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Kauder kündigt Wahlkampf über "Gerechtigkeit" an

Epoch Times, Sonntag, 27. Januar 2013 01:00

Unionsfraktionschef Volker Kauder will das Thema "Gerechtigkeit" ins Zentrum des Bundestagswahlkampfs seiner Partei rücken. "Wir werden Antworten geben auf die Fragen der Menschen", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Dazu zähle die Frage, wie ein Ausgleich hergestellt werden könne zwischen der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und "Gerechtigkeit in der Arbeitswelt".

Außerdem werde es um die Überwindung der Krise in Europa gehen. Wer das christliche Menschenbild als Grundlage seiner Politik habe, müsse sich auch um "die Frage der Gerechtigkeit kümmern", hob Kauder hervor. Mit Sozialdemokratisierung habe das nichts zu tun. Im Arbeitsleben müsse sich Leistung lohnen, "und es muss gerecht zugehen". Die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau sei ein wichtiges Thema. Ob es dazu eine Gesetzesinitiative der Unionsfraktion geben werde, hänge von den Ergebnissen einer laufenden Prüfung ab. Kauder drängte zugleich auf die Einführung einer allgemeinen Lohnuntergrenze. "Wenn jemand den ganzen Tag arbeitet, muss er auch davon leben können", sagte er. "Die FDP sollte sich hier bewegen." Zwar betonte der Fraktionsvorsitzende, die Union wolle ihre Koalition mit der FDP nach der Bundestagswahl fortsetzen. Allerdings werde es "keinen Koalitionswahlkampf geben". Kauder betonte: "Jeder macht seinen Wahlkampf und vertritt seine Positionen. Und dann schaut man am Schluss, mit wem man eine Regierung bilden kann." Einer Leihstimmenkampagne zugunsten der Liberalen erteilte er eine klare Absage: "Die Menschen wissen schon selbst, was sie wählen wollen."

(dts Nachrichtenagentur)

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Parteien, Gesellschaft
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