Ein F-22 Kampfflugzeug.
Ein F-22 Kampfflugzeug.
Foto: Jonathan Daniel/Getty Images

Provokante Luftmanöver

Japan drängt chinesische Kampfflugzeuge von Senkaku-Inseln ab

von Ying Hartmüller, Dienstag, 15. Januar 2013 11:50

 

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Das Tauziehen zwischen China und Japan um die rohstoffreichen Senkaku-Inseln nimmt durch die jüngsten Provokationen der chinesischen Luftstreitkräfte an Intensität zu. Chinesische Kampfflugzeuge versuchten in letzter Zeit mehrfach, in den Luftraum um die Senkaku-Inseln einzudringen und wurden von Japan daran gehindert. Nach dem jüngsten Vorfall am 11. Januar spekulierte die parteinahe Zeitung Global Times über eine weitere Verschlimmerung der Situation. Berichten japanischer Medien zufolge, sollen die USA angekündigt haben, mehrere Kampfflugzeuge und Soldaten nach Japan zu schicken.

Nachdem sich bereits im Dezember 2012 ein chinesisches Flugzeug den Luftraum der Senkaku-Inseln genährt hatte, flogen am 10. Januar 2013 erneut mehrere chinesische Maschinen zu den umstrittenen Inseln. Die japanische Luftwaffe verhinderte ein Eindringen in diesen Luftraum. Am folgenden Tag erschien wieder ein einzelnes chinesisches Kampflugzeug, das ebenfalls von Japan abgedrängt wurde.

Die parteinahe Zeitung Global Times aus China erklärte, dass Japan die Entschlossenheit von China unterschätzt habe, die Souveränität der Senkaku-Inseln zu schützen und auf eine unbegrenzte Geduld der Chinesen gesetzt habe. Ihrer Meinung nach sei die Anwesenheit der chinesischen Kampfflugzeuge ausreichend gewesen, den Japanern ihren Irrtum klar zu machen. Außerdem müsse China nach dem Einsatz der Kampfflugzeuge bereit für eine weitere Verschlimmerung der Situation sein.

Nach Berichten der Internetseite des Nachrichtensenders n-tv hat der Premierminister der rechtskonservativen Regierung von Japan, Shinzo Abe, ebenfalls den Anspruch auf die Inselgruppe bekräftigt und deren Souveränität als „nicht verhandelbar" bezeichnet. Die Webseite berichtete weiter, dass Japan jetzt den Schulterschluss mit anderen südostasiatischen Ländern wie Vietnam, Brunei, den Philippinen  und Indonesien suche, die teilweise wegen eines ähnlichen Konfliktes im Südchinesischen Meer mit China im Streit liegen.

Möglicherweise bekommt Japan in diesem Konflikt auch Unterstützung von den USA. Die chinesischsprachige Epoch Times, Dajiyuan, zitierte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News, die berichtet, dass die Vereinigten Staaten am 11. Januar bekannt gegeben haben, mehrere F-22 Kampfflugzeuge und etwa 300 Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt auf Okinawa zu stationieren. Um den 14. Januar sollen zwölf F-22 Kampfflugzeuge in Okinawa ankommen.

 



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