Hexenhaus in Falkensee bei Berlin
Hexenhaus in Falkensee bei Berlin
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Edmund Becker

Ein besonderes Kochbuch

„Kochen ist keine Hexerei“ im Hexenhaus

von Renate Lilge-Stodieck, Donnerstag, 13. Dezember 2012 12:14

Dass Kochen keine Hexerei ist, behauptet Edmund Becker, der Chefkoch im „Hexenhaus“ in Falkensee bei Berlin. Und dass er lange Jahre als der berühmte Edmond im südfranzösischen Mougin ein eigenes Restaurant sehr erfolgreich führte, zählt zu den gern erwähnten Stationen seines Lebens. Immerhin befand er sich im Zentrum französischer Gourmet-Restaurants, behauptete sich dort und konnte seiner liebsten Beschäftigung frönen, der Fusion. Das ist bei Edmond nicht politisch gemeint, sondern als Leidenschaft zu verstehen, die besten Zutaten aus aller Welt zusammenzuführen zu neuen Geschmackserlebnissen.

Nach 14 Jahren Frankreich, Stationen in den USA, in New York und Florida, und nach der Gründung einer Vertriebsfirma in Shenzhen, China und Hongkong, erwachte die Sehnsucht nach den eigenen „Wurzeln“ in Deutschland, die sich seit einigen Jahren in „Edmond's Literaturcafé Hexenhaus“ in Falkensee bei Berlin erfolgreich in den Boden gesenkt haben.

Auch von dieser Geschichte des künstlerischen Hexenhauses ist in dem gerade erschienenen Kochbuch „Kochen ist keine Hexerei“ die Rede. Aber natürlich nehmen die Rezepte des genialen Kochs Edmund Becker den Hauptteil des Buches ein. Er plaudert aus dem „Kochkästchen“ eines qualitätsbewussten Kochlebens. Es gehören ebenso viele einfache wie auch auserlesene Zutaten zu seinen Gerichten, Gemüse, Fisch oder Fleisch, wie auch spezielle Kräuter, kleine Gläschen vom Marsala oder Wiesenhonig und Meersalzblüten, um nur einiges zu nennen.

Da gibt es vom Süppchen über die Vorspeise, die Fischsuppe und die südfranzösische Sardellen-Kapern-Tarte, über das Kartoffel-Kerbelknollen Püree, den Pfefferbraten vom Black Angus Rind bis zur weißen Mousse au Chocolat, alles, was der Feinschmecker begehren kann zum Nachkochen. Denn wer sich nicht sofort zutraut, diese 33 Rezepte selbst zu kochen, bucht zunächst einen Platz im Hexenhaus und kann dort einiges von den Köstlichkeiten zu durchaus moderaten Preisen probieren und später nachkochen.

Kürbis - Aquarell: Anna Filimonova
Kürbis - Aquarell: Anna Filimonova

Zur ersten Kostprobe:

Hokkaido-Kürbiscremesüppchen für 4 -5 Personen:
1 Kürbis mit etwa 15 cm Durchmesser
1 mittelgroße, grob gehackte Zwiebel
80 Gramm Butter
2 EL Honig
½ Liter Sahne
1 gestrichener EL Salz
0,1 l Wasser
2 dl süßer Sherry
gemahlener weißer Pfeffer
eine Prise Muskat
Saft von einer halben Zitrone

Zubereitung: Den Kürbis waschen, aushöhlen und den Strunk abschneiden. Ungeschält in ca. 3 cm große Würfel/Stücke schneiden, mit einer mittelgroßen, grob gehackten Zwiebel und 50 g Butter und 2 EL Honig ca. 10 Minuten leicht anschwitzen. Danach ½ Liter Sahne, 1 gestrichenen EL Salz, 0.1 l Wasser und 2 dl süßen Sherry dazugeben. Ca. 25 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Kürbisstücke weich sind, weißen gemahlenen Pfeffer, eine Prise Muskat, den Saft von einer halben Zitrone, ein Stück kalte butter (30 g) dazugeben und mit dem Stabmixer fein pürieren.

Das Kochbuch ist ein optisch ansprechender küchentauglicher Druck in DINA4-Größe mit Ringheftung, so dass man das Buch gut lesen und offen hinlegen kann. Das feste Mattglanzpapier ist gegen gelegentliche Spritzer und Flecken gefeit und die Illustrationen runden das Bild eines Kochvergnügens ab. Da gibt es Fotos vom Hexenhaus innen und außen, dem Chefkoch und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und als besonderen Augenschmaus kleine köstliche Aquarelle von Speisen und ihren Zutaten von Anna Filimonova. Das ist mal eine künstlerische Bereicherung anstelle der üblichen hochgestylten Fotografien von Speisen, die man in dieser Form niemals in der heimischen Küche zustande bringt. Die Bilder von Anna Filimonova findet man auch als „Augenschmaus“ im Hexenhaus.

Das Buch eignet sich dank Aufmachung und Inhalt hervorragend als Geschenk, wenn man es denn nicht doppelt kauft, für sich und andere.

Aquarell: Anna Filimonova
Aquarell: Anna Filimonova

Vorläufig ist „Kochen ist keine Hexerei“ nur in Hexenhaus (geöffnet täglich ab 12 Uhr) erhältlich: Poetenweg 88; 14612 Falkensee; www.hexenhaus-falkensee.de/



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