Cover: Patmosverlag
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Vom Urgrund des Seins

Licht ohne Schatten – Leben mit einer Nahtod-Erfahrung

von Roland R. Ropers / Gastautor, Mittwoch, 27. Februar 2013 09:17

 

Die in der Nähe von Darmstadt lebende, Physio- und Familientherapeutin Sabine Mehne, glückliche Mutter von drei Kindern, ist heute 56 Jahre alt. Eine Nahtod-Erfahrung veränderte ihr ganzes Leben.

Sabine Mehne erkrankte im Herbst 1995 an Krebs, einem hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphom, die Ärzte waren ratlos.

„Ich beschäftigte mich heimlich intensiv mit dem Tod und bereitete mich auf das Sterben vor. Im Herbst wurden meine Symptome so schlimm, dass ich Dauermorphium bekam. Ich hatte irre Bauchschmerzen und wurde künstlich ernährt. Dann passierte es während einer Untersuchung, bei der sich herausstellte, dass ich eine Blasen- und Darmlähmung hatte. Aber ich war nicht klinisch tot. Ganz plötzlich bin ich aus meinem Körper ausgetreten und befand mich über meinem Kopf. Ich hatte das Gefühl, mit einem unglaublichen Licht zu verschmelzen. Ich machte eine wahnsinnige Lichterfahrung und hatte das Gefühl, Teil des Lichts zu sein. Alles war Licht und ich war mittendrin. Ein unsagbar schönes Gefühl. Es gibt dafür eigentlich keine Worte. Man versucht nur, Beschreibungen zu finden“.

Sabine Mehne beschreibt sehr eindrücklich die Stadien ihrer Erkrankung und Genesung. Der 70-jährige holländische Kardiologe und Wissenschaftler Willem van Lommel kommentiert: „Dieses wundervolle Buch ist der intimste, schutzloseste und offenherzigste Bericht über die Verarbeitung einer Nahtod-Erfahrung!“

Im Herbst 2008 besucht Sabine Mehne ein Symposium „Schritte auf dem Weg zur Heilung“ im spirituellen Zentrum Benediktushof, das von dem Benediktiner Mönch und ZEN-Meister Willigis Jäger (im März 2013 wird er 88 Jahre alt) geleitet wird. Schon oft hatte sie von ihm gehört und war gespannt, ihn kennenzulernen.

Nach Ende des Symposiums bleibt sie zwei weitere Tage. „Es wird mir erlaubt, in einer kleinen Gruppe von Hausgästen zu meditieren. Meine Gedanken ziehen durch mich hindurch. Beim Sitzen entdecke ich eine neue Empfindung, eine Form der absoluten Erschöpfung. Es ist, als säße meine Hülle zwar hier und als sehnte sich alles in mir nach Stille und Bewusstheit, gleichzeitig aber fühle ich mich zu müde, diesen Zustand auch zu erreichen... Auch ohne Sprechen bei Tisch herrscht eine gruselige Geräuschkulisse. Einige der Anwesenden müssen doch Monate, wenn nicht Jahre an Achtsamkeitstraining hinter sich haben. Erstaunlich, dass sie ihr Ego bei Tisch nicht ablegen können..."

Lesen Sie weiter auf Seite 2 über den "Urgrund des Seins"

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