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Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut
Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut
Foto: dapd/Berthold Stadler

Jugendgewalt: Gewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen

Epoch Times, Sonntag, 30. Dezember 2012 06:20

Berlin – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) plädiert dafür, Polizeibeamte stärker im Schulunterricht einzubinden. Das könne helfen, die Gewalt unter Jugendlichen an Schulen einzudämmen, sagte der GdP-Bundesvorsitzende, Bernhard Witthaut, im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. "Unsere Erfahrungen zeigen vielerorts, dass dort, wo Beamte in Schulen gehen, Jugendliche davon abgehalten werden können, Straftaten zu begehen. Viele Kollegen berichten von ihrem Alltag oder zeigen auf, wie man sich in Notsituationen verhält - das wirkt deeskalierend."

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Bundesweit sei die Aggression unter Jugendlichen an vielen Schulen in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen, beklagte er. "Gewalt fängt schon im Kleinen an, wenn einem der Schulranzen weggenommen oder ein Kind von seinen Schulkameraden gemobbt wird." Teilweise hätten Schulen schon Sicherheitsdienste engagiert, um die Gewalt einzudämmen.

Zudem habe sie sich aufs Internet ausgeweitet. In sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook würden Gerüchte verbreitet und Schüler gemobbt, sagte Witthaut. "Viele Kinder empfinden das bereits als Gewalt."

Der GdP-Bundesvorsitzende forderte in dem Zusammenhang von den Ländern, die Zahl der momentan bundesweit 260.000 Polizeibeamten nicht weiter zu kürzen. Bereits heute scheiterten die Schulprojekte der Polizei oft daran, dass die personelle Belastung zu hoch sei, wenn etwa zusätzliche Ereignisse wie Castor-Transporte begleitet werden müssten. "Dann fällt die normale Polizeiarbeit oft aus und die Schulprojekte fallen unter den Tisch", beklagte Witthaut.

dapd



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