Die erwachsen gewordene Boygroup "Take That" eröffnete zudem mit einer spektaktulären Show die neu designte Galaveranstaltung zum wichtigsten britischen Musikpreis am Dienstagabend, die in der Londoner O2-Arena stattfand.
Die erwachsen gewordene Boygroup "Take That" eröffnete zudem mit einer spektaktulären Show die neu designte Galaveranstaltung zum wichtigsten britischen Musikpreis am Dienstagabend, die in der Londoner O2-Arena stattfand.
Foto: Joel Ryan/AP Photo

Brit Award

Ovationen für Take That und Bissiges von Arcade Fire

von Jill Lawless, Mittwoch, 16. Februar 2011 13:22

London – Take That haben ihr Comeback mit Robbie Willams mit einem Brit Award für die beste britische Popgruppe gekrönt. Die erwachsen gewordene Boygroup eröffnete zudem mit einer spektaktulären Show die neu designte Galaveranstaltung zum wichtigsten britischen Musikpreis am Dienstagabend, die in der Londoner O2-Arena stattfand.

Weitere Preise gingen an Rihanna und Cee Lo Green als beste internationale Künstler, während sich die kanadischen Alternativ-Rocker Arcade Fire für ihren Longplayer "The Suburbs" den Preis für das beste Album abholen durften. Sänger Win Butler, dessen Band bereits am Sonntag den US-Grammy in derselben Kategorie bekam, erlaubte sich den bissigen Hinweis, dass die Leute, die Arcade Fire nicht kennen, doch mal "bei Google nachschauen" könnten.

Justin Bieber erhielt den Preis als bester internationaler Newcomer. In dieser Kategorie stimmen die Fans über den Preisträger ab, ebenso bei "Beste britische Single" und "Bester britischer Newcomer". In beiden Kategorien gewann der 22-jährige Rapper Tinie Tempah. Sein Lied "Pass Out" stammt aus seinem im vergangenen Jahr veröffentlichten Debütalbum "Disc-Overy".

Über alle andere Preise entschieden die rund 1.000 Mitglieder der Brits Academy – Musikkritiker und Vertreter der Musikindustrie. Sie wählten das Album der Retro-Rocker Mumford & Sons "Sigh No More" zum besten britischen Album. "Das ist sehr bizarr, sehr seltsam", sagte Bandmitglied Marcus Mumford. In den USA haben Mumford & Sons die Top Ten erreicht, und am Sonntag spielten sie bei den Grammys an der Seite von Bob Dylan – in ihrer Heimat aber war ihr TV-Auftritt bei den Brit Awards der erste zur besten Sendezeit.

Plan B – ein Hip-Hop-Künstler, der mit seinem Album "The Defamation of Strickland Banks" zum Motown-Sound wechselte, wurde zum britischen Künstler des Jahres gekürt. Beste Künstlerin wurde die junge Folksängerin Laura Marling, die mit ihrem Debütalbum "I Speak Because I Can" einen Überraschungserfolg gelandet hatte.

Glatter Moderator und sarkastischer Daltrey

Take That eröffneten die Zeremonie mit ihrem Song "Kidz" in einer Phalanx von Tänzern, die als Bereitschaftspolizisten kostümiert waren. Mark Owen dankte bei der Entgegennahme des Brit Awards noch einmal dem sich lange sträubenden Robbie Williams dafür, dass er sich der Gruppe wieder angeschlossen habe.

Die Brit-Awards-Show war völlig neu konzipiert worden, nachdem es in den letzten Jahren Kritik an Vorhersehbarkeit und Langweiligkeit der Veranstaltung gegeben hatte. Der Komiker James Corden führte durch das Programm, die BBC kritisierte, er sei zu glatt gewesen. Ein bisschen Rock'n'Roll-Spirit brachte Who-Sänger Roger Daltrey ein, der bei der Übergabe des Preises für das beste Album angesichts der oft beklagten rückläufigen Umsätze der Musikindustrie flachste: "Schön zu sehen, dass die britische Musikindustrie immer noch genug Geld für ein schönes Besäufnis hat."

(dapd)



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