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Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen das umstrittene Internetportal "kreuz.net" ist nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" auch der Betreiber des konservativen österreichischen Portals "kath.net" ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.
Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen das umstrittene Internetportal "kreuz.net" ist nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" auch der Betreiber des konservativen österreichischen Portals "kath.net" ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.
Foto: dapd

Nach kreuz.net offenbar auch kath.net im Visier der Ermittler

Epoch Times, Sonntag, 2. Dezember 2012 21:57

Köln – Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen das umstrittene Internetportal "kreuz.net" ist nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" auch der Betreiber des konservativen österreichischen Portals "kath.net", Roland Noé, ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Seine Internetplattform wurde dem Bericht zufolge seit der Gründung 2001 bis 2005 von den österreichischen Bischöfen unterstützt. Danach habe sie unter anderem eine Finanzspritze von jährlich 20.000 Euro von der Organisation "Kirche in Not" bekommen.

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Der Koordinator von "Stoppt kreuz.net", David Berger, vermutet laut "Spiegel Online", dass mindestens drei Österreicher an "Kreuz.net" beteiligt sind oder waren, darunter zwei Priester.

Das Hetzportal "kreuz.net" war am Sonntag aus dem Internet verschwunden. Die Seite konnte nicht mehr aufgerufen werden. Berger sieht darin eine Reaktion auf den öffentlichen Druck. Denkbar sei, dass die Betreiber eine Weile in Deckung gingen und auf ein Abflauen des medialen Sturms hofften, oder sie planten einen Umzug von Domain und Server oder einen kompletten Neuaufbau unter neuem Namen, sagte Berger der Kölner Zeitung.

Auf den Seiten des Portals fanden sich unter anderem Hasstiraden gegen Homosexuelle. Nach Hetzartikeln über den verstorbenen Schauspieler Dirk Bach hatte die Kampagne "Stoppt kreuz.net" für juristisch verwertbare Informationen über die Hintermänner eine Belohnung von 15.000 Euro ausgesetzt. Inzwischen konnten der Zeitung zufolge die Namen von mindestens einem halben Dutzend Verdächtiger ausfindig gemacht und an die Staatsanwaltschaft übergeben werden. Hinter den anonymen Machern der umstrittenen Internetseite "kreuz.net" werden erzreaktionäre, rechtslastige Kirchenkreise vermutet.

dapd



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