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Immer mehr Sparer setzen auf Fonds

Epoch Times, Montag, 12. März 2007 14:38

Hamburg – Investmentfonds werden bei den Bundesbürgern immer beliebter. Die Zahl der Fondsanleger ist im vergangenen Jahr um rund sechs Prozent auf 15,6 Millionen gestiegen, wie eine Studie des Bundesverbandes Investment- und Asset-Management (BVI) ergibt. Damit ist die Zahl der Verbraucher, die in diese Anlageprodukte investieren, in den vergangenen sechs Jahren um über 50 Prozent gestiegen. „Gerade für die Altersvorsorge setzen immer mehr Deutsche auf Fonds“, sagt BVI-Sprecher Frank Bock.

Bei der Auswahl verlässt sich mehr als die Hälfte auf die Empfehlungen der Berater, wie die BVI-Studie ergab. Das sind zumeist die Anlageexperten der Banken und Sparkassen, denn über sie werden 75 Prozent aller Fonds vertrieben. Der Rat ist allerdings nicht unbedingt der Beste, wie Uwe Döhler vom Magazin „Finanztest“ der Stiftung Warentest weiß. „Eine unabhängige Beratung darf der Kunde nicht erwarten, denn die Banken empfehlen vorzugsweise ihre eigenen Produkte“. Daher sei es empfehlenswert, sich bereits vorher bei neutralen Institutionen wie den Verbraucherzentralen zu informieren. Immerhin ist mehr als jeder vierte Anleger unsicher und weiß nicht, welcher Fonds für ihn der richtige ist.

Auch die Kosten eines Fonds spielen eine Rolle. Für 40 Prozent der Anleger sind sie ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl. Und hier lässt sich eine Menge Geld sparen, wie jetzt eine Untersuchung von „Finanztest“ ergeben hat. Zu den günstigsten Möglichkeiten zählt der Kauf über die Börse. „Dazu reicht es, dem Bankmitarbeiter einen entsprechenden Auftrag zu geben“, sagt Uwe Döhler. Tut der Anleger das nicht, wählen die Banken nämlich den teuren Weg und ordern die Fondsanteile bei den Gesellschaften, wodurch bei Aktienfonds in der Regel Kosten von fünf Prozent fällig werden.

Im Gegensatz dazu fallen die Kosten bei dem Kauf an der Börse deutlich geringer aus, wie die Stichprobe bei 24 Kreditinstituten ergab. Bei einer Online-Order über 10.000 Euro entstehen beim günstigsten Anbieter lediglich Kosten von 0,16 Prozent, beim Kauf in der Bankfiliale liegt das beste Angebot bei 0,34 Prozent. Allerdings ist der Kauf an der Börse bei einigen Banken problematisch. Während ein Institut bei den hauseigenen Fonds keine Börsenorder zulässt, ist sie bei einem anderen Institut überhaupt nicht möglich und eine dritte Bank berechnet Gebühren von über drei Prozent des Anlagebetrages.

Anleger können Fonds mittlerweile an sechs deutschen Börsen kaufen. Das Angebot reicht von rund 100 Fonds in Stuttgart bis zu 3.300 in Hamburg. Wo der Anleger seine Fonds erwirbt, ist laut Döhler nicht entscheidend. Die jeweiligen Preisunterschiede würden stärker von der Tageszeit als vom Börsenplatz abhängen.

Kauf auch ohne Ausgabeaufschlag

Eine weitere günstige Möglichkeit ist der Kauf über freie Fondsvermittler. Bei ihnen wird oft überhaupt kein Ausgabeaufschlag verlangt. Allerdings ist ein Depot bei einer Fondsbank erforderlich, das nur online verwaltet werden kann. Eine weitere Alternative ist der Fondskauf über Discountbroker. Sie gewähren meist Rabatte auf den Ausgabeaufschlag und bieten zudem oft auch ein kostenloses Depot.

Welche Möglichkeit für Anleger die Beste ist, hängt auch von den persönlichen Anforderungen ab. „Die günstigste Variante ist der Kauf über die Fondsvermittler, allerdings gibt es hier meist keine persönliche Beratung“, sagt Döhler. Wer seine Geldgeschäfte über seine Hausbank abwickeln und sich beraten lassen wolle, für den sei der Fondskauf über die Börse am empfehlenswertesten.

http://www.bvi.de

http://www.finanztest.de (AP)

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Korr., Fondsanlage
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