung sind nicht nur heute die Hoffnung und Forderung. Wir verlangen das seit mehr als 20 Jahren. Aber der erste Tag des Jahres ist ein guter Zeitpunkt für uns, der Regierung mitzuteilen, dass wir allgemeine Wahlen verlangen.“

Die Verzögerung der allgemeinen Wahlen hat Anti-China-Proteste in Hongkong angefacht. Kritiker des Regierungschefs Leung sagen, er sei nur eine Marionette des kommunistischen Regimes.

Der Unmut der Demonstranten richtet sich auch gegen das Schulfach „Nationale Erziehung“ – für viele nichts anderes als Propaganda vom Festland.

[Agnes Chan, Studentin]:
Leung Chun-ying hat viele politische Aufgaben, ist er ein verdecktes Mitglied der Kommunistischen Partei. Und wir sehen Anzeichen, dass Hongkong mehr und mehr ‚rot’ wird. Daher hoffen wir unsere nächste Generation zu schützen, die Zukunft Hongkongs zu schützen. Wir fordern Leungs Rücktritt und kämpfen für ein demokratisches System.“

Rufe, Leung abzusetzen, waren im November laut geworden, nachdem er sich zu einem Immobilienskandal bekannt hatte.

Laut Polizei soll es sich um 17.000 Protestierende gehandelt haben. Die Organisatoren der Demonstration sprechen von 130.000 Teilnehmern.

Die Regierung Hongkong gab eine Mitteilung heraus, auf die Meinungen des Volkes hören zu wollen.



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